Fels stürzt auf L 433: Meßstetter Steige bleibt gesperrt
Rund vier bis fünf Kubikmeter Gesteinsmaterial lösten sich am Sonntag gegen 17 Uhr von einer Felswand und stürzten auf die Landesstraße 433 zwischen Albstadt–Ebingen und Meßstetten, erklärt Steffen Maier, Pressesprecher des Landratsamts. Personen kamen nicht zu Schaden, doch die Menge, die in der Nähe des Wanderparkplatzes von der Fahrbahn geräumt werden muss, ist beträchtlich. Und vor allem muss nun die Gefahr weiterer Steinschläge gebannt werden.
Warmes Wetter könnte Ursache sein
Das Felsmaterial wurde beim Sturz größtenteils zertrümmert. Die massivsten Brocken, die beim Aufprall nicht zerfallen sind, waren etwa so groß wie ein Medizinball. Aus welcher Höhe die Gesteinsmengen heruntergefallen sind, ist noch unklar, sagt Maier.
Auch zur Ursache konnte der Pressesprecher noch keine genaueren Angaben machen. Möglicherweise haben die milden Temperaturen der vergangenen Tage das Eis, das Gesteinsformationen wie ein Kleber zusammenhalten kann, zum Schmelzen gebracht, wodurch sich das Felsmaterial gelöst habe, so Maier.
Leitplanke beschädigt
Der materielle Schaden sei derweil überschaubar, sagt Maier. An der Landesstraße seien durch den Felssturz ein Zaun und die Leitplanke auf der gegenüberliegenden Seite des Hangs beschädigt worden.
Autofahrer müssen sich in den kommenden Tagen erstmal auf Umwege einstellen. Die Räumarbeiten und die Untersuchung des Hangs werden jedenfalls nun doch etwas länger dauern. Am Sonntag hatte die Kreisbehörde in ihrer Mitteilung noch von einer Sperrung bis Montagmittag gesprochen.
Nach derzeitigem Stand bleibt die Landesstraße mindestens bis Donnerstag gesperrt, voraussichtlich aber bis zum Ende der Woche, so der Pressesprecher des Landratsamts. Denn in den kommenden Tagen wird der Hang von einer Fachfirma abgeräumt: lockeres Gesteinsmaterial, das sich leicht lösen und auf die Fahrbahn fallen könnte, wird dabei entfernt. „Das dauert eben seine Weile“, so Maier. Gerade auch, weil der betroffene Hangabschnitt nicht gerade klein ist.
Größere Maßnahme nötig?
Bereits am Montag machte sich ein Geologe vom Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau des Regierungspräsidiums Freiburg ein Bild von der Lage vor Ort. Bei der Hangräumung in den kommenden Tagen soll auch untersucht werden, ob eine größere Maßnahme zur Hangsicherung notwendig sein wird.
Ein ähnlicher Fall ereignete sich am Sonntagabend, 10. Dezember, in Blaustein im Alb–Donau–Kreis: Ein großer Felsbrocken stürzte auf eine Straße und krachte gegen ein fahrendes Auto:



