Feuerwehr in Meßstetten: Der Funk wird digital

Die Technik wird auch bei der Feuerwehr Meßstetten moderner. Neben Drohnen gibt es jetzt neue digitale Funkgeräte, um auch weiterhin technisch auf Ballhöhe zu bleiben.
Stadt Meßstetten/Volker Bitzer- Feuerwehr Meßstetten erhält 68 neue Digitalfunkgeräte für 82.583 Euro.
- Digitalfunk verbessert Kommunikation, ersetzt störanfällige, alte Technik.
- Baden-Württemberg fördert Projekt mit 17.000 Euro.
- Analoger Funk wird langfristig eingestellt, alte Geräte nicht mehr nutzbar.
- Gemeinderat stimmte der Beschaffung einstimmig zu.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Sie sind immer da, wo es brennt. Zumindest nach hoffentlich kürzester Zeit: die Feuerwehr. Und dass die Brandbekämpfer ebenfalls ins digitale Zeitalter gehievt werden müssen, das ist relativ klar. So ist das auch in Meßstetten, wo man sich jetzt kürzlich mit der Beschaffung von neuen Digitalfunkgeräten beschäftigte. Laut Tobias Böttner vom Hauptamt sorgen die Handsprechfunkgeräte für den digitalen Zwei-Meter-Einsatzfunk für „eine Verbesserung der Kommunikation und Einsatzfähigkeit“ der Meßstetter Feuerwehr.
Und die Wehrleute haben noch etwas am Preis geschraubt und Einsparpotenzial entdeckt – denn ursprünglich hätte das Angebot der Firma „KTF Selectric“ bei etwas mehr als 86.000 Euro gelegen. Nun schwitzte man noch knappe 4000 Euro heraus. Ergo konnte die Vergabesumme auf 82.583 Euro reduziert werden, wie Böttner verkündete. Insgesamt werden 68 Funkgeräte inklusive Zubehör beschafft.
Einige Rückfragen aus dem Gremium
In der Folge gab es einige Rückfragen aus dem Gremium. Welche Vorteile denn die digitalen Geräte hätten, wollte Matthias Schwarz wissen. Der ebenfalls im Rat sitzende stellvertretende Gesamtkommandant Alexander Maurer konnte kraft Amtes direkt antworten. Er erklärte: „Wir sind im Moment mit steinalter Technik unterwegs, wir sind da nicht mehr auf dem Stand. Die Technik ist alt, störanfällig und teuer. Außerdem wird der analoge Funk irgendwann abgestellt“. Des Weiteren war natürlich die Überlegung, jetzt noch mögliche Fördermittel abzugreifen. Und das gelang auch, wie aus der Sitzungsvorlage zu entnehmen ist: 17.000 Euro gibt das Innenministerium von Baden-Württemberg dazu.
Alfred Sauter wollte geschäftstüchtig wissen, ob die alten Geräte denn eventuell noch weiterverwendet oder gar -verkauft werden könnten. Das verneinte Maurer, zumal man bis zur endgültigen Umstellung eine Weile zweigleisig fahren müsse beim Funk. „Da auf Sicht alle umstellen, gibt es keine wirkliche Möglichkeit zur Nachnutzung“, so der stellvertretende Kommandant. Jürgen Clesle äußerte dann noch seine Sorge, dass das Angebot zu hoch sein könnte, ob es da nicht günstigere Anbieter gebe. Man habe freilich verglichen, entgegnete Maurer, und alles sei im Rahmen. Zudem gebe es schlicht wenige Anbieter auf dem Markt. Jürgen Marienfeld sprang Maurer dann bei und meinte: „Die Feuerwehr guckt da schon, dass sie nicht über den Tisch gezogen werden.“ Mit diesem Schlusswort schritt das Gremium zur Abstimmung. Der Beschluss, die Digitalfunkgeräte für 82.583 Euro zu erstehen, fiel am Ende einstimmig.
