Biotopverbund in Albstadt
: Daiber, Nabu und Stadt starten Naturschutzprojekt im Tailfinger Buchtal

Gemeinsam mit der Nabu-Gruppe Albstadt und der Stadt Albstadt unterstützt die Gustav Daiber GmbH das Naturschutzprojekt „Wildobst für die Streuobstwiese, Unter Nank“ zur Stärkung des Biotopverbunds Albstadt.
Von
red/ber
Albstadt
Jetzt in der App anhören
Katrin Götzelmann (Projektmanagement Daiber), Christoph Kunze (Geschäftsführer Daiber), Axel Mayer (Leiter Stadtplanungsamt), Mathias Stauss (Vorstand NABU), Johannes Luipold (Stadtplanungsamt), Ellen Köhler (Vorstand NABU), Roland Schmidt (Erster Bürgermeister), Kai Gminder (Geschäftsführer Daiber), Anne Buhl (Umweltamt), Mathias Frankenberg (Erster Landesbeamter) und Luca Leicht (Umweltamt).

Das Projekt „Wildobst für die Streuobstwiese, Unter Nank“ ist eingeläutet (von links): Katrin Götzelmann (Projektmanagement Daiber), Christoph Kunze (Geschäftsführer Daiber), Axel Mayer (Leiter Stadtplanungsamt), Mathias Stauss (Vorstand NABU), Johannes Luipold (Stadtplanungsamt), Ellen Köhler (Vorstand NABU), Roland Schmidt (Erster Bürgermeister), Kai Gminder (Geschäftsführer Daiber), Anne Buhl (Umweltamt), Mathias Frankenberg (Erster Landesbeamter) und Luca Leicht (Umweltamt).

Daiber
  • Daiber, Nabu und Stadt Albstadt starten „Wildobst für die Streuobstwiese, Unter Nank“.
  • Daiber fördert mit 25.000 Euro über fünf Jahre – Projekt läuft bis 2030.
  • Fläche „Unter Nank“ im Tailfinger Buchtal umfasst 27.500 qm und gehört zum Biotopverbund.
  • Ziel ist der Erhalt von Streuobstbeständen und mehr Lebensraum durch heimische Wildobstbäume.
  • Mitarbeitende helfen bei Aktionen in Arbeitszeit; über 100 Pflanzungen sind vorgesehen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Seit mehr als 100 Jahren ist die Gustav Daiber GmbH auf der Schwäbischen Alb beheimatet. Aus der Verbundenheit zur Region engagiert sich Daiber bereits seit 2021 gemeinsam mit dem Naturschutzbund (Nabu) in verschiedenen Natur- und Umweltprojekten. Mit dem jüngsten offiziellen Start des Projekts „Wildobst für die Streuobstwiese, Unter Nank“, welches bis 2030 andauern soll, wird diese Zusammenarbeit langfristig ausgebaut. Darüber informiert das Unternehmen in einer Pressemitteilung.

„Die Schwäbische Alb ist für uns nicht nur ein Standort, sondern ein Stück Heimat“, erklärt Kai Gminder, Geschäftsführer der Gustav Daiber GmbH, der das Unternehmen in vierter Familiengeneration mit Christof Kunze leitet. „Wir möchten Verantwortung für die Region übernehmen und dort unterstützen, wo wir langfristig etwas bewirken können. Mit unserer Zusage von insgesamt 25.000 Euro über fünf Jahre schaffen wir Planungssicherheit für den Biotopverbund Albstadt und stärken gleichzeitig die Zusammenarbeit mit unseren langjährigen Partnern.“

Gebiet umfasst 27.500 Quadratmeter

Das Projektgebiet „Unter Nank“ im Buchtal in Tailfingen umfasst rund 27.500 Quadratmeter und zählt zu den größten Flächen innerhalb des Albstädter Biotopverbunds. Ziel ist es, bestehende Streuobstbestände langfristig zu erhalten, Lebensräume für heimische Tier- und Pflanzenarten zu stärken und die ökologische Vernetzung in der Region auszubauen. Dafür werden unter anderem gezielt heimische Wildobstbäume wie Mehlbeeren, Elsbeeren, Vogelkirschen und Wildbirnen ergänzt und weitere Maßnahmen zur Aufwertung der Fläche umgesetzt.

Bereits im März dieses Jahres wurden erste vorbereitende Maßnahmen umgesetzt. Zudem finden seit März und bis August 2026 Kartierungen und Begehungen statt, welche die Grundlage für die weitere Entwicklung des Projekts bilden.

Mitarbeiter werden beteiligt

Neben dem Naturschutzgedanken verfolgt Daiber mit dem Projekt auch das Ziel, die eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für einen verantwortungsvollen Umgang mit Natur und Umwelt zu sensibilisieren und aktiv zu beteiligen, wie es in der Mitteilung weiter heißt. Regelmäßige Mitmachaktionen verbinden Umweltbewusstsein mit Teambuilding und schaffen die Möglichkeit, sich abteilungsübergreifend gemeinsam für die Region zu engagieren. Daiber ermöglicht seinen Beschäftigten Einsätze gezielt in der regulären Arbeitszeit. Für September 2026 sei ein gemeinsamer Einsatz mit dem Nabu geplant. Dabei sollen 20 heimische Wildobstbäume in den bestehenden Streuobstbestand integriert werden. Insgesamt sind über die Projektlaufzeit hinweg über 100 Baumpflanzungen mit heimischen Wildobstarten vorgesehen.

Daiber engagiert sich mit der NABU-Gruppe Albstadt sowie der Stadtverwaltung für eine Streuobstfläche im Tailfinger Buchtal.

Daiber engagiert sich mit der Nabu-Gruppe Albstadt sowie der Stadtverwaltung für eine Streuobstfläche im Tailfinger Buchtal.

Daiber

Das auf fünf Jahre angelegte Projekt zeige beispielhaft, wie Wirtschaft, Naturschutz und öffentliche Hand gemeinsam Verantwortung übernehmen können. Während Daiber als Initiator und Förderer die langfristige Finanzierung sicher- und personelle Unterstützung bereitstellt, sorgt der Nabu mit seiner fachlichen Expertise dafür, dass das Projekt ökologisch sinnvoll sowie wirksam ist und fungiert ehrenamtlich als Bindeglied zwischen allen Beteiligten. Die Stadt Albstadt unterstützt das Vorhaben durch die Bereitstellung der Flächen sowie durch die Begleitung von Genehmigungs- und Verwaltungsprozessen.

Albstadt ist Modellgemeinde

Dabei nimmt Albstadt eine Vorreiterrolle im Bereich Biotopverbund ein: Bereits 2015 bewarb sich Albstadt als Modellgemeinde, 2018 war die Biotopverbundplanung abgeschlossen. Mit dem Projekt im Buchtal wird nun eine weitere Fläche ökologisch aufgewertet und zugleich für Bürgerinnen und Bürger erlebbar gemacht.

Langfristig soll die Fläche nicht nur einen Beitrag zur Förderung der Biodiversität leisten, sondern auch Natur erlebbar machen – mit Respekt vor den Rückzugsorten der Tiere und im Einklang mit der Landschaft. So ist die Anlage mit Naturerlebniselementen wie Steinriegeln, Benjeshecken sowie dem Aufhängen von Quartier- und Nistkästen geplant, um einen Erlebnisraum für Besucher zu schaffen und ihnen einen achtsamen Zugang zur Natur zu ermöglichen. Erste Ideen eines Naturerlebnis- oder Lehrpfads werden bereits gemeinsam mit den Projektpartnern diskutiert.