Bildung in Albstadt: Lammerberg-Sporthalle ist noch nicht beschlossen

Hier hätte die Lammerberg-Realschule in Tailfingen entstehen sollen.
Benjamin Roth- In Tailfingen ist der Bau einer neuen Schulsporthalle geplant – der Standort ist offen.
- Der Gemeinderat beauftragte im Oktober 2025 die Verwaltung mit der Standortsuche.
- Ein Ratsbeschluss für eine Zweifeldsporthalle auf dem Lammerberg existiert nicht.
- Neun Millionen Euro nannte der Erste Bürgermeister als mögliche Summe, nicht als Beschluss.
- Albstadt diskutiert die Neustruktur der Bildungslandschaft, Entscheidungen stehen noch aus.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Im Artikel vom vergangenen Freitag (26. Juni 2026) – bei der Aufzählung der Gelder, die für die Bildung in der Gesamtstadt in den nächsten Jahren investiert werden sollen – stand zu lesen, dass es den Beschluss des Gemeinderats gebe, auf dem Lammerberg in Tailfingen eine Zweifeldsporthalle zu bauen. Dies ist so natürlich nicht korrekt und heizt die Gemüter in Albstadt noch mehr an, da man nun glaubt, es sei etwas hinter verschlossenen Türen ausgemacht worden. Dabei handelt es sich schlicht und einfach um ein Versehen. Denn im Oktober 2025 hat sich der Gemeinderat in Zusammenhang mit dem Umzug der Haupt- und Werkrealschüler von Onstmettingen nach Tailfingen der Gemeinderat lediglich für den Bau einer neuen Sporthalle in Tailfingen ausgesprochen und die Stadtverwaltung dazu ermächtigt, nach einem geeigneten Standort für die Halle zu suchen.
Neustruktur der Bildungslandschaft
Mehr ist in dieser Sache nicht geschehen. Das Bekenntnis, eine Schulsporthalle in Tailfingen bauen zu wollen, fiel in der Sitzung vor gut einem halben Jahr zwar einstimmig, allerdings hat man sich damals noch keine Gedanken über Kosten oder eine Finanzierung gemacht. Inzwischen geht es ja darum, dass der geplante Realschulneubau auf dem Lammerberg viel zu teuer wird und um Überlegungen, die Bildungslandschaft in Albstadt komplett neu zu strukturieren. Damit es für alle am Ende eine gute Lösung gibt, wie die Verwaltungsspitze betont.
Noch ist dieser Findungsprozess nicht abgeschlossen und der Gemeinderat muss so oder so schwere Entscheidungen treffen, die nicht immer sehr populär sind. Selbst innerhalb des Gremiums gehen die Meinung oft auseinander, weshalb es umso verwunderlicher war, dass die Standortsuche für eine Halle einstimmig in Auftrag gegeben wurde. Aber damals ging es auch noch nicht ans Eingemachte, sprich an Kosten und Finanzierbarkeit.
Lediglich Summe genannt
Die Summe von neun Millionen Euro für den Bau einer Zweifeldsporthalle hat der Erste Bürgermeister Roland Schmidt ins Spiel gebracht, allerdings nicht davon gesprochen, dass sie vom Gemeinderat beschlossen wurde, was natürlich ein feiner Unterschied ist.
Früher oder später wird solch eine Halle – wie noch andere bildungspolitische Themen – auf der Tagesordnung einer Gemeinderatssitzung stehen und dann werden die Weichen für die Zukunft per Beschluss gestellt. Noch ist man in Albstadt aber nicht so weit.
Noch werden Debatten geführt, ob das Progymnasium in Tailfingen neben dem Vollgymnasium in Ebingen parallel weitergeführt werden soll oder nicht und welchen Standort es im Falle einer Aufrechterhaltung bekommen wird. Mit den betroffenen Schulleitern gab es bereits ausführliche Gespräche von Seiten der Stadtverwaltung, in denen die Expertise eingebracht werden konnte.

