Großeinsatz in Tailfingen: Brand in ehemaliger Fabrik – nun ermittelt die Polizei

Der brennende Unrat konnte zügig gelöscht werden, die Nachlöscharbeiten zogen sich jedoch bis in die Dunkelheit hinein.
Jannik Nölke (janö)- Großbrand in leerstehender Fabrik in Albstadt-Tailfingen – Polizei ermittelt Brandursache.
- Rund 90 Einsatzkräfte im Einsatz – Feuerwehrmann kollabierte, kam ins Krankenhaus.
- Feuer beschränkte sich auf Unrat im dritten Stock, „Selbstentzündung“ ausgeschlossen.
- Lösch- und Nacharbeiten dauerten bis in die Nacht – Straße komplett gesperrt.
- Oberbürgermeister lobt schnelle und professionelle Reaktion der Feuerwehr.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Kurz nach 19.30 Uhr ging bei der Leitstelle die Meldung ein, dass es in einem ehemaligen Fabrikgebäude in Albstadt-Tailfingen brenne. Schnell war der erste Löschzug der Feuerwehr-Abteilung Tailfingen vor Ort. Die Tailfinger Wehrleute haben traditionell am letzten Samstag vor den Sommerferien mit Freunden und Familie gemeinsam im Gerätehaus gegrillt – und hatten daher einen zeitlichen Vorsprung.
„Selbstentzündung“ ausgeschlossen
Vor Ort eingetroffen, sei laut Einsatzleiter Thomas Daus bereits Rauch aus dem Gebäude gedrungen. Wie sich später herausstellte, brannte im dritten Stock Unrat. Wie dieser Feuer fangen konnte, wird Gegenstand polizeilicher Ermittlungen sein, weiß Daus. Strom und Gas wurden vor einiger Zeit abgestellt, bewohnt ist das Gebäude auch nicht – und „Selbstenzündung“ schließe er aus. Der Sachschaden am Gebäude kann bislang nicht beziffert werden. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zur Brandursache und den bislang unbekannten Tätern aufgenommen, meldete die Polizei am Sonntag in einer Mitteilung.
Um das recht große Gebäude – offiziell eine „Aneinanderreihung mehrerer Bauwerke“ – schnell unter Kontrolle zu bekommen und die verwinkelten Räume nach Personen zu durchsuchen, wurde zunächst die Abteilung Onstmettingen, dann die Abteilung Pfeffingen mit einem Hilfeleistungs-Löschfahrzeug (kurz „HLF“) alarmiert. Außerdem wurde ein weiterer Löschzug – zwei Löschfahrzeuge und eine Drehleiter – aus Ebingen nachgefordert.
Feuerwehrmann musste von Kameraden gerettet werden
„Wir haben von außen über die Drehleitern den Löschangriff gestartet, während im Gebäude mehrere Trupps nach Personen suchten“, erklärt Daus. Die Abteilung Onstmettingen habe sich mit Leitern einen Zutritt zur Gebäuderückseite verschafft, wo sie ebenfalls die Räume durchsuchten. Personen befanden sich demnach keine mehr in der Fabrik, medizinische Hilfe benötigte aber ein Feuerwehrmann. Er war – so Daus – wohl aufgrund von Hitze und erschwerten Bedingungen unter Pressluft-Atemgerät kollabiert und musste von den Kameraden gerettet werden. Er kam zur Kontrolle mit dem Rettungswagen der Malteser ins Krankenhaus.
Lob kommt vom Oberbürgermeister
Der brennende Unrat konnte zügig gelöscht werden, die Nachlöscharbeiten zogen sich jedoch bis in die Dunkelheit hinein. Die Hechinger Straße war für die Dauer des Einsatzes voll gesperrt. Neben rund 70 Einsatzkräften der Feuerwehr waren auch 15 Retter des DRK und der Malteser im Einsatz. Kreisbrandmeister Sven Röger, DRK-Kreisvorsitzender Heiko Lebherz und auch Oberbürgermeister Roland Tralmer sowie Erster Bürgermeister Steve Mall waren an die Einsatzstelle gekommen. Letztere beiden waren auch im Gerätehaus der Abteilung Tailfingen zu Gast. Tralmer lobte das professionelle Verhalten der Wehrleute. „Wir saßen beim Essen als der Alarm kam und alle sind ohne zu zögern und dennoch völlig koordiniert aufgesprungen und in den Einsatz“, schildert er. „Darauf können wir stolz sein.“
