Grenzen setzen
: Hohenbergschule in Ebingen startet Projekt zur Gewaltprävention

Das Projekt „Alles auf Anfang“ ist dieses Schuljahr gestartet. Das Ziel: Für Gewaltformen sensibilisieren und den Schülern zeigen, wie sie Konflikte gewaltfrei lösen.
Von
gon/SWP
Albstadt-Ebingen
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An der Mattenwand war Teamwork gefragt.

Gewaltpräventionskurs an der Hohenbergschule in Ebingen: An der Mattenwand war Teamwork gefragt.

Hohenbergschule
  • Die Hohenbergschule in Ebingen führt wöchentliche Gewaltpräventionskurse für Klassen 7–10 durch.
  • Ziel ist, Gewaltformen zu erkennen, Konflikte gewaltfrei zu lösen und Respekt zu fördern.
  • Workshops behandeln psychische, körperliche und soziale Gewalt sowie Gewalt im Namen der Ehre.
  • Praktische Übungen, wie Ju Jutsu und Teamwork-Aufgaben, ergänzen theoretische Inhalte.
  • Schüler und Schulleitung loben das Projekt für mehr Bewusstsein und ein respektvolles Miteinander.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Welche Facetten von Gewalt gibt es? Und wie kann ich gewaltfrei einen Konflikt kösen? An der Hohenbergschule in Ebingen haben die Schulsozialarbeiterin Jelena Oblak, und die Lehrerin Büsra Akdag-Kocak kürzlich ein Projekt zur Gewaltprävention gestartet, um genau diesen Fragen nachzugehen. Ziel des Projekts „Alles auf Anfang“ war es, Schülerinnen und Schüler der Klassen 7 bis 10 für das Thema Gewalt zu sensibilisieren, ihnen die verschiedenen Facetten von Gewalt näherzubringen und Werkzeuge an die Hand zu geben, um gewaltfreie Konfliktlösungen zu entwickeln.

Dafür wurden die Schülerinnen und Schüler auf altersentsprechende Workshops aufgeteilt, die erfahrene Referenten leiteten. Immer im Mittelpunkt stand dabei, einen sicheren Raum zu schaffen, in dem sich die Jugendlichen wohlfühlen, ihre Gefühle auszudrücken, offen über das Thema zu sprechen und sich sicher sein können, dass ihre Grenzen respektiert werden.

Gewalt ist niemals eine Lösung

Die Workshops behandelten unterschiedliche Formen von Gewalt, darunter Gewalt im Namen der Ehre, Gewalt im sozialen Umfeld sowie körperliche und psychische Gewalt. Die Schülerinnen und Schüler lernten, die vielfältigen Erscheinungsformen von Gewalt zu erkennen und zu verstehen, warum Gewalt niemals eine Lösung ist. Zudem bekamen sie Strategien vermittelt, wie man Konflikte gewaltfrei austragen kann, welche Rechte Mädchen und Jungen haben und wo es bei Bedarf Unterstützung gibt.

„Kinder und Jugendliche benötigen sowohl Freiräume als auch klare Grenzen“, sagte Referent Marcus Arnt, Trainer für Gewaltprävention. Genau das vermittelt das Projekt „Alles auf Anfang“, das seit diesem Schuljahr einmal wöchentlich an der Hohenbergschule in Albstadt durchgeführt wird. Mit dem Projekt möchte die Hohenbergschule ein deutliches Zeichen gegen Gewalt und für ein respektvolles Miteinander setzen.

Teamwork an der Mattenwand

Jede der drei Einheiten begann mit einer einfachen, schnellen Aufwärmphase, die unkompliziert gestaltet war und für alle Gruppen kurzgehalten wurde, um ausreichend Zeit für den Hauptteil zu haben. Wichtig in der ersten Phase für alle Altersstufen: Gemeinsam mussten sie die Weichbodenwand meistern – niemand durfte zurückgelassen werden.

Zum Hauptteil gehörten für die Klassen 7 bis 9 Erlebnis-pädagogische Elemente und kleinere Spiele. Integriert war auch ein kurzer Ju Jutsu-Teil (ein Selbstverteidigungssystem), der einfache Lösungen gegen alltägliche Angriffe aufzeigen sollte. Mögliche Angriffe imitierten die Schülerinnen und Schüler selbst. Nach dem praktischen Teil folgte das Gewaltbarometer, ein Bildungsspiel mit Fallbeispielen, um Gewalt besser zu verstehen, einordnen zu können und so zu lernen, friedlich miteinander umzugehen. Die Schüler diskutierten das Spiel intensiv und kontrovers.

Beim Gewaltpräventionskurs an der Hohenbergschule in Ebingen lernen die Schülerinnen und Schüler, Gewalt zu verstehen und Grenzen zu setzen.

Beim Gewaltpräventionskurs an der Hohenbergschule in Ebingen lernen die Schülerinnen und Schüler, Gewalt zu verstehen und Grenzen zu setzen.

Hohenbergschule

Bei den älteren Schülern standen erstmal verschiedene Schlagkombinationen auf Pratzen im Mittelpunkt, ehe der Fokus später auf den theoretischen Inhalten lag. Die „Mattenwand“ meisterten sie dank toller Teamleistung mit Bravour, anschließend analysierten und besprachen sie die verschiedenen Fotos des Gewaltbarometers. Die Schülerinnen und Schüler nahmen das Projekt sehr positiv auf. Viele äußerten im Anschluss, dass sie sich durch die Workshops besser verstanden fühlten und nun mehr Bewusstsein für das Thema Gewalt haben.

Schulleiter Ertekin Avcilar betonte, wie wichtig es sei, den Jugendlichen schon früh die Werte von Respekt und Empathie nahezubringen: „Wenn Schülerinnen und Schüler die unterschiedlichen Formen von Gewalt erkennen, sind sie besser in der Lage, aktiv dagegen vorzugehen und somit zu einer positiven und angenehmen Schulatmosphäre beizutragen.“