Für sicheren Radverkehr im Zollernalbkreis
: Polizei zieht Bilanz zu Aktionstag

Mit rund 140 Beamten hat sich das Polizeipräsidium Reutlingen am bundesweiten Aktionstag für Verkehrssicherheit beteiligt.
Von
swp
Zollernalbkreis
Jetzt in der App anhören
Fahrradweg: PRODUKTION - 19.03.2026, Hessen, Frankfurt/Main: Ein Fahrradfahrer fährt auf einem rot abgegrenzten Radweg mit Fahrrad-Piktogramm. (zu dpa: «Grüne wollen Radwege-Ausbau beschleunigen») Foto: Michael Brandt/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Die Verkehrssicherheit stand im Mittelpunkt des Aktionstages.

Michael Brandt/dpa
  • Aktionstag „sicher.mobil.leben“: Fokus auf Zweiradsicherheit in Reutlingen, Esslingen, Tübingen, Zollernalb.
  • Über 280 Radler kontrolliert, 76 beanstandet wegen Handy, Kopfhörer oder Mängeln am Rad.
  • Rund 100 E-Scooter überprüft, 34 beanstandet – teils ohne Versicherung oder auf Gehwegen.
  • Zwei Rollerfahrer und zwei Autofahrer waren berauscht unterwegs, es folgen Strafanzeigen.
  • Polizei setzt Kontrollen fort, da Unfälle mit Zweirädern zunehmen und schwere Folgen haben.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Der Schwerpunkt des Aktionstags „sicher.mobil.leben“ am 28. April lag in diesem Jahr auf der Sicherheit des Zweiradverkehrs. Dabei standen neben zahlreichen Gesprächen zu verkehrsgerechtem Verhalten auch Kontrollen von Radlern, Pedelecs, E-Scooter-Fahrern sowie Autofahrern im Fokus der Aktion, heißt es in der Pressemitteilung des Polizeipräsidiums, in dessen Zuständigkeitsbereich die Kreise Reutlingen, Esslingen, Tübingen und Zollernalbkreis fallen.

Von den mehr als 280 kontrollierten Radfahrern mussten rund ein Viertel (76) beanstandet werden, weil sie mit Kopfhörern oder dem Handy in der Hand auf dem Rad unterwegs waren, gekennzeichnete Radwege ignoriert hatten oder das Zweirad technische Mängel wie defekte Beleuchtungen, fehlende Klingeln oder Reflektoren aufwies. Zudem wurden auch rund 100 E-Scooter kontrolliert, von denen mit 34 etwa ein Drittel beanstandet werden musste, weil die Fahrzeuge nicht den erforderlichen Versicherungsschutz aufwiesen, die Fahrer auf Fußwegen, in Fußgängerzonen oder zu zweit auf dem Roller unterwegs waren.

Berauscht unterwegs

Zwei Rollerfahrer, die unter dem Einfluss berauschender Mittel oder alkoholisiert fuhren, sehen jetzt entsprechenden Strafanzeigen entgegen. Von den mehr als 150 kontrollierten Motorradfahrern und rund 170 Kraftfahrzeugfahrern wurden 100 beanstandet, weil sie auf Radverkehrsflächen hielten oder parkten, auf Fahrradstraßen unterwegs waren oder technische Veränderungen an den Motorrädern zum Erlöschen der Betriebserlaubnis führten. Zwei Autofahrer mussten aus dem Verkehr gezogen werden, weil auch sie alkoholisiert waren oder unter dem Einfluss berauschender Mittel standen.

Der Zweiradverkehr gewinnt durch die eingeleitete Mobilitätswende immer mehr an Bedeutung. Zweiräder sind flexibel nutzbar, umweltfreundlich und fester Bestandteil des Straßenverkehrs. „Leider schlägt sich die steigende Beliebtheit dieser Verkehrsmittel auch in der steigenden Anzahl der Verkehrsunfälle nieder, an denen Zweiradfahrer beteiligt sind“, so das Polizeipräsidium. Um diesem Trend entgegenzuwirken, werden die Kontrollen fortgesetzt.

Im Bereich des PP Reutlingen waren im Jahr 2025 bei insgesamt 2294 aufgenommenen Verkehrsunfällen mit der Beteiligung von Zweirädern 1897 Verkehrsunfälle mit Personenschaden. Dabei wurden 25 Zweiradnutzerinnen und -nutzer tödlich, 342 schwer und 1557 leicht verletzt. Erstmals waren beim Polizeipräsidium Reutlingen im vergangenen Jahr unter den tödlich verletzten Zweiradfahrern zwei E-Scooter-Fahrer zu verzeichnen.