50 Jahre Gymnasium Meßstetten
: Ein Tag voller Erinnerungen und Emotionen

Das Gymnasium Meßstetten feiert seinen 50. Geburtstag. Bei der großen Jubiläumsfeier wird deutlich, dass die Einrichtung für viele Menschen mehr als eine Schule ist.
Von
swp
Meßstetten
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Die Band Dr Grausig & the Magictones

Die Band „Dr Grausig & the Magictones“ setzte den musikalischen Schlusspunkt des Abends in der Festhalle.

Sophie Seng
  • Gymnasium Meßstetten feierte 50-jähriges Bestehen mit Festakt und vielen Gästen.
  • Schulleiter Norbert Kantimm hob Schulentwicklung und gesellschaftliche Verantwortung hervor.
  • Nachmittags Besichtigung des Schulhauses, abends Programm mit Musik, Humor und Anekdoten.
  • Schülerrede, Projektchor und Schulband sorgten für emotionale und unterhaltsame Momente.
  • Abschluss mit der Band „Dr Grausig & the Magictones“ – ein würdiger Ausklang des Jubiläums.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Das Gymnasium Meßstetten feierte am Samstag sein 50-jähriges Bestehen. Der Tag begann mit einem Festakt in der voll besetzten Halle, bei dem zahlreiche Gäste aus Politik, Bildung und Gesellschaft ihre Glückwünsche überbrachten. Vor allem waren aber zahlreiche aktive Mitglieder der Schulgemeinschaft und insbesondere Ehemalige der Schule mit ihren Familien gekommen.

Ein Höhepunkt des Festakts war die Rede von Schulleiter Norbert Kantimm. Seine Worte waren nicht nur ein Rückblick, sondern auch ein Ausblick – und vor allem ein Porträt einer Schule, die in fünf Jahrzehnten viel erlebt und bewegt hat. „Wenn ich hier in der Halle frage, ob man mit 50 jung oder alt ist, so kann man sich die Bandbreite der Antworten vorstellen“, begann Kantimm. „Wird man als Schule 50, ist die Antwort eindeutig: Wir sind jung. Und dynamisch, im besten Alter – und so fühlen und präsentieren wir uns auch.“

Wie alles anfing

Er zeichnete die Entwicklung der Schule von der Gründung 1975 mit 153 Schülerinnen und Schülern, sieben Lehrkräften und einer Vision bis zur heutigen modernen Bildungseinrichtung mit über 280 Lernenden. Dabei spannte er den Bogen von der „größten Biologiesammlung südlich von Stuttgart“ über die ersten Projekttage in den 1980ern bis hin zur Digitalisierung und den Herausforderungen der Corona-Pandemie. Besonders eindrucksvoll war sein Blick auf die gesellschaftliche Verantwortung der Schule: Kantimm erinnerte an den Schweigemarsch gegen Fremdenfeindlichkeit 1993, die Integration Geflüchteter seit 2015 und die Aufnahme ukrainischer Kinder in Vorbereitungsklassen ab 2022. Zum Abschluss nannte er das Wichtigste, was das Meßstetter Gymnasium ausmacht: „Unser Schulklima, in dem Bildung nicht nur vermittelt, sondern gelebt wird.“

Im Anschluss folgten weitere Grußworte und Reden. Bürgermeister Frank Schroft betonte die enge Verbindung zwischen Stadt und Schule und stellte das Gymnasium als bedeutenden Bildungsstandort heraus. Auch Ronny Brähmig, stellvertretender Vorsitzender des Elternbeirats, sprach über das vertrauensvolle Miteinander zwischen Elternhaus und Schule, das eine wesentliche Grundlage für den schulischen Erfolg darstellt. Dirk Egger, Vorsitzender des Schulfördervereins, hob das starke Engagement der gesamten Schulgemeinschaft hervor und unterstrich die Bedeutung von Unterstützung und gemeinschaftlichem Zusammenwirken. Schließlich betonte Sandra Lehr als Vertreterin des TSV Meßstetten die langjährige Zusammenarbeit zwischen Schule und Sportverein – ein Zusammenspiel, das Bewegung, Teamgeist und gelebte Gemeinschaft fördert.

Nachdenkliche Momente

Ein echtes Highlight war die Schülerrede von Ben-Luca Robl, der mit pointiertem Humor und ehrlicher Wärme den Schulalltag aus Sicht der Lernenden schilderte. Seine Worte sorgten für viele Lacher, aber auch für nachdenkliche Momente – und endeten mit einem Dank an alle, die Schule zu mehr machen als „nur Unterricht“. Für Gänsehaut sorgte zum Abschluss der Auftritt des Projektchors gemeinsam mit den 5. Klassen unter der Leitung von Birgit Knopp-Merz mit dem Lied „We are the world“.

Der Projektchor bestehend aus Eltern, Lehrkräften sowie Schülerinnen und Schülern.

Der Projektchor, bestehend aus Eltern, Lehrkräften sowie Schülerinnen und Schülern, sorgte für einen Gänsehautmoment.

Sophie Seng

Am Nachmittag öffnete sich das Schulhaus für Besucherinnen und Besucher – und es wurde voll. Ehemalige trafen auf ihre früheren Lehrerinnen und Lehrer, Eltern auf alte Bekannte, und viele nutzten die Gelegenheit, um in alten Jahrbüchern zu blättern, durch die Gänge zu schlendern und sich an ihre Schulzeit zu erinnern. Am Abend versammelte sich die Schulgemeinschaft erneut in der Halle – diesmal zur „Offenen Bühne“, die ab 20 Uhr ein buntes, emotionales und hochkarätiges Programm bot. Die Halle war bis auf den letzten Platz gefüllt.

Ein Lacher jagt den nächsten

Den Auftakt machten Kitty Domahidi (Klasse 8b) und Julia Buhl (Jahrgang 11), die mit ihren Liedern das Publikum berührten. Es folgte ein musikalischer Höhepunkt: Henriette Gärtner, ehemalige Kollegin und heute professionelle Pianistin, spielte ein anspruchsvolles Klavierstück – und überraschte am Ende mit einem vierhändigen Duett mit Schulleiter Norbert Kantimm. Dr. Nicole Häffner berichtete anschließend eindrucksvoll über die langjährige Schulpartnerschaft mit der Kinderhilfe Sansibar, die seit 2000 von der Schule unterstützt wird.

Sophie Seng

Ein überraschendes Duett: Pianistin Henriette Gärtner mit Schulleiter Norbert Kantimm

Sophie Seng

Für ausgelassene Stimmung sorgte die Schulband „Gymme II“ (Abijahrgang 2012) mit ihrem ehemaligen Musiklehrer Stephan Maulbetsch. Ihre rockigen Songs rissen das Publikum mit. Einen humoristischen Beitrag leistete Norbert Kantimm, der „Die schönsten Antworten aus meinen Mathe-Klassenarbeiten“ präsentierte – ein liebevoller Blick auf die kreative Logik der Schülerwelt. Der Film „Wir sind das Gymnasium Meßstetten“ (Abi 2007) ließ Erinnerungen lebendig werden, bevor Oswin Angst, ehemaliger Schulleiter, mit schwäbischen Anekdoten auf höchstem Niveau für viele Lacher sorgte. Klaus Hertel, Abteilungsleiter und Leiter des legendären „Zwitscherkurses“, gab Einblicke in 25 Jahre biologische Schultradition – ein Beitrag, der zeigte, wie viel Herzblut und Freude in den außerschulischen Angeboten steckt. Den Abschluss bildete die Band „Dr Grausig & the Magictones“, bestehend aus ehemaligen Schülern und Lehrer Marc Peter. Mit ihrer Musik verwandelten sie die Halle in ein Festzelt – ein würdiger Ausklang eines unvergesslichen Tages.