Goldene Meisterbriefe im Zollernalbkreis: Fleiß ist eine meisterhafte Tugend

Die Handwerkskammer Reutlingen und die Kreishandwerkerschaft Zollern-Alb übergaben 70 Goldene Meisterbriefe. ⇥
Horst Schweizer- 70 Handwerker aus dem Zollernalbkreis erhielten goldene Meisterbriefe nach 50 Jahren.
- Feierstunde in Ebingen mit Bundestagsabgeordneten und musikalischer Begleitung.
- Kreishandwerksmeister betonte Werte wie Fleiß und appellierte an Vorbildfunktion für die Jugend.
- 1973: Meisterprüfung trotz Ölkrise und wirtschaftlicher Unsicherheiten.
- Geehrte Meister aus Berufen wie Bäcker, Friseur, Mechaniker und Dachdecker genannt.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Trotz notwendigem Fortschritt brauche der Mensch bewusste Orientierung an gewissen Werten wie Fleiß, Verständnis, Toleranz, Weitsicht, Mut und Begeisterung, so die Ausführung von Kreishandwerksmeister Ernst Berger bei der Feierstunde in der Ebinger Festhalle. Diese wurde von der Blechbläser-Gruppe der Stadtkapelle Tailfingen musikalisch umrahmt.
Ernst Berger konnte in den gut gefüllten Reihen der Anwesenden auch die Bundestagsabgeordneten Thomas Bareiß und Dr. Martin Rosemann sowie Landrat Günther-Martin Pauli und Harald Hermann, den Präsidenten der Handwerkskammer Reutlingen, willkommen heißen. „Sie haben vor einem halben Jahrhundert Ihren Meisterbrief erhalten in einer Zeit, die sich von heute grundlegend unterscheidet“, so Berger.
Übersicht über Vorbereitungskurse für den Meister
Die Suchplattform Meisterschulen bietet eine bundesweite Übersicht über Meistervorbereitungskurse. Dabei werden nicht nur Handwerksberufe, sondern auch zahlreiche weitere Branchen abgedeckt.
„Sie alle haben maßgeblich an der Wirtschaftsgeschichte unseres Landes mitgeschrieben“, meinte der Kreishandwerksmeister. Unser Weltbild habe sich durch immer neue technische Innovationen, rasant schnelle Kommunikationswege und nicht zuletzt ungeahnten Möglichkeiten der Mobilität grundlegend verändert, so Berger: „Sie alle haben sich diesen Herausforderungen im Beruf wie auch als Person gestellt“.
Die Jugend braucht Leitbilder
„Sie waren fleißig, haben sich individuelle Ziele gesteckt – und diese erreichen können. Ohne Ihren Fleiß hätten Sie Ihren Meisterbrief vor 50 Jahren nicht erhalten“, fuhr Berger fort. Er appellierte, den Begriff „Fleiß“ aus der vermeintlich altmodischen Ecke herauszuholen und ihn den kommenden Generationen als positiv besetzte Eigenschaften zu vermitteln. „Die Jugend braucht Leitbilder und solche Leitbilder sind Sie!“. Wozu stets eine notwendige und gehörige Portion Begeisterung gehöre, um Dinge und Ideen anzugehen und umzusetzen. Harald Hermann, Präsident der Handwerkskammer Reutlingen, gratulierte den Altmeistern und sprach von einem Jubiläum der besonderen Art. „Sie haben mit Ihrer Leistung ihr Berufsleben und Ihr privates Umfeld geprägt“, so Hermann. Es sei 1973 ein riskantes Unterfangen gewesen, den Meister zu machen und teilweise den Schritt in die Selbständigkeit zu wagen, so der Präsident. Er erinnerte an die damalige Zeit des Ölembargos mit Ölpreiskrise, Fahrverboten und autofreien Sonntagen.
„Sie wussten, dass Sie nichts geschenkt bekommen werden, aber mit Mut, Fleiß, Können und großer Kraft haben Sie mit zum heutigen Wohlstand beigetragen“, so Harald Hermann. Mancher habe sich auch im Ehrenamt engagiert, so auch bei den Innungen. Harald Hermann nahm die Übergabe der Urkunden zusammen mit Jürgen Greß, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Zollern-Alb, und den jeweiligen Obermeistern vor.
Seit 50 Jahren Meisterin und Meister ihres Fachs
Bäcker: Erwin Weßner
Straßenbauermeister: Maximilian Franz Hepp
Elektroinstallateur: Berthold Binder, Hans Paul Egle, Klemens Gern, Günter Jürgen Merlin, Karl-Heinz Freuer, Johannes Staiger
Elektromechaniker: Peter Ernst Reinhardt Trogisch
Fleischer: Leo Josef Stifel
Friseur/in: Dietmar Eger, Konrad Staiger, Steffi Wagner, Irene Volm, Marie Luise Seifriz, Margarete Erna Schmidt Gas- und Wasserinstallateur: Horst Josef Zimmermann
Heizungsbauer: Helmut Merz Zentralheizungsbauer: Karl Wilhelm Müller, Helmut Unsöld
Kfz-Mechaniker: Jürgen Jetter, Hans Birkle, Hans Martin Rau, Karlheinz Radünz, Theodor Stehle, Walter Konz, Günther Schick, Karl Geiselhart
Karosseriebau: Joachim Helmut Rominger
Karosserie: Erich Johann Bach
Maler und Lackierer: Wolfgang Johannes Cyris, Klaus Hermann Müller, Kurt Hans Bauer, Karl-Heinz Hipp, Jürgen Koch
Feinmechaniker: Karl-Heinz Stehle
Mechaniker: Dieter Barth, Peter Scheurer, Eugen Adolf Hoch, Siegfried Matthias Leibold, Klaus-Peter Müller, Heinrich Josef Schmidt, Oskar Franz Schaffer, Karl Friedrich Christian Müller, Siegfried Engelbert Walz, Kurt Neher, Rudolf Lorenz, Peter Otto Götz, Gerhard Christian Biro, Sebastian Fischer, Kurt Hermann, Udo Valentin Arndt, Eugen Otto Beck, Erwin Götz, Friedrich Dewald, Friedrich Jung, Rolf Ott, Bernd Lutzke.
Werkzeugmacher: Walter Martin Keppner, Walter Matthias Bossert, Thomas Volm, Dieter Mußner, Günther Lanthaler, Josef Kurz.
Raumausstatter: Dieter Witzemann, Wolfgang Buck
Parkettleger: Werner Josef Schwarz
Dachdecker: Ernst Straub
Schornsteinfeger: Wilfried Schuster, Otto Weitprechtinger
