Ausflügler ignorieren Sperrungen in Albstadt: Volle Parkplätze im Winterwunderland
Die Stadt Albstadt ließ am Samstagmittag einzelne Zufahrtsstraßen wegen voller touristischer Parkplätze sperren, die Polizei patrouillierte. Stoppen ließen sich davon zahlreiche Ausflügler jedoch nicht.
„Hotspots“ sollen gemieden werden
Erst waren die Parkplätze voll, dann wurden erste Straßen gesperrt: Die Stadt Albstadt hat am Samstagmittag auf den erwarteten Ansturm zahlreicher Touristen und Einheimischer reagiert.
Auf ihren offiziellen Social-Media-Kanälen („Albstadt Tourismus“ ist auf Facebook und auf Instagram zu finden) informiert die Stadtverwaltung laufend über die aktuelle Situation bei ihren touristischen Attraktionen im Freien.
Um 13 Uhr am Samstag vermeldete die Verwaltung, dass folgende Zufahrtsstraßen wegen der vollen touristischen Parkplätze gesperrt seien:
Die Hotspots sollen gemieden werden, Anlieger hätten aber weiterhin freie Fahrt.
Die Sperrungen und die patrouillierende Polizei scheinen viele Autofahrer aber nicht zu beeindrucken: Vor Ort, beispielsweise bei der Zufahrt nach Burgfelden oder auf den Raichberg, ließ sich beobachten, dass die Sperrung reihenweise von Autofahrern, viele davon auch mit auswärtigem Kennzeichen, schlichtweg missachtet wird.
Verwaltung sieht nur einzelne Verstöße
Martin Roscher, Tourismuschef der Stadt Albstadt, war ebenfalls mit Kollegen der Stadtverwaltung vor Ort. Er sieht die Lage entspannter und sagt: „Es war eine radikale Minderheit, die sich nicht an die Sperrungen gehalten hat. Die Polizei hatte die Lage im Griff.“
Einsatztruppe aus Göppingen unterstützt am Sonntag die örtliche Polizei
Am Sonntag werde das Polizeipräsidium Einsatz aus Göppingen die örtliche Polizei unterstützen: Mögliche erneute Sperrungen werden dann von den Polizeibeamten direkt überwacht und kontrolliert.
Reiseverbot würde Problem lösen
Roscher sieht Landesregierung in der Pflicht
Roscher sieht aber auch die Landesregierung in der Pflicht: „Wären längere Reisen verboten, hätten wir die Probleme erst gar nicht.“ Der Tourismuschef freut sich naturgemäß über auswärtigen Besuch, warnt aber auch: „Wir müssen aufpassen, dass wir nicht überrannt werden.“
Eine generelle Sperrung der Wanderwege und Loipen hält Roscher für falsch. „Wir würden damit Einheimische und alle, die sich ganz coronakonform im Freien aufhalten, bestrafen.“
Bereits um 12 Uhr informierte die Verwaltung, dass mehrere touristische Parkplätze voll seien.
Es soll keinesfalls stattdessen an engen Stellen geparkt werden. Wer Rettungswege zuparkt, werde kostenpflichtig abgeschleppt, kündigte die Stadt an.
Ähnliches spielte sich offenbar schon am Freitag ab. „Bitte überdenken Sie Ihre morgige Tagesplanung sorgfältig. Auch in den nächsten Wochen liegt noch Schnee“, schrieb die Verwaltung in einem Posting.




