Defibrillatoren in Albstadt
: 7500 Euro für drei Lebensretter – „Das Projekt wurde sehr gut aufgenommen“

Über 7500 Euro haben Firmen, Vereine und Privatleute für das Margrethausener Defi-Projekt gespendet. Drei Geräte sind bereits bestellt. Geplant ist ein Benefizkonzert.
Von
Benjamin Roth
Albstadt
Jetzt in der App anhören
Ein Defibrillator kann Leben retten.

Defibrillatoren können Leben retten – künftig auch im Albstädter Stadtteil Margrethausen.

Peter Kneffel/dpa (Symbolfoto)
  • Margrethausen erhält drei Defibrillatoren – rund 7500 Euro Spenden machen die Bestellung möglich.
  • Geräte kommen an Industriegebiet, Festhalle und Margretwerk. Sie sind vollautomatisch und laientauglich.
  • Ein viertes Gerät ist geplant, der Sport- und Jugendzeltplatz soll über Landesförderung abgedeckt werden.
  • Benefizkonzert am Sonntag, 15. November, 17 Uhr in St. Margareta. Eintritt frei, Gospelchor Open Hearts.
  • Schulungen laufen: Eine Infoveranstaltung mit dem DRK fand im September statt, weitere sind angekündigt.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

In einer Ortschaftsratssitzung im Frühjahr haben Irina Daiber und Verena Schöller ihr Defi-Projekt für Margrethausen vorgestellt. Ihr Ziel damals: Spenden sammeln, um drei Defibrillatoren im Ort installieren zu können und so die Erstversorgung bei medizinischen Notfällen zu verbessern.

In der Zwischenzeit zeigt sich: Die Aktion ist ein großer Erfolg. Wie Irina Daiber im Gespräch berichtet, seien bereits rund 7500 Euro an Spendengeldern für das Projekt zusammengekommen. „Die Defibrillatoren sind bestellt.“ Dass die Aktion eine solch große Unterstützung erfährt, hat sie selbst überrascht: „Das Projekt wurde im Ort definitiv gut aufgenommen. Wir haben sehr engagierte Firmen, Vereine und Privatpersonen, die gespendet haben.“

Herzrhythmus wiederherstellen

Die Geräte sollen an drei unterschiedlichen Standorten in dem Albstädter Stadtteil angebracht werden. Einer im Industriegebiet, ein weiterer im Bereich der Festhalle sowie einer am Margretwerk. Bestellt worden seien indes vollautomatische Defibrillatoren. Bei diesen löst das Gerät selbst den sogenannten „Schock“ aus; bei halbautomatischen Geräten müsste der Anwender per Knopfdruck den „Schock“ abgeben.

Grundsätzlich sind die medizinischen Geräte dazu da, um bei Herzstillständen durch gezielte Stromstöße den normalen Herzrhythmus wiederherzustellen. Mittels Sprachanweisungen sind diese recht einfach auch von Laien zu bedienen. Bisher gibt es in Margrethausen keine öffentlich zugänglichen Defibrillatoren.

Region Neckar-Alb

Alles Wichtige aus der Region Neckar-Alb.

Narrenzunft ist Partner

Wie Irina Daiber weiter ausführt, soll in Zukunft noch ein viertes Gerät angeschafft werden, um den Bereich beim Sport- und Jugendzeltplatz abzudecken. Jenes Gerät soll jedoch über eine Förderung des Landes bezuschusst werden. Als Kooperationspartner für Verena Schöller und Irina Daiber fungiert die Margrethausener Narrenzunft „Runkelriabaweible“, die auch Inhaber des Spendenkontos ist. Die Zusammenarbeit sei unkompliziert angelaufen, weshalb Daiber aufseiten der „Runkelriabaweible“ Frank Löffler und Jannick Haug besonders dankt. Unterstützt habe sie im gesamten Prozess auch der Pfeffinger Arzt Krischan Spengler, der seine Erfahrungen aus einem ähnlichen Projekt im Nachbarort eingebracht hat.

Nun sind die Geräte zwar bestellt, diese bedürfen neben der Anschaffung jedoch auch einer regelmäßigen Wartung, weshalb fortwährend Spendengelder nötig sind. Daher sind die Initiatoren der Aktion weiter umtriebig und haben bereits ein Benefizkonzert zugunsten des Defi-Projekts organisiert. Dieses findet am Sonntag, 15. November, ab 17 Uhr in der Kirche St. Margareta in Margrethausen statt. Musikalisch begleiten wird die Veranstaltung der Gospelchor Open Hearts. Gesungen werden Lieder, die zum Volkstrauertag passen. Das Konzert soll an Verstorbene erinnern und dankbar sein lassen für die Menschen, die noch da sind. Der Eintritt ist frei.

Margrethausener schulen

Wichtig ist den Organisatoren auch, dass die Margrethausener den Umgang mit den Defibrillatoren beherrschen und im Notfall keine Hemmnisse haben, diese zu benutzen. Daher kündigt Irina Daiber weitere Infoveranstaltungen an. Eine solche hat bereits im September mit dem DRK stattgefunden. Das Projekt zeigt erneut, was mit sozialem Engagement bewegt werden kann.