Agentur für Arbeit Balingen
: Saisonüblicher Anstieg der Arbeitslosigkeit

Schwache Konjunktur und die Strukturkrise der Wirtschaft belasten auch den regionalen Arbeitsmarkt. Im Zollernalbkreis gibt es den stärksten Anstieg an Arbeitslosen.
Von
swp
Zollernalbkreis
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Die Balinger Arbeitsagentur gibt die August-Zahlen bekannt.

Die Agentur für Arbeit in Balingen gibt die Zahlen für Januar 2026 bekannt. Es handelt sich demnach um einen saisonüblichen Anstieg der Arbeitslosenzahlen

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  • Agentur Balingen-Reutlingen meldet saisonalen Anstieg der Arbeitslosigkeit im Januar 2026.
  • 21.879 Arbeitslose: +1.535 (+7,5%) zum Dezember, +7,3% zum Vorjahr; Quote 4,5%.
  • 5.320 Meldungen arbeitslos, 3.800 beendeten Arbeitslosigkeit; Nachfrage nach Kräften rückläufig.
  • Schwache Konjunktur und Strukturkrise belasten; größte Zunahme im Zollernalbkreis.
  • Landkreis-Zahlen: Reutlingen 8.415, Tübingen 4.969, Zollernalbkreis 5.528, Sigmaringen 2.967.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Mit einem saisonal üblichen Anstieg der Arbeitslosigkeit ist die fusionierte Agentur für Arbeit Balingen-Reutlingen in ihre zum Jahreswechsel begonnene Zusammenarbeit gestartet. Zu Beginn des Jahres sind wie immer im Januar deutlich mehr Menschen arbeitslos geworden als Arbeitslose einen Job finden konnten, teilt die Agentur mit. In den vergangenen vier Wochen haben sich rund 5320 Männer und Frauen arbeitslos gemeldet. Da nur knapp 3800 Menschen ihre Arbeitslosigkeit beenden konnten, stieg insgesamt die Arbeitslosigkeit an. Zum Berichtstermin im Januar waren 21.879 Männer und Frauen ohne Beschäftigung, 1535 beziehungsweise 7,5 Prozent mehr als um die Weihnachtszeit und 7,3 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote für den gesamten Agenturbezirk kletterte um 0,3 Punkte auf 4,5 Prozent.

Markus Nill, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Balingen-Reutlingen, erläutert die aktuellen Entwicklungen: „Im Januar spielen vor allem saisonale Einflüsse eine große Rolle auf dem Arbeitsmarkt. Das Ende vieler Beschäftigungsverhältnisse zum Jahresende und die winterliche Witterung führen zu dem deutlichen Zuwachs an Arbeitslosen. An die großen Zahlen müssen wir uns erst noch gewöhnen, weil wir seit der Fusion neben den Daten für die Landkreise Reutlingen und Tübingen jetzt ja auch die der Landkreise Sigmaringen und Zollernalbkreis im Blick haben. Für die gesamte Region gilt, dass die schwache Konjunktur und die Strukturkrise der Wirtschaft den Arbeitsmarkt belasten.“

Arbeitskräftenachfrage lässt nach

Die wirtschaftliche Unsicherheit macht sich auch bei der Nachfrage nach Arbeitskräften bemerkbar. Zwar ist sie um mehr als 15 Prozent höher als vor einem Jahr zur gleichen Zeit. Die rund 850 neu gemeldeten Stellen bedeuten aber im Vergleich zum Ende vergangenen Jahres einen Rückgang um fast 23 Prozent.

Zur Agentur für Arbeit Balingen-Reutlingen gehören die Landkreise Reutlingen, Tübingen, Sigmaringen und Zollernalbkreis. In allen Regionen ist die Arbeitslosigkeit sowohl im Vormonats- als auch im Vorjahresvergleich gestiegen. Im Landkreis Reutlingen waren im Januar insgesamt 8415 Menschen arbeitslos, knapp 500 mehr als vor einem Monat und rund 600 beziehungsweise 7,7 Prozent mehr als vor einem Jahr. 3906 davon waren bei der Agentur für Arbeit gemeldet und 4509 beim Jobcenter Landkreis Reutlingen.

Der Anstieg der Arbeitslosigkeit im Landkreis Tübingen im Vergleich zum Vorjahr war mit 7,8 Prozent fast identisch zum Landkreis Reutlingen. Im Januar waren in Tübingen insgesamt 4969 Menschen arbeitslos gemeldet. Die Arbeitsagentur betreute davon 2495 Personen, das Jobcenter Landkreis Tübingen 2474.

Den stärksten Anstieg verzeichnet der Zollernalbkreis. Mit 2793 von der Agentur für Arbeit und die 2735 vom Jobcenter Zollernalbkreis und damit insgesamt 5528 betreuten Personen ist die Arbeitslosigkeit um 9,3 Prozent höher als vier Wochen zuvor und liegt auch 8,2 Prozent über dem Vorjahreswert.

Günstiger war die Entwicklung im Landkreis Sigmaringen. Die Zunahme beträgt hier 6,0 Prozent gegenüber dem Vormonat und 3,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Von den 2967 Arbeitslosen werden 1656 von der Agentur für Arbeit und 1311 vom Jobcenter Landkreis Sigmaringen betreut.