Bilanz der Einsatzkräfte: Insgesamt ruhige Silvesternacht im Zollernalbkreis

Die Bürgerinnen und Bürger haben im Zollernalbkreis wohl relativ friedlich und ohne größere Unfälle das neue Jahr 2026 begrüßt.
Silas Stein/dpa (Symbolfoto)- Polizei und DRK melden eine ruhige Silvesternacht im Zollernalbkreis ohne größere Zwischenfälle.
- Rund 400 Einsätze im Zuständigkeitsgebiet, meist Ruhestörungen, Streitigkeiten und kleinere Brände.
- Zwei Jugendliche wurden bei Feuerwerkskörper-Unfällen schwer verletzt und in Kliniken gebracht.
- Verkehrsunfälle durch Alkohol und Glätte: schwerer Unfall in Balingen mit 29-jähriger Fahrerin.
- Rettungsdienste verzeichneten 50 Einsätze, darunter 13 mit Notarzt – keine Gewalt gegen Einsatzkräfte.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
In seiner Silvesterbilanz spricht das Polizeipräsidium Reutlingen insgesamt von einer recht ruhigen Nacht. Zum Jahreswechsel kam es wohl in allen vier Landkreisen im Zuständigkeitsgebiet des Polizeipräsidiums, zu dem neben dem Zollernalbkreis auch die Landkreise Reutlingen, Tübingen und Esslingen zählen, zu zirka 400 Einsätzen. Hierbei handelte sich bei einer Mehrheit der polizeilichen Einsätze um Ruhestörungen, Streitigkeiten, Sachbeschädigungen und Ordnungsstörungen, heißt es in der entsprechenden Pressemitteilung. Zudem wurden mehrere Körperverletzungsdelikte angezeigt und aufgenommen. Schwere Straftaten im Zusammenhang mit dem Jahreswechsel wurden dem Präsidium nicht bekannt.
Mehr als 80 kleinere Brände im gesamten Zuständigkeitsgebiet, die zumeist auf einen falschen Umgang mit Feuerwerkskörpern zurückzuführen waren, wurden von den Feuerwehren gelöscht. Hierbei kamen verschiedentlich Hecken, Bäume, Altkleidercontainer, ein Dixie-Klo und teilweise Gartenmöbel zu Schaden. Zwei Jugendliche verletzten sich im Umgang mit Feuerwerkskörpern schwer und mussten jeweils in Kliniken gebracht werden. In der Gesamtschau verlief der Jahreswechsel im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Reutlingen zwar arbeitsintensiv, aber ohne herausragende Vorkommnisse.
In Grosselfingen erlitt ein vierjähriges Kind durch einen umherfliegenden Feuerwerkskörper in der Bruderschaftsstraße leichte Verbrennungen an Gesicht und Ohr, nachdem sie von diesem getroffen wurde. Ein Verantwortlicher konnte nicht ausfindig gemacht werden. Eine Behandlung vor Ort durch den Rettungsdienst war nicht nötig.
Nach Silvesterfeier verunfallt
Zu einem folgenschweren Verkehrsunfall ist es am frühen Neujahrsmorgen in Balingen am Kreisverkehr zwischen der L442 und der Tieringer Straße gekommen. Eine 29-jährige Fahrerin verlor gegen 3 Uhr aus unbekannter Ursache die Kontrolle über ihren Peugeot. Hierbei überfuhr sie den Kreisverkehr nahezu geradlinig, kollidierte mit zwei Verkehrsschildern und im Anschluss mit einer Steinmauer. Die Unfallverursacherin erlitt hierdurch schwere Verletzungen und wurde nach der Behandlung durch den Rettungsdienst in eine Klinik verbracht. Der Wagen musste aufgrund starker Beschädigungen abgeschleppt werden. Im Verlauf der Ermittlungen vor Ort wurde bekannt, dass die Fahrzeuglenkerin sehr wahrscheinlich unter alkoholischer Beeinflussung stand. Die 29-Jährige musste daher in der Klinik noch eine Blutentnahme über sich ergehen lassen. Es entstand ein Sachschaden am Fahrzeug von zirka 25.000 Euro und an den Verkehrsschildern in Höhe von zirka 1000 Euro. Neben der Polizei und dem Rettungsdienst befand sich noch die Feuerwehr mit mehreren Fahrzeugen vor Ort.
Bereits am Silvesterabend gegen 19.50 Uhr ist es auf der Bundesstraße 27 zu einem schweren Verkehrsunfall auf winterglatter Fahrbahn gekommen. So befuhr ein 38 Jahre alter Mann aus Balingen zusammen mit einem weiteren Familienangehörigen in einem Peugeot die B27 von Dotternhausen kommend in Fahrtrichtung Balingen. In einer Kurve kam er dann aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit auf glatter Fahrbahn zunächst nach links auf die Gegenfahrbahn und nachfolgend nach rechts von der Fahrbahn ab. Im dortigen, abschüssigen Gelände überschlug sich das Auto, prallte gegen ein Verkehrszeichen sowie einen Baum und blieb auf dem Dach liegen. Beim Fahrzeugführer konnte zudem Atemalkoholgeruch festgestellt werden. Ein bei ihm durchgeführter Alkotest ergab einen Wert von über einem Promille, weshalb eine Blutentnahme durchgeführt und der Führerschein sichergestellt wurde. Am Fahrzeug entstand ein Sachschaden in Höhe von gut 3000 Euro.
Mit Luftgewehr Einsatz ausgelöst
Am Mittwochnachmittag löste ein fahrlässiger Umgang mit einem Luftgewehr einen Polizeieinsatz aus. Gegen 15.15 Uhr teilte ein Passant der Polizei Jugendliche mit, welche im Bereich der Goldersbergstraße in Balingen-Heselwangen auf dem Balkon eines Wohnhauses mit einem Luftgewehr hantierten. Vor Ort konnte die Streifenwagenbesatzung den 17-jährigen Jugendlichen und den 20-jährigen Heranwachsenden antreffen. Mit den Beteiligten wurde ein belehrendes Gespräch geführt und die Ernsthaftigkeit der Situation erläutert. Diese zeigten sich einsichtig und händigten das Luftgewehr freiwillig der Polizei aus.
Auch die Leitstelle des Deutschen Roten Kreuzes blickt mit Erleichterung auf die Silvesternacht zurück und schreibt in ihrer Pressemitteilung: „Die Einsatzkräfte der Feuerwehren und der Rettungsdienste des Zollernalbkreises verzeichneten insgesamt einen ruhigen Jahreswechsel.“ Die Feuerwehren blieben von größeren Bränden verschont. Bei der integrierten Leitstelle wurden keine Patienten mit Verletzungen oder ähnlichem, ausgelöst von Silvesterböllern, bekannt. „Im Großen und Ganzen war es eine ruhige Nacht“, so Rainer Knoll, Leiter des Fachbereichs integrierte Leitstelle beim DRK-Kreisverband Zollernalb. Mit knapp 50 Rettungsdiensteinsätzen, davon 13 Einsätze mit einem Notarzt, war die Zeit zwischen Silvester, 18 Uhr, und dem Neujahrstag, um 6 Uhr, durchschnittlich.
Bei zwei Verkehrsunfällen in Zusammenarbeit mit den lokalen Feuerwehren war der Einsatz an Rettungsmitteln am größten. Bezüglich der Brandeinsätze konnten die meisten Feuerwehrmänner des Zollernalbkreises ihre Silvesternacht zu Hause verbringen. Lediglich mehrere Kleinbrände löschte man in Balingen und in Albstadt ab. In vielen Fällen brannten noch Reste von Silvesterbatterien, die gelöscht wurden. Lobend zu erwähnen ist laut Rainer Knoll, dass in keinem der Fälle Gewalt gegen Einsatzkräfte zu verzeichnen waren.
