Gemeinderat hat entschieden
: Roland Schmidt ist Erster Beigeordneter Albstadts

Oberbürgermeister Roland Tralmer bekommt Unterstützung: Am Donnerstagabend (26. Juni 2025) wählte der Gemeinderat seinen Ersten Beigeordneten.
Von
Lea Irion,
Vera Bender
Albstadt
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Oberbürgermeister Roland Tralmer (links) gratuliert seinem Ersten Beigeordneten Roland Schmidt zur Wahl.

Oberbürgermeister Roland Tralmer (links) gratuliert seinem Ersten Beigeordneten Roland Schmidt zur Wahl.

Vera Bender
  • Roland Schmidt wurde mit 23:7 Stimmen zum Ersten Beigeordneten von Albstadt gewählt.
  • Er unterstützt Oberbürgermeister Roland Tralmer und bringt Erfahrung aus mehreren Städten mit.
  • Schmidts Frau, eine Ärztin, zieht mit nach Albstadt, was der Stadt auch eine Hausärztin bringt.
  • Fokus liegt auf nachhaltigem Bauen und sinnvoller Nutzung von Bestandsgebäuden.
  • Ziel: Herausforderungen gemeinsam lösen und Generationen etwas hinterlassen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Entscheidung fiel eindeutig aus: Mit 23 zu 7 Stimmen wurde Roland Schmidt am Donnerstagabend von Albstadts Gemeinderat zum Ersten Beigeordneten der Stadt gewählt. Damit unterstützt er künftig Oberbürgermeister Roland Tralmer, der sich über die Wahl sehr erfreut zeigte. Man habe „zwei hervorragende Vorstellungen gehört“, formulierte Tralmer, „ich hätte es beiden Kandidaten zugetraut“. Beide Kandidaten, das waren einerseits natürlich Schmidt, andererseits Axel Mayer, der im direkten Vergleich nun aber den Kürzeren zog.

Roland Schmidt, 55 Jahre alt, Vater zweier Söhne und Ehemann einer Allgemeinmedizinerin, ist in der Kommunalpolitik freilich kein Unbekannter. Seit Herbst vergangenen Jahres leitet er das Bauamt der oberbayerischen Gemeinde Gröbenzell nahe Fürstenfeldbruck, die rund 20.000 Einwohner zählt. Zuvor war er knapp drei Jahre als Stadtbaumeister in Bad Saulgau tätig, davor vier Jahre lang in gleicher Funktion in Gersthofen bei Augsburg.

Sein Weg in die Verwaltung führte ihn über ein Studium an der Technischen Universität Kaiserslautern. Auch für höhere politische Ämter zeigte Schmidt Ambitionen: Vor rund zwei Jahren bewarb er sich in Bad Saulgau auf das Amt des Bürgermeisters – unterlag jedoch seinem Gegenkandidaten. In der Folge verließ er die Stadt und trat seine neue Stelle in Gröbenzell an. Jetzt aber startet er in Albstadt durch – und das mit einem Schmankerl, wenn man so will: Die Stadt gewinnt hierdurch auch eine neue Hausärztin, da Schmidts Frau mit ihm hierherziehen werde.

„Den kommenden Generationen etwas hinterlassen“

Viel „Neugierde, Mut, Vertrauen und Tatkraft“ bringt Schmidt laut eigener Aussage mit. „Ich finde, das ist eine gute Basis, um die Stadt weiterzuentwickeln“, sagte er vor Albstadts Gremium. Angehen wolle er alles mit Bedacht und nachhaltigem Gedanken – etwa mit einem Fokus auf Neubauten und einem sinnvollen Umgang mit Bestandsgebäuden, wo es denn Sinn ergebe. Schmidt wisse, die Ausschreibungs- und Vergabepraxis sei „ein Monster“. Er sei dennoch zuversichtlich, dass man nicht billig bauen dürfe und sich am Markt vernünftig behaupten könnte.

Dass es nicht leicht werden wird, wisse er, sagte der 55-Jährige. Es gelte, auch schwierige Dinge gemeinsam zu lösen. „Es ist unsere Pflicht, den kommenden Generationen etwas zu hinterlassen.“