Bürgerhaus in Albstadt: Schäden am Bürgerhaus Burgfelden sind fast alle behoben

Das sanierte Bürgerhaus Burgfelden mit Ortsvorsteher Johannes Burkhardt.⇥
Horst SchweizerMir als Ortsvorsteher und dem Ortschaftsrat ist das Bürgerhaus sehr wichtig und eine Wertschätzung für die Bürger, die es in den 1980er–Jahren für den Ort und die Stadt hergerichtet haben“, so das klare Bekenntnis zu dem schmucken Gebäude von Ortsvorsteher Johannes Burkhardt.
Bürgerhaus stammt aus den 1980er–Jahren
Seit langem war bekannt, dass die Schäden am Bürgerhaus nur durch entsprechende Maßnahmen wieder reparabel waren. Darüber wurde der Ortschaftsrat in seiner Januar–Sitzung von Baubürgermeister Udo Hollauer informiert. Er stellte dem Gremium die durch einen CAD–Scan erfolgte Schadensdokumentation der Holzkonstruktion vor und erläuterte die weitere Vorgehensweise.
Aufgenommen wurde in der zweiten Jahreshälfte 2022 der aktuelle Zustand des gesamten Gebäudes. Ebenso erfolgte eine digitale Vermessung durch die Firma Pius Luib, Zimmerei, Schreinerei und Restaurator im Zimmerhandwerk aus Bad Saulgau. Gerade diese Vermessung habe gezeigt, so Udo Hollauer, „dass nicht alles gerade und stimmig ist und uns so aufgezeigt wurde, wo die Knackpunkte sind“.
Teils abgefaulte Balken
An der Holztragewerkkonstruktion des Dachgebälks wurde festgestellt, dass verzapfte Kopfbänder teils abgefault sind oder einst an dem Ökonomiegebäude nicht so ausgeführt wurden wie es hätte sein sollen. Zudem gab es Ritzschäden durch Holz zerstörende Insekten. Auch sei sichtbar geworden, dass früher an einigen Sparren der Dachkonstruktion Schäden mit Brettern einigermaßen, aber unfachmännisch, repariert wurden.
Die größten Schäden an der sichtbaren Fachwerkkonstruktion des Gebäudes waren im unteren Bereich neben der Eingangstüre sowie am Nordgiebel festgestellt worden. Vor allem die unteren Schwellenhölzer und andere tragende Holzwerkteile mussten ganz ausgetauscht werden.
150.000 Euro wurden veranschlagt
Für die gesamte Maßnahme wurden rund 150 000 Euro veranschlagt. Die Arbeiten waren ausgeschrieben, im diesjährigen städtischen Haushalt dafür 100 000 Euro eingestellt. Die Zimmerei Schlude aus Heinstetten als billigste Bieterin begann mit den Innenarbeiten im Dachbereich. Dafür musste im Giebel Richtung Backhäusle eine Lücke geschaffen werden, durch welche das gesamte Holz, rund vier Kubikmeter, in das Dachgeschoss gelangen konnte.
Für die Arbeiten der Zimmerleute an der Fassade am Nordgiebel musste das Bürgerhaus zur Sicherheit abgestützt und durch Balken gesichert werden. Das kaputte Holz wurde ausgestemmt oder zurückgeschnitten und durch neues Holz, auch Passhölzer, ersetzt.
In dem arg maroden Schwellenbereich wurden Eichenbalken eingesetzt, auch wegen deren Härte und höherer Tragkraft. Im Bereich des ersten und zweiten Stockwerkes kam Fichtenholz zum Einsatz. Für das nun wieder entstandene einheitliche Bild musste das neue Holz angebürstet oder mit einer Stahlwalze bearbeitet werden. Einfach unschön zu machen, um dieses dem bisherigen Holz anzupassen.
Danach wurden die Putzkissen ausgebessert und, wie das gesamte Fachwerk und die Fenster, im Zuge der Malerarbeiten neu gestrichen. Die Fensterläden wurden komplett erneuert. Um die Dachgauben zu streichen, musste das Gerüst auf der Vorderseite als weitere Maßnahme nach außen versetzt werden.
Letzter Feinschliff im neuen Jahr
Im neuen Jahr soll am Giebel auf der Südwestseite der Putz und das rückseitige Kastengesims ausgebessert werden, so Ortsvorsteher Johannes Burkhardt. Rund 15 000 Euro werde diese Maßnahme noch kosten. „Unser großer Dank für die Durchführung der gesamten Maßnahme gilt dem Hochbauamt und dem Bauleiter“, so Burkhardt.
Der sich zugleich richtig glücklich zeigte, dass die Ferienwohnung im Bürgerhaus, die einzige städtische überhaupt, sehr gut angenommen werde. „Dafür bekommen wir sehr viele Anfragen in diesem nun wieder schmucken Bürgerhaus“.
