Gesundheitszentrum Meßstetten
: Durchbruch für Ärztehaus

Es ist die Nachricht, auf die Meßstetten gewartet hat: Die BeneVit-Gruppe will mit dem Bau ihres Sozial- und Gesundheitszentrums im Jahr 2027 starten.
Von
red/buxx
Meßstetten
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Große Freude herrschte bei einigen Stadtoberhäuptern, nachdem BeneVit-Geschäftsführer Kaspar Pfister den Baustart für mehrere Bauprojekte verkündete, darunter auch das Sozial- und Gesundheitszentrum in Meßstetten. Unser Foto zeigt (von links): Rafael Mathis (Bürgermeister Biederbach), Karin Pfister-Lutz (Leiterin BeneVit Akademie), Kaspar Pfister (geschäftsführender Gesellschafter BeneVit Gruppe), Claudia Kanz (Prokuristin BeneVit-Gruppe), Ingo Hellstern (Erster Bürgermeister Bachhagel), Hans Kaltner, (Erster Bürgermeister Buttenwiesen), Tizian Pfister (Prokurist BeneVit-Gruppe), Frank Schroft (Bürgermeister Meßstetten), Karina Ruf (Erste Bürgermeisterin Gablingen).

Große Freude herrschte bei einigen Stadtoberhäuptern, nachdem BeneVit-Geschäftsführer Kaspar Pfister den Baustart für mehrere Bauprojekte verkündete, darunter auch das Sozial- und Gesundheitszentrum in Meßstetten. Unser Foto zeigt (von links): Rafael Mathis (Bürgermeister Biederbach), Karin Pfister-Lutz (Leiterin BeneVit-Akademie), Kaspar Pfister (geschäftsführender Gesellschafter BeneVit-Gruppe), Claudia Kanz (Prokuristin BeneVit-Gruppe), Ingo Hellstern (Erster Bürgermeister Bachhagel), Hans Kaltner, (Erster Bürgermeister Buttenwiesen), Tizian Pfister (Prokurist BeneVit-Gruppe), Frank Schroft (Bürgermeister Meßstetten), Karina Ruf (Erste Bürgermeisterin Gablingen).

Marc Wagener/BeneVit
  • BeneVit startet 2027 mit dem Bau eines Sozial- und Gesundheitszentrums in Meßstetten.
  • Das Konzept „Stambulant“ wird rechtssicher umsetzbar – die Handlungsempfehlungen sind angekündigt.
  • Geplant sind Pflege-WGs, Tagespflege, Sozialstation, Kita, barrierefreie Wohnungen, Apotheke und Praxen.
  • Investition rund 17 Millionen Euro, die Baugenehmigung liegt vor, die Stadt unterstützt das Vorhaben.
  • Das Projekt stockte wegen fehlender leistungsrechtlicher Grundlagen, nun gilt die Zeit des Wartens als vorbei.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

BeneVit-Gründer und Geschäftsführer Kaspar Pfister kündigte im Rahmen der Feierlichkeiten zum 20-jährigen Bestehen seines Unternehmens an, die noch ausstehenden Häuser für das Pflegekonzept „Stambulant“ zu bauen und nächstes Jahr in Meßstetten zu beginnen. Davor hatte die Staatssekretärin des Sozial- und Gesundheitsministeriums Baden-Württemberg, Petra Krebs, erklärt, dass man darauf gedrängt habe, dass „Stambulant“ in die Handlungsempfehlungen zu den Vertragsinhalten, die derzeit erarbeitet werden, aufgenommen wird. Dies habe der Vorsitzende des Spitzenverbandes der Kassen, Oliver Blatt, nun bestätigt. Somit könne das von BeneVit entwickelte Konzept ab 2027 rechtssicher umgesetzt werden.

Für Meßstetten bedeutet diese Ankündigung den Durchbruch für eines der größten sozialen Infrastrukturprojekte der vergangenen Jahrzehnte, teilt die Stadt in einer Pressemeldung mit. „Das ist eine großartige Nachricht für Meßstetten und den gesamten Großen Heuberg. Nach all den Jahren des Planens, Kämpfens, Hoffens und leider auch immer wieder Wartens haben wir jetzt eine klare Perspektive: Dieses so wichtige Projekt kommt“, erklärt Bürgermeister Frank Schroft, der von Pfisters Ankündigung aus erster Hand erfuhr.

Ein Projekt mit langer Vorgeschichte

Die ersten Weichen für das Projekt wurden im Frühjahr 2017 gestellt. Damals wandte sich der Heuberg-Schultes persönlich an BeneVit-Gründer Kaspar Pfister und brachte damit eine mögliche Zusammenarbeit ins Gespräch. Daraus entwickelte sich eine enge Zusammenarbeit mit dem Ziel, ein neues Sozial- und Gesundheitszentrum zu realisieren.

Das Vorhaben wurde seither weiterentwickelt und an Rahmenbedingungen angepasst. Die Stadt hat die notwendigen Voraussetzungen geschaffen, die Baugenehmigung liegt vor. Zuletzt waren es vor allem die fehlenden leistungsrechtlichen Rahmenbedingungen im entsprechenden Bundesgesetz für das von BeneVit entwickelte Pflegekonzept, die einer Umsetzung entgegenstanden. „Wir haben in Meßstetten unsere Hausaufgaben gemacht. Trotzdem mussten wir erleben, wie ein vollständig geplantes und dringend benötigtes Projekt über Jahre ausgebremst wurde, weil in Berlin die notwendigen Entscheidungen nicht getroffen wurden. Dass Kaspar Pfister jetzt sagt: ‚Wir bauen‘, ist deshalb weit mehr als eine gewöhnliche Investitionsentscheidung. Es ist ein starkes Zeichen für Verlässlichkeit und unternehmerischen Mut“, so Schroft.

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Das Modell verbindet Elemente ambulanter und stationärer Pflege und soll den Bewohnern ein möglichst selbstbestimmtes Leben ermöglichen. Die Vorteile des Modells lägen in einer individuell gestalteten Versorgung, mehr Selbstbestimmung für die Pflegebedürftigen und einem geringeren finanziellen Eigenanteil. Zugleich würden Pflegefachkräfte entlastet und könnten sich stärker auf ihre fachlichen Aufgaben konzentrieren.

Die Zeit des Wartens ist vorbei

„Die Bevölkerung braucht diese Dienstleistung. Deshalb wird 2027 mit dem Bau in Meßstetten begonnen – die Zeit des Wartens ist vorbei“, lässt sich Kaspar Pfister in der Mitteilung der Stadt zitieren. „Die Zusage der Staatssekretärin, dass das Konzept ‚Stambulant‘ in die Handlungsempfehlungen eingearbeitet und 2027 rechtssicher möglich sein wird, ist für den Baubeginn zwar nicht entscheidend, trotzdem eine sehr positive Nachricht“, sagt Kaspar Pfister.

Der Weg bis zu diesem Punkt war nicht nur planerisch, sondern auch politisch lang. Bürgermeister Schroft hat das Projekt und insbesondere die leistungsrechtliche Verankerung über Jahre immer wieder auf die bundespolitische Ebene getragen. Unzählige Male führte der Weg dafür nach Berlin. In zahlreichen Gesprächen wurde für das Modell geworben, auf bestehende Hürden hingewiesen und dafür gekämpft, dass „Stambulant“ trotz der langen Hängepartie nicht von der politischen Agenda verschwindet. Zudem gelang es, die gesetzliche Verankerung von „Stambulant“ im Koalitionsvertrag zu vereinbaren. Ebenso wurde es im Koalitionsvertrag der neuen grün-schwarzen Landesregierung aufgenommen.

Rund 17 Millionen Euro Investment

Das geplante Gesundheitszentrum geht über ein klassisches Pflegeheim hinaus. Vorgesehen sind 56 Pflegeplätze in vier Wohngemeinschaften, eine Tagespflege, die städtische Sozialstation, eine Kindertagesstätte, neun barrierefreie Wohnungen, eine Apotheke sowie vier Arztpraxen. Damit sollen an einem Standort Pflege, medizinische Versorgung, Wohnen, Betreuung und weitere soziale Infrastruktur verbunden werden. Das Investitionsvolumen liegt bei rund 17 Millionen Euro.

Die nun angekündigte Entscheidung ist für den Bürgermeister zugleich ein besonderer Vertrauensbeweis der BeneVit-Gruppe in den Standort Meßstetten. „Kaspar Pfister hätte in den vergangenen Jahren genügend Gründe gehabt, dieses Projekt aufzugeben. Er hat es nicht getan. Er hat an der Idee und an Meßstetten festgehalten. Kaspar Pfister hat Wort gehalten. Dafür bin ich ihm dankbar“, erklärt Schroft. Die Stadt werde nun gemeinsam mit BeneVit alles daransetzen, die Realisierung des Vorhabens bestmöglich zu unterstützen.