Bluttat in Lautlingen: Tote in Albstadt – Polizei ermittelt zu Hintergründen

Großalarm in Albstadt-Lautlingen
David Pichler/Südwestdeutsches Mediennetzwerk/dpaNach der Gewalttat im schwäbischen Albstadt mit drei Toten und zwei Verletzten dauern die Ermittlungen der Polizei an. Insbesondere der genaue Ablauf des Geschehens sowie die Hintergründe der Tat sind noch unklar. Auch zum Motiv des mutmaßlichen Täters gebe es noch keine Hinweise, hieß es von den Ermittlern. Auf Nachfrage der SÜDWEST PRESSE hieß es am Morgen, die Ermittlungen laufen auf Hochtouren.
Der Mann war nach Angaben von Polizei und Staatsanwaltschaft ein 63-jähriger Deutscher. Es deutete sich zuletzt an, woher er die Tatwaffe gehabt haben könnte: Er war Jäger. Ob die bei der Tat verwendete Schusswaffe zu den Waffen gehörte, die er im Rahmen seiner Jagdausübung legal besessen habe, sei Teil der Ermittlungen, hieß es.
Polizei rückt nach Schüssen mit Großaufgebot aus
Am Sonntag (14.07.2024) waren in einem Wohngebiet von Albstadt Schüsse gefallen. Nach Notrufen rückte die Polizei zu einem Großeinsatz aus, auch Spezialkräfte waren vor Ort. Dort entdeckten sie die Toten und Schwerverletzten.
Bei den Toten handelt es sich nach Angaben von Staatsanwaltschaft und Polizei um zwei Männer und eine Frau. Unter ihnen war auch der mutmaßliche Täter. Die zwei Verletzten waren Frauen. Sie erlitten Schusswunden und kamen mit Rettungshubschaubern in Kliniken. Ihr genauer Gesundheitszustand war zuletzt unklar.
Mutmaßlicher Täter unter den Toten
Ersten Erkenntnissen zufolge handelte es sich nicht um einen Amoklauf. Die Ermittler gehen vielmehr von einer familieninternen Tat aus. Hinweise auf eine Beteiligung Dritter lägen nicht vor. Wie Staatsanwaltschaft und Polizei mitteilten, handelte es sich bei zwei Todesopfern um einen 24-Jährigen und eine 84 Jahre alte Frau.
Die angeschossenen Frauen waren 26 und 59 Jahre alt. Den mutmaßlichen Täter fanden Beamte tot im Garten des Wohnhauses. Die Tatwaffe wurde sichergestellt.
Mehrere Medien berichten übereinstimmend, dass es sich bei den Toten um die Mutter und den Sohn des Täters handelte, bei den Schwerverletzten um die Ehefrau und die Tochter des 63-Jährigen. Das 24-jährige Todesopfer ist demnach der FDP-Politiker Felix Gminder, der auch zur Europawahl nominiert gewesen sei. Auf dem Instagram-Account Gminders gibt es bereits zahlreiche Beileidsbekundungen.
Die baden-württembergische FDP verabschiedete sich in einer Instagram-Story von Gminder. Man werde ihn unfassbar vermissen, so die Partei. „Unsere Trauer ist tief und unsere Herzen sind schwer. Ruhe in Frieden, Felix“, schrieb sie.

Die FDP Baden-Württemberg äußerte sich auf Instagram zum Tod ihres Mitglieds.
Screenshots InstagramHilfe bei negativen Gedanken und Depression
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Mit Material von dpa.












