Ulmer Zelt 2025: Die ersten Acts stehen! Für 14 Veranstaltungen startet der Vorverkauf

Sie kommen 2025 ins Ulmer Zelt: (von links im Uhrzeigersinn) Bodo Wartke, die Shout Out Louds und Grossstadtgeflüster.
Ulmer Zelt- Ulmer Zelt 2025: Vorverkauf für 14 Veranstaltungen beginnt am 29. November 2024.
- Festival bietet Konzerte und Kabarett, u.a. Eva Karl Faltermeier, Maxi Schafroth und Bodo Wartke.
- 2024 war schwierig wegen Regen und schlechten Biergarten-Geschäften.
- Cordula Baier hofft auf treues Publikum und gute Verkaufszahlen.
- Bands können sich bis 24. Dezember 2024 für die Zeltlounge bewerben.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Den Countdown auf seiner Website hat das Ulmer Zelt abgeschafft, aber die Rechnung ist derzeit einfach: Noch fast ein halbes Jahr dauert es, bis die 37. Spielzeit am 21. Mai 2025 in der Friedrichsau beginnt. Im Büro am Eselsberg ist aber schon Hochsaison, das Booking läuft auf vollen Touren. Und Cordula Baier, seit 2022 die hauptamtlich angestellte künstlerische Leiterin des ehrenamtlich organisierten Festivals, ist zufrieden mit dem bisherigen Verlauf: „Ich finde, wir kommen gut voran. Wir haben schon viele Acts festmachen können.“ Manchmal dauert es nämlich, bis eine Verpflichtung unter Dach und Fach ist. Und manchmal klappt es auf der Zielgerade doch wieder nicht.
14 Termine für die kommende Saison gehen bereits am Freitag, 29. November 2024, um 10 Uhr in den Online-Vorverkauf auf ulmerzelt.de, pünktlich zum Weihnachtsgeschäft, das ein wichtiger Faktor für alle Veranstalter ist. Sie decken ein großes Spektrum des typischen Ulmer-Zelt-Angebots ab. Was aber ein Novum ist: Alle sechs Sonntags-Kabaretttermine sind dabei. „Jetzt kann niemand mehr sagen: Hätte ich das früher gewusst, hätte ich die Karten fürs Zelt gekauft“, erklärt Baier. Eine Frage der Verkaufsstrategie also: Wer früher auf dem Markt ist, hat größere Chancen.
Das Kabarettpublikum glücklich machen sollen in nächsten Jahr also Eva Karl Faltermeier (25. Mai 2025), Maxi Schafroth (1. Juni 2025), Wilfried Schmickler (8. Juni 2025), Bodo Wartke (15. Juni 2025), Timo Wopp (22. Juni 2025) und René Sydow (29. Juni 2025). Es geht also von schlauer Alltagscomedy über Musikkabarett und Stand-up bis zu klassischer Polit-Satire. „Wir haben darauf geachtet, mehr Vielfalt zu bieten“, sagt Baier. Auch eine Lehre aus der vergangenen Saison, in der ausgerechnet der einstige Publikumsbringer Kabarett schwächelte.
Die Saison ohne Sommer wirkt noch nach
Überhaupt war 2024 ein schwieriges Jahr für das Ulmer Zelt, das eine Saison ohne Sommer, dafür mit viel Regen erlebte – und wegen des entsprechend miesen Biergarten-Geschäfts trotz guter Besucherzahlen im Abendprogramm mit einem Minus in der Kasse abschloss. Eine Hypothek für die Arbeit an der kommenden Spielzeit. „Am Anfang war die Lage sehr angespannt“, sagt Baier, „und wir sind noch immer nicht sorgenfrei.“ Weil Booking eben auch bedeutet: viel Geld auszugeben, ohne Geld einzunehmen. Baier: „Jetzt hoffen wir, dass das Publikum uns treu bleibt und fleißig Karten kauft.“
Zum Beispiel für eines oder mehrere der sieben Konzerte, die nun in den Vorverkauf gehen. Es gibt Jazz von Daniel Herskedal, der nach seinem Tuba-Solo-Auftritt 2024 wiederkommt, diesmal mit seinem Trio (24. Mai 2025). „Ich liebe seine Musik“, sagt Kulturmanagerin Baier über den Norweger. Aus dem benachbarten Schweden kommen die Shout Out Louds (29. Mai 2025), eine der großen Indie-Bands der Nuller-Jahre, die an diesem Abend ihr besonders großes Debüt „Howl Howl Gaff Gaff“ komplett spielt. Circa eine Indie-Generation älter ist die New Model Army, die Briten kommen nach einigen Jahren erneut in die Au (18. Juni 2025).
Auf ältere Musik, den klassischen Blues-Rock nämlich, beziehen sich Thorbjørn Risager & The Black Tornado (20. Juni 2025), während die Grandbrothers (25. Juni 2025) zu bekannten Vertretern der Neoklassik in Deutschland gehören. Das Duo hätte bereits 2019 auftreten sollen, damals fiel der Gig krankheitsbedingt aus. „Es war ein Herzensprojekt von uns, die Grandbrothers doch noch ins Zelt zu holen“, sagt Baier. Ungleich wilder dürfte es zwei Tage später bei den Elektro-Punks von Grossstadtgeflüster zugehen (27. Juni 2025). Und dann ist da noch ein Konzert, das der künstlerischen Leiterin persönlich viel bedeutet: das mit den iranischen Perkussionisten Mohammad Reza Mortazavi (3. Juli 2025). „Er erzählt mit seiner Trommel ganze Geschichten“, schwärmt sie. „Ein kleiner Diamant in unserem Programm.“
Trotz der angespannten Finanzen will das Zelt nicht aufhören, auch Kultur abseits des Erwartbaren zu bieten. Dazu passt auch, dass es wieder mit dem Roxy kooperiert – für eine Sonderausgabe des Mitmachformats „Roxy singt“, diesmal nicht nur mit Patrick Bopp am Klavier, sondern mit richtiger Band (2. Juni 2025). Noch eine neue Farbe für die Saison, weitere werden folgen, schließlich fehlen noch mindestens 20 Abende. „Ein bisschen Metal wird noch kommen“, verspricht Cordula Baier. Auch bei Kleinkunst, Weltmusik oder Pop will das Zelt noch nachlegen. Ist ja noch ein paar Monate Zeit.
Bands für die Zeltlounge gesucht
Noch bis 24. Dezember 2024 können sich Bands aus der Region für einen Auftritt im kostenlosen Rahmenprogramm bewerben. Alle Informationen dazu gibt es auf der Zelt-Website. Zwischen den Jahren wird dann die zuständige Gruppe die Bewerbungen sichten, das Programm in der Zeltlounge soll spätestens im Februar 2025 fertig sein.

