Song „Unify“ von Nordir
: Ulmer Musikvideo landet Erfolg im Netz

Die Band Nordir hat ihr Video „Unify“ zum Gemeinschaftsprojekt gemacht: Mehr als 100 Freiwillige haben mitgewirkt. Zusammen senden sie eine starke Botschaft.
Von
Franziska Ruf
Ulm
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Nordir Unify

Auch die Ulmer Bürgermeisterin Iris Mann und der Grünen-Bundestagsabgeordnete Marcel Emmerich haben bei dem Musikvideo „Unify“ mitgemacht.

Screenshot aus dem Musikvideo „Unify“

Knapp 15.000 Klicks nach zwei Wochen. „Das ist unser erfolgreichstes Video in der Zeitspanne“, sagt Viktor Nordir, Frontmann der Ulmer Band Nordir, die er zusammen mit Lars Maier bildet. Das neue Video zum Song „Unify“ ist ein Gemeinschaftsprojekt: Mehr als 100 Freiwillige, davon mehr als 50 aus Ulm, haben mitgemacht. Sogar aus England, Brasilien, Peru und Malaysia nahmen Menschen teil.

Der Grund für die Unterstützung ist wohl die Message des Songs: Die Gesellschaft müsse zusammenhalten, ihre Vielfalt wertschätzen und jeden Einzelnen respektieren. „We all must unify“ (deutsch: „Wir müssen uns alle vereinigen“), wiederholt der Musiker im Refrain. „Manipulate, divide and rule: This strategy – as old as mankind“, manipulieren, spalten, beherrschen, das sei die altbekannte Strategie derer, die nach Macht streben. „Their power’s all just based on fear“, ihre Macht beruhe nur auf Angst. Doch für Hass, so schließt Nordir den Song ab, ist kein Platz in seinem Herzen.

Der Song beruht auf der Großdemonstration gegen Rechts am 20. Januar auf dem Ulmer Münsterplatz. Viktor Nordir hat es nach eigenen Aussagen berührt, dass so viele unterschiedliche Menschen für die gleichen Werte einstehen.

Die Band rief Menschen per Medien dazu auf, Videos zu schicken, auf denen sie das Lied stumm mitsingen. Der Aufforderung kamen unter anderem auch die Ulmer Bürgermeisterin Iris Mann und der Grünen-Bundestagsabgeordnete Marcel Emmerich nach. Viktor Nordir fügte einzelne Sequenzen der Videos zusammen und legte den Song darunter. Auf YouTube ist das Ergebnis zu sehen.

„Ich bin stolz, Teil des Projekts zu sein“, „freu mich, dabei zu sein“ oder „ein tolles Statement“ lauten die Kommentare unter dem Video. „Das Projekt hat richtig Spaß gemacht und wir haben gutes Feedback bekommen“, resümiert Viktor Nordir. Darum soll es weitergehen: Noch immer ist es möglich, Videos zu schicken (Infos auf der Website). Diese veröffentlicht die Band auf Instagram. Wie Viktor Nordir andeutet, war das nicht sein letztes Crowdsourcing-Projekt.

Wer Nordir live sehen möchte: Am 21. September tritt die Band im Rahmen der Ulmer Kulturnacht im CAT auf.