Ulm im Fernsehen: Ergreifendes Sozial-Drama feiert TV-Premiere

Die Dreharbeiten für Sabin Dorohois Spielfilm „Clara“ haben vor zwei Jahren auch in Ulm stattgefunden, wo ein Teil der Geschichte spielt. Nun kommt der Streifen ins Fernsehen.
Lulu de Hillerin- Der rumänische Film "Clara" spielt teilweise in Ulm und feiert am 6. Juni 2025 auf Arte Premiere.
- Das Drama erzählt die Geschichte der Rumänin Clara, die als Kindermädchen in Ulm arbeitet und ihren Sohn in der Heimat zurücklassen musste.
- Claras Sohn Ionut lebt bei seinem Großvater in Rumänien und versucht, zu seiner Mutter zu gelangen.
- Clara reist in ihre Heimat zurück, um sich um ihren Sohn zu kümmern.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Der rumänische Spielfilm „Clara“, der zum Teil in Ulm spielt und gedreht worden ist, hat am Freitag, 6. Juni 2025 Uhr, um 23.15 Uhr auf Arte seine deutsche Fernsehpremiere. Das 90-minütige Drama erzählt die Geschichte der jungen Rumänin Clara (Olga Török), die als Kindermädchen in Ulm arbeitet und sich dort liebevoll um die sechsjährige Johanna (Elina Leitl) kümmert.
Ihren eigenen Sohn Ionut (Luca Puia) hat sie dafür in der Heimat zurückgelassen. Nach Claras Scheidung lebt der Kleine bei seinem Großvater Nicolae (Ovidiu Crisan) in einem ärmlichen Fischerdorf am Ufer der Donau, die Ionuts Wohnort mit dem seiner Mutter im fernen Deutschland verbindet. Im Film wird der Fluss zu einer poetischen Brücke.
Ionuts Großvater ist warmherzig und sorgt gut für seinen Enkel. Doch der vermisst seine Mutter natürlich trotzdem. Und eines Tages erfährt Clara, dass Ionut beim Versuch, im Motorboot auf der Donau zu ihr nach Ulm zu fahren, beinahe im Fluss ertrunken ist. Bestürzt reist sie zu ihm. Mit ihren deutschen Arbeitgebern handelt sie aus, dass sie nicht gleich zurückkommen muss. Sie erwägt sogar, dauerhaft in Rumänien zu bleiben. Doch ihr Sohn und sie haben sich unübersehbar entfremdet und die Aussicht auf eine Stelle in Rumänien ist für die frühere Lehrerin so gering wie vor Jahren, als sie sich für die Arbeit im Ausland entschied.
Fortsetzung des Kurzfilms „Way of the Danube“
Der rumänische Regisseur Sabin Dorohoi legte bereits 2017 einen Kurzfilm namens „Way of The Danube“ zum selben Thema und mit derselben Hauptdarstellerin vor. Geändert hat sich bis zum Dreh seines 2023 herausgekommenen Spielfilmdebüts am Ausgangspunkt wenig: Rund fünf Millionen Rumänen haben wie Clara eine Arbeit im Ausland angenommen, viele Hunderttausend Familien sind auf diese Weise zerrissen.
Das sorgfältig inszenierte, ruhig erzählte Drama kreist um ein solches exemplarisch gespaltenes Leben und nähert sich der emotionalen Belastung aller Beteiligten mit viel Sensibilität an. Insbesondere profitiert er von einer Hauptdarstellerin, die mit zurückhaltendem Spiel dennoch die emotionale Aufgewühltheit ihrer Figur zu vermitteln versteht.