In der Silvesternacht kam es im Zuständigkeitsbereich des Reutlinger Polizeipräsidiums, der sich über den Zollernalbkreis sowie die Landkreise Reutlingen, Tübingen und Esslingen erstreckt,zu etwa 460 Polizeieinsätzen.

Meist ist Alkohol im Spiel

Vielfach sei der übermäßige Alkoholkonsum Ursache für das polizeiliche Einschreiten gewesen. Insbesondere bei zahlreichen Körperverletzungsdelikten und Streitigkeiten, teilweise auch im häuslichen Bereich, waren die Beteiligten alkoholisiert.
Insgesamt waren 49 überwiegend kleinere Brände, zumeist ausgelöst durch Silvesterfeuerwerk zu verzeichnen. Von den Bränden waren überwiegend Mülleimer, Altkleidercontainer, Hecken und pflanzliche Einfriedungen, teilweise aber auch Inventar auf Balkonen betroffen.

Dußlinger Tunnel zeitweise gesperrt

Wie viele der 460 Einsätze auf den Zollernalbkreis entfallen, könne derzeit noch nicht angegeben werden, erklärte ein Polizeisprecher auf Anfrage. Insgesamt seien im Zollernalbkreis im Gegensatz zu den anderen Landkreisen keine besonderen Vorkommnisse oder größeren Einsätze gemeldet worden.
In Dußlingen war wegen Feuerwerksqualm, der die Rauchsensoren ausgelöst hatte, zeitweise der B27-Tunnel gesperrt.

Einsatzkräfte werden beschimpft und verletzt

Weiterhin gelangte eine größere Anzahl von Sachbeschädigungen zur Anzeige. In einigen Fällen sahen sich die einschreitenden Einsatzkräfte nicht zitierfähigen Beleidigungen ausgesetzt oder wurden mit Böllern beworfen oder mit Raketen beschossen. Insgesamt vier Polizeibeamte und Polizeibeamtinnen trugen leichte Verletzungen zumeist in Form von Knalltraumen davon.