Busverkehr in der Region
: Verdi kündigt zweitägige Warnstreiks an

Fahrgäste müssen in der Region mit Ausfällen und Verzögerungen rechnen. Am Dienstag und Mittwoch wird gestreikt.
Von
swp
Zollernalbkreis
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Die Gewerkschaft Verdi kündigt Warnstreiks an.

Maik Wilke
  • Verdi kündigt zweitägige Warnstreiks im privaten Omnibusgewerbe an.
  • Warnstreiks finden am Dienstag und Mittwoch statt, u.a. bei Maas Reisen in Balingen.
  • Verdi fordert neun Prozent mehr Lohn und 100 Euro monatlich mehr für Auszubildende.
  • Arbeitgeber bieten nur Inflationsausgleich und betriebliche Altersversorgung an.
  • Starke Ausfälle erwartet, u.a. in Esslingen, Rottenburg und Tübingen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Gewerkschaft Verdi (Bezirk Fils-Neckar-Alb) kündigte am Sonntag in einer Pressemitteilung an, dass es im privaten Omnibusgewerbe zu Warnstreiks kommen werde. Zu den betroffenen Unternehmen soll auch Maas Reisen in Balingen gehören.

Bereits nach der ergebnislosen zweiten Verhandlungsrunde am Mittwoch hatte Verdi angekündigt, die Warnstreiks in Baden-Württemberg fortzusetzen. In über 30 Betrieben wird in der kommenden Woche am Dienstag und Mittwoch zweitägig die Arbeit erneut niedergelegt. Damit wolle die Gewerkschaft erreichen, dass die Arbeitgeber in der dritten Runde am 31. Januar ein deutlich verbessertes Angebot abgeben, heißt es weiter in der Mitteilung.

Bereits am 9. und 10. Januar hatten sich 2000 Beschäftigte an ersten Warnstreiks in rund 30 Betrieben beteiligt. Verdi rechnet auch in der kommenden Woche mit erheblichen Ausfällen in allen bestreikten Betrieben.

Forderung: Neun Prozent mehr

„Ein funktionierender und starker ÖPNV ist das Rückgrat der kommunalen Infrastruktur. Auch wenn wir in den letzten Jahren die Arbeitsbedingungen der Fahrerinnen und Fahrer bereits verbessern konnten, braucht es dringend weitere Schritte, insbesondere bei der Bezahlung, um die immer noch klaffende Fachkräftelücke zu schließen. Dafür setzen wir uns mit dem notwendigen Druck ein“, wird Verdi-Verhandlungsführer Jan Bleckert in dem Schreiben zitiert.

Verdi fordert für die rund 9000 Beschäftigten unter anderem neun Prozent mehr Entgelt sowie 100 Euro mehr im Monat für die Auszubildenden bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Laut Verdi seien die Arbeitgeber bisher lediglich bereit, die Inflation bei einer Laufzeit von zwei Jahren auszugleichen und über eine betriebliche Altersversorgung zu reden. „Eine echte Verbesserung der Arbeitsbedingungen lehnen sie ebenso kategorisch ab, wie zusätzliche freie Tage für Gewerkschaftsmitglieder“, so der Vorwurf von Seiten der Gewerkschaft.

Neben Balingen werden auch beispielsweise Betriebe in Esslingen, Rottenburg und vor allem in Tübingen bestreikt.