Albstädter Stadtteil: Bauplätze, Kloster, Sportgelände – Margrethausens Problemzonen und mögliche Lösungen

Das Kloster ist Margrethausens ortsbildprägendes Gebäude. Die Stadtverwaltung möchte das Kloster besser auslasten, die Fixkosten muss sie ohnehin zahlen.
Benjamin Roth- Margrethausen hat zu wenig Bauplätze, Innenentwicklung rückt in den Fokus.
- „Alte Mühle“ wird geologisch geprüft, Ergebnisse erst bis 2028/2029 erwartet.
- 26 bebaubare Privatgrundstücke, nur zwei Eigentümer zeigten Verkaufsbereitschaft.
- ELR-Förderung soll Umbauten im Ort ermöglichen, Anträge stellt die Kommune.
- Kloster soll besser genutzt werden – Feuerwehr zieht aus, Sportgelände braucht Sanierung.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Für die zweite Veranstaltung in der Reihe „Auf ein Wort mit dem OB“ hat Oberbürgermeister Roland Tralmer noch vor der Sommerpause das Juwel in Margrethausen als Location auserkoren. Angesichts der Örtlichkeit sind an besagtem Abend nicht nur Themen, die die Gesamtstadt betreffen, angesprochen worden. Die anwesende Bürgerschaft, vornehmlich aus Albstadts zweitkleinstem Stadtteil, wollte natürlich wissen, wo die Margrethausener Schwerpunkte in den städtischen Planungen der kommenden Jahre liegen.
Tralmer machte dabei gleich deutlich, dass die Stadt in ihrer prekären Finanzlage allein derzeit keine großen Dinge bewegen könne. Vielmehr sei ein Miteinander von Verwaltung, Ortschaftsrat, Vereinen und Unternehmen nötig.
Geologische Untersuchungen laufen
Angesprochen wurde von Albstadts Stadtoberhaupt sogleich der Mangel an Baugrundstücken in Margrethausen. Noch unklar ist, ob das Gebiet „Alte Mühle“ als Baugebiet erschlossen werden kann. Derzeit laufen dort geologische Untersuchungen, die voraussichtlich noch bis ins Jahr 2028/2029 andauern. Sollten diese erweisen, dass der Bereich „Alte Mühle“ für den Wohnbau geeignet ist, wolle die Stadt diese Fläche auch entsprechend nutzen.
Bis eine Entscheidung gefallen sei, so Oberbürgermeister Tralmer weiter, müsse aber auch die Innenentwicklung in bereits erschlossenen Gebieten verstärkt ins Auge gefasst werden. Diesbezüglich hat Margrethausen aber offenbar ein Problem mit sogenannten Enkelgrundstücken. 26 Grundstücke, die bebaubar wären, sich aber in Privatbesitz befinden, gebe es in Margrethausen zurzeit. Die Stadt habe alle Eigentümer angeschrieben, ob diese bereit wären, zu verkaufen. Das Ergebnis: ernüchternd. Von 18 Antworten hätten nur zwei Grundstückseigentümer ihre Bereitschaft signalisiert, zu verkaufen.
Innenentwicklung durch Fördermittel
Unabhängig davon müsse auch ein Blick auf den Gebäudebestand geworfen werden. Hinsichtlich potenzieller Umbauten verwies Roland Tralmer auf das Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR). Ziel des Landes Baden-Württemberg mit der ELR-Förderung ist die integrierte Strukturentwicklung in ländlich geprägten Räumen. Eine Förderung könne explizit auch für Projekte von Privatpersonen beantragt werden. Antragsteller ist immer die Kommune.
Ein Förderschwerpunkt ist dabei unter anderem die Innenentwicklung. Sprich Projekte wie etwa das Umwandeln von Scheunen in Wohnraum, die Modernisierung alter Häuser oder die Schaffung von Wohnraum durch Aufstockungen oder Anbauten. Hintergrund ist, die vorhandene Bausubstanz klimaschonend weiterzunutzen.
In der Vergangenheit seien bereits Projekte in Margrethausen mit dem ELR umgesetzt worden. Warum also nicht wieder, legte auch Ortsvorsteher Markus Deufel den Einwohnern das Förderprogramm ans Herz. Zwar seien auch schon Vorhaben, wie etwa dieses Jahr der Umbau des Schützenhauses zu einer Begegnungsstätte, abschlägig beschieden worden. Trotzdem: Das Programm könne Projekte ermöglichen, die sonst nicht realisierbar wären.
Kloster besser auslasten
Eine Begegnungsstätte für die Margrethausener hat die Stadt indes weiter auf der Rechnung. Ganz oben auf der Liste stehen Räumlichkeiten im Kloster. Dieses sei ohnehin unterbelegt und angesichts der hohen Fixkosten besser auszulasten. Da die Zweckbindung für die sanierten Klosterräumlichkeiten Ende der 2020er-Jahre auslaufe, müsse man sich zeitnah überlegen, was daraus entwickelt werden könne. Bisher sind lediglich „gesundheitsfördernde Veranstaltungen“ in den renovierten Räumen zulässig. Die Ursache hierfür ist ein Förderprogramm.
Nicht zuletzt werden perspektivisch auch die derzeitigen Räumlichkeiten der Feuerwehr frei. Auch wenn sich die Margrethausener Kameraden gegen einen Umzug nach Lautlingen in das neu zu bauende Feuerwehrhaus für die Abteilungen Laufen, Lautlingen und Margrethausen sträuben, hält die Verwaltung an den Plänen fest. Nach dem Auszug der Feuerwehr müsse man auch dort überlegen, wie die Fläche für den gesamten Ortsteil sinnvoll genutzt werden könne.
Sportgelände Hornau im Blick
Zur Sprache kam bei „Auf ein Wort mit dem OB“ auch das Sportgelände Hornau. Dort muss der Umkleide- und Sanitärbereich erneuert werden. Die Duschen und Umkleiden werden auch von Sportlern, die auf dem Sportplatz im Käsental ihre Spiele austragen, genutzt. Die Stadt habe das Thema auf dem Schirm, versicherte das Stadtoberhaupt.

