Die Verbandsversammlung „Interkommunaler Industrie- und Gewerbepark Zollernalb“ (IIGP) hat eine Investitionsumlage beschlossen – als eine zweite Säule  zur Finanzierung von Investitionen neben der Möglichkeit der Verschuldung. Außerdem sollen die öffentlichen Bekanntmachungen vereinfacht werden. Künftig soll dies im Staatsanzeiger Baden-Württemberg erfolgen. Die fünf Kommunen Albstadt, Balingen, Meßstetten, Nusplingen und Obernheim haben sich zu dem Zweckverband zusammengeschlossen – zur Nachnutzung des ehemaligen Bundeswehrgeländes auf dem Geißbühl bei Meßstetten.

Zweckverband plant Biogasanlage

Der Haushaltsplan 2023 stellt weiterhin einen „Rumpfhaushalt“ dar, da eine Kostenprognose hinsichtlich der Grunderwerbsverhandlungen mit der BImA (Bundesanstalt für Immobilienaufgaben) derzeit nicht erfolgen könne, steht im Kurzbericht zur jüngsten Verbandssitzung. Daher sei es besonders wichtig, sowohl die planungsrechtlichen Voraussetzungen als auch die Grundstücksverhandlungen erfolgreich abzuschließen, sodass eine künftige Erschließung und die damit verbundene Vermarktung des Industrie- und Gewerbeparks beginnen kann.  An Umlagezahlungen von den Verbandsmitgliedern sind insgesamt 294 000 Euro für das laufende Jahr vorgesehen. Konkrete Haushaltsansätze für den notwendigen Grunderwerb könnten mit einem Nachtragshaushalt abgebildet werden.

Zu nahe am Wald

Zum Thema Stellungnahmen im Bauleitverfahren wurde bekannt gegeben, dass laut der Forstdirektion des Regierungspräsidiums Freiburg die Problematik bestehe, dass einige
Bestandsgebäude den notwendigen Abstand zur Waldgrenze von 30 Metern nicht einhalten würden. Auch diese Problemstellung werde geklärt. Ein Fachbüro sei mit der Prüfung des Knotenpunktes L433 beauftragt worden.
Thema Grunderwerb: Die Gutachterstelle, mit der bisher die Grunderwerbsverhandlungen geführt wurden, sei für die Wertermittlung der Liegenschaft zuständig. Aufgrund des neuen Ansatzes, gut erhaltene Bestandsgebäude weiterzunutzen, werde der Preis höher liegen als ursprünglich gedacht.
Thema Energiegewinnung: Die MVV Energie AG plane auf dem Gelände eine Vergärungsanlage für  rund 33 000 Bioabfall im Jahr. Der Bioabfall solle voraussichtlich aus den Landkreisen Reutlingen, Tübingen und Zollernalb nach Meßstetten geliefert werden. Die Anlage könne in Vollauslastung rund 21 000 MWh/Jahr produzieren. 1200 Haushalte könnten so mit Bioerdgas versorgt werden.