Ulmer Zelt 2026: Träumen und ein bisschen Lachen mit Heather Nova

Heather Nova bei ihrem Konzert im Ulmer Zelt.
Udo Eberl- Heather Nova spielte im Ulmer Zelt ein akustisch geprägtes Konzert mit Cello-Begleitung.
- „Walk This World“ war der letzte Song vor den Zugaben – das Publikum klatschte sie zurück.
- Zwei neue Stücke („The Orchard“, „New Life“) sowie „Ghost in My Room“ sorgten für Ruhe.
- Die Sängerin nutzte Gitarrenstimm-Pausen für Gespräche mit Cellistin Midori Jaeger.
- Alltagseinblicke lockerten den Abend: Aldi-Einkauf und eine Bahnverspätung ihres Sohnes.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Man kennt sie auf der ganzen Welt, besonders aber liebt man Heather Nova in Europa. Spätestens mit ihrem zweiten Album „Oyster“, das 1994 veröffentlicht wurde, sang sich die Singer-Songwriterin von den Bermudas ins gleißende Rampenlicht, immer begleitet vom Patschuli-Duft der guten alten Hippie-Zeit, der sich ein wenig mit dem Geruch der Rebellion paarte. In Herzstücken wie „Walk This World“, das auch beim Konzert im Ulmer Zelt am Mittwoch (3. Juni 2026) der letzte Song vor den Zugaben sein sollte, gab es da noch Annäherungen an rockige Gitarrenriffs.
Inzwischen präsentiert die 58-Jährige die Mehrzahl der Stücke mit der akustischen Gitarre und vom Cello begleitet, dann und wann wird getrommelt. Allerdings spielt sie auf einem neuen, sich gerne verstimmenden Instrument. Die Zeit des Stimmens nutzt Frau Nova zu überbrückenden Gesprächen mit ihrer Cellistin und fantastischen Zweitstimme Midori Jaeger. Eine besondere Würze an diesem Abend. Wer hätte schon gedacht, dass Heather Nova, das Sinnbild des Bermuda-Girls, zum Einkaufen in den Aldi-Supermarkt geht!
Harmonisch etwas eintönig
Dass sie bereits Erfahrungen mit der Unpünktlichkeit der Deutschen Bahn machen durfte, erfährt man, da ihr Sohn, dem sie ihren Song „Motherland“ widmet, nicht rechtzeitig zum Start des Konzerts in der Au anreisen konnte. Und sonst? Nova trägt Brille, wirkt ansonsten fast alterslos und scheint auch so klingen zu wollen. Sirenenhafte Vokalmomente, bisweilen mit Vibrato-Tendenzen in Richtung Joan Baez, starke Zweistimmigkeit, spätestens nach fünf Songs allerdings bereits zu viel der harmonischen Eintönigkeit.
Heather Nova malt bisweilen die Bilder für ihre Plattencover, eines Künstlerin an den Saiten ist sie aber nicht. So erlebt man ein sehr solides Konzert mit den zwei neuen Songs „The Orchard“ und „New Life“. Noch mehr unter die Haut geht „Ghost in My Room“, das für fast schon geisterhafte Stille im Zelt sorgt. Mit den begeistert herbeigeklatschten Zugaben „Butterflies and Moths“ und „Fireproof“ endet ein stimmungsvoller Unplugged-Abend.
