Kunsttipps für Stuttgart
: Countdown für die Stuttgart Art Week - was ist wichtig?

Stuttgart feiert die Gegenwartskunst. Im Mittelpunkt: Der Galerienrundgang Art Alarm. Was muss man wissen? Was ist sonst wichtig? Hier sind unsere Tipps.
Von
Nikolai-Boris Forstbauer
Stuttgart
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"Motion and Sound" Bild von Stefan Neubauer beim Art Alarm Stuttgart, zu sehen in der Galerie Andreas Henn

Auch grell und laut darf es beim Galerienrundgang Art Alarm in Stuttgart am 19. und 20. September sein - etwa mit Fotos von Stefan Neubauer (hier: „Sound and Motion“, 2025)  in der Galerie Andreas Henn

Stefan Neubauer
  • Stuttgart bereitet die Stuttgart Art Week vor, Höhepunkt ist der Galerienrundgang Art Alarm.
  • Art Alarm: 23 Galerien öffnen am 19. und 20. September, Infos und Citymap auf art-alarm.de.
  • Eröffnung am 11. September: Tim Berresheim bei Parri Blank, „Lurlei“ bis 30. Oktober zu sehen.
  • Geführte Touren mit 10–15 Personen buchbar, Öffnungszeiten: Sa 11–20 Uhr – So 11–18 Uhr.
  • Weitere Programmpunkte: Cassy Dee bei Imke Valentien, Elsa Farbos in Nürtingen, „Buchladen“ im Künstlerbund.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Am 19. und 20. September laden 23 Stuttgarter Galerien zum großen Rundgang. Mit der Eröffnung einer Einzelschau des Starkünstlers Tim Berresheim in der Galerie Parri Blank beginnt an diesem Freitag der Countdown zur Stuttgart Art Week mit dem Galerienrundgang Art Alarm als Höhepunkt.

Tim Berresheim-Eröffnung bei Parri Blank

Spektakulär beginnt an diesem Freitag, 11. September, der Reigen der Ausstellungseröffnungen zum Galerienrundgang Art Alarm am 19. und 20. September. Starkünstler Tim Berresheim hat mit seiner hybriden Malerei mit Pinsel und Rechner die Räume der Galerie Parri Blank (Immenhofer Straße 47) in eine Bühne für die Urgeister des Rheins verwandelt. Da treiben Silvani, kleine behaarte Waldmänner, ihr Unwesen - und der Felsen Lurlei verwandelt sich in die unerreichbare, durch Verwirrung Tod bringende Loreley. Von 18 bis 21 Uhr geht es am 11. September um Berresheims „Lurlei“ und den Mut einer Konzeptausstellung. Zu sehen ist dies bis zum 30. Oktober.

Zum Art alarm in Stuttgart: Parri Blank zeigt Werke von Tim Berresheim

Am Freitag, 11. September, eröffnet die Galerie Parri Blank in Stuttgart eine Schau mit neuen Arbeiten des in Aachen lebenden Künstlers Tim Berresheim - hier „Too much hair, not enough hands. Missed Empathy in Pale Rose“, 2026 (Ausschnitt)

Tim Berresheim

Art Alarm auf einen Blick

Wie kommt man beim Galerienrundgang Stuttgart am 19. und 20. September von einer Station zur nächsten? Die Website art-alarm.de bietet als mobiles Portal umfassende Orientierung - mit www.art-alarm.de/citymap ist der Weg zur nächsten Galerie leicht zu finden. Und wie erfährt man noch mehr über die beteiligten Galerien und deren Künstlerinnen und Künstler? Dafür gibt es eigens geführte Touren.  In Gruppen von 10–15 Teilnehmenden gibt es in jeder Galerie eine kleine Einführung in die Werke und die Galeriearbeit. Eine Anmeldung ist bereits möglich - ebenso über www.art-alarm.de. Und wer einfach hier und da vorbeischauen will? Hat dafür am Samstag, 19. September, von 11 bis 20 Uhr Zeit - und am Sonntag, 20. September, von 11 bis 18 Uhr. Organisiert wird der Galerienrundgang von der Inititiative Stuttgarter Galerien zeitgenössischer Kunst - und Vorsitzender Kay Kromeier, Geschäftsführer der Galerie Schlichtenmaier, freut sich „über ein bereits vorab reges Interesse“.

Stuttgart, Baden-Württemberg, 18.09.2025:
Veranstaltung der Reihe "Über Kunst" in der Staatsgalerie Stuttgart zum Thema „KunstLänd - wie Weiter?". Podium mit Petra Olschowski (Bündnis 90/Die Grünen, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst im Kabinett Kretschmann III des Landes Baden-Württemberg), Stefanie Patruno (Direrktorin der Städtischen Galerie Kartlsruhe und Kay Kromeier (Galerist)

Im Bild: Kay Kromeier.

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Kay Kromeier, Geschäftsführer der Galerie Schlichtenmaier - hier bei der Veranstaltung „KunstLänd - wie Weiter?" in der Dialogreihe „Über Kunst" unserer Zeitung in der Staatsgalerie Stuttgart -, freut sich auf den Galerienrundgang Stuttgart. Der Vorsitzende der Inititiative Stuttgarter Galerien zeitgenössischer Kunst, registriert „bereits vorab großes Interesse“.

Lichtgut/Julian Rettig

„Über Kunst“ mit Eva-Maria Senn und Christiane Lange

Am 19. und 20. September laden 23 Stuttgarter Privatgalerien zum Galerienrundgang Art Alarm. Bereits in den Tagen zuvor sorgen die teilnehmenden Galerien mit Voraberöffnungen für Spannung. Unsere Zeitung geht noch weiter. Wir machen aus dem Galerienwochenende die erste Stuttgart Art Week und eröffnen diese am Montag, 14. September, mit einem besonderen Abend in unserer Dialogreihe „Über Kunst“ im Vortragssaal der Staatsgalerie Stuttgart. Eva Maria Seng, Rektorin der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, und Christiane Lange, Direktorin der Staatsgalerie Stuttgart. Die Fragestellung „Überbrückte Kontinente?“ verweist auf ein in der Werkreihe „Überbrückte Kontinente“ des Malers Max Ackermann (1887 bis 1975) gefeiertes Ideal eines neuen gesellschaftlichen Aufbruchs. Sie können dabei sein. Der Eintritt ist frei, Ihre Anmeldungen nehmen wir unter www.zeitung-erleben.de/ueberkunst.de gerne entgegen.

Stuttgarts Staatsgaleriedirektorin christioane Lange (links) und Eva-Maria Seng, Rektorin der Kunstakademie Stuttgart, sind am 14. September Gäste in der Dialogreihe "Über Kunst" unserer Zeitung in der Staatsgalerie Stuttgart

Stuttgarts Staatsgaleriedirektorin Christiane Lange (links) und Eva-Maria Seng, Rektorin der Kunstakademie Stuttgart, sind am 14. September Gäste in der Dialogreihe "Über Kunst" unserer Zeitung in der Staatsgalerie Stuttgart

Staatsgalerie/abk

Cassy Dee Katzenwut bei Imke Valentien

1997 geboren, bereitet Cassy Dee Katzenwut derzeit ihren Abschluss an der Kunstakademie Stuttgart vor. Mit der Galerie Imke Valentien in Stuttgart (Liststraße 28/1) hat die junge Künstlerin bereits eine feste Bühne. Ihr Werk? Bestimmt „die Auseinandersetzung mit Fragen von Identität, Zugehörigkeit und Erinnerung“ (Imke Valentien). Am Donnerstag eröffnet, ist von diesem Freitag, 11. September, an Neues von Cassy Dee Katzenwut bei Imke Valentien zu sehen. Dabei stehe „nicht die Suche nach der eigentlichen Identität im Vordergrund“, heißt es vorab, „sondern die Frage, ob es eine Identität überhaupt gibt, oder ob sie sich prozesshaft aus individuellen Erfahrungen, kulturellen Prägungen und kollektiven Bildwelten immer wieder neu findet“.

Elsa Farbos macht die Ateliertüren auf

Elsa Farbos zählt mit zu den spannendsten jüngeren Künstlerinnen in der Region Stuttgart. Ihr Thema ist die Industrielandschaft zwischen Stuttgart und Plochingen. Aktuell arbeitet die vormalige Stipendiatin des Landkreises Esslingen in einem von der Stadt Nürtingen  zur Verfügung gestellten Atelier. An was, kann man am Donnerstag, 17. September, um 19 Uhr erleben - in Farbos' Stipendiatenatelier in Nürtingen (Neckarstraße 11). Und während bereits die Nachfolge geregelt wird, bereitet Elsa Farbos ihre Stipendiaten-Abschlussausstellung in der Hölderlin-Stadt vor - von 27. November an in den Räumen des Kunstvereins Nürtingen (Galgenbergstraße 9).

Künstlerbund eröffnet seinen „Buchladen“

„Buchladen“ nennt der Künstlerbund Baden-Württemberg sein Jahresprojekt 2026, und die Idee, das Buch als künstlerisches Medium in den Blick zu rücken – als Künstlerbuch, Buchobjekt, Unikat, Multiple, Edition oder auch als Katalogbuch - erweist sich als voller Erfolg. 150 Künstlerinnen und Künstler sind mit insgesamt über 400 Buchobjekten in verschiedenster Form daran beteiligt. Wie präsentiert man all dies? Eben in einem Buchladen - und dieser wird im Künstlerbund-Ausstellungsraum Akku in Stuttgart (Gerberstraße 5c) eingerichtet. Eröffnung ist am Samstag, 26. September, um 17 Uhr. Und wie in ein richtiger Buchladen ist auch dieser Verkaufsraum, Treff, Diskussionsbühne und vieles mehr. Dafür sorgen schon der Teesalon (erstmals am 27. September von 14 bis 17 Uhr) und der Biersalon (erstmals am 1. Oktober von 18 bis 21 Uhr).

Geislingen und Eislingen feiern Wolfgang Gäfgen

Von 1983 bis 2002 lehrte der 2024 in Esslingen gestorbene Zeichner und Drucker Wolfgang Gäfgen an der Kunstakademie Stuttgart. In diesem Jahr wäre Gäfgen, der mit seinem einzig der Kunst verpflichteten Wesen und seinem Leben zwischen Stuttgart und Paris mehrere Generationen von Studierenden mit prägte, 90 Jahre alt geworden. Das ist Anlass für ein Gäfgen-Panorama. Wesentlich unterstützt von der SV SparkassenVersicherung und in Kooperation mit der Wolfgang Gäfgen-Stiftung zeigen die Galerie im Alten Bau in Geislingen und der Kunstverein Eislingen die Schau „in memoriam“. Eröffnung ist am Samstag, 19. September - um 15 Uhr im Kunst- und Geschichtsverein Geislingen, um 19 Uhr im Kunstverein Eislingen. Die Einführung in Eislingen macht Michael Lüthy, Professor für Kunstgeschichte der Moderne und der Gegenwart an der Kunstakademie Stuttgart.

Der Stuttgarter Zeichner und Grafiker Wolfgang Gäfgen 1995 in einem selbstironischen Fotoporträt

Die eigene Ironie des 2024 gestorbenen Stuttgarter Zeichners und Grafikers Wolfgang Gäfgen zeigt sich auch in diesem Fotoporträt

Wolfgang Gäfgen-Stiftung

Vanessa Henn-Schau startet in Backnang

Nicht hoch genug zu schätzen ist die Arbeit der Galerie der Stadt Backnang (Petrus-Jacobi-Weg 1) unter Leitung von Martin Schick. Immer wieder gelingen mit den Ausstellungen Bravourstücke. So darf man sich einfach nur freuen, wenn an diesem Freitag, 11. September, um 20 Uhr unter dem bezeichnenden Titel „Play Me“ eine Schau mit Werken der Stuttgarter Objekt- und Installationskünstlerin Vanessa Henn eröffnet wird. „Wir starten schwungvoll in die neue Saison“, kündigt Martin Schick an - kürzer und treffender lässt sich die Formenwelt von Vanessa Henn nicht summieren.

         Vanessa Henn, Play Me, 2026 - Skulptur der in Stuttgart und Berlin lebenden Künstlerin für eine Ausstellung in der Galerie der Stadt Backnang

Vanessa Henn, Play Me, 2026 - Skulptur der in Stuttgart und Berlin lebenden Künstlerin für eine Ausstellung in der Galerie der Stadt Backnang

Vanessa Henn

Michael Urtz - neu gesehen in der Ruoff-Stiftung

Fünf Jahre nach dem Tod des Stuttgarter Künstlers Michael Urtz (1952-2021) bietet die Fritz  und Hildegard Ruoff-Stiftung in Nürtingen (Schellingstraße 12) die Möglichkeit, sich dem Werk neu zu nähern. „In seinen Studienjahren an der Stuttgarter Akademie“, heißt es zur Ausstellung (bis zum 20. September, am 12. und 13. September von 13 bis 17 Uhr geöffnet), „erlebt er die Konfrontation von Gestik und Konzept“. Und: „Was bleibt davon wichtig für seine poetischen Landschaften der Jahre 2010 bis 2021 – und welche Rolle spielt umgekehrt der unterstellte malerische Feinsinn für eine sich immer weiter zuspitzende Reduktion in der Zeichnung?“ Als  „Maler, der aus der Linie denkt“ und als „Zeichner, der aus dem Raum denkt“, stellt die Schau Michael Urtz vor.

Hartmann Books in Berlin

Berlin feiert die Art Week - und Stuttgart ist ebenso wie mit der Exo Gallery (beim HallenKunst-Festival) auch mit Hartmann Books (Liststraße 28/1) mit dabei. Von 11. bis 13. September präsentieren die Fotobuchspezialisten Angelika und Markus Hartmann ihre neuen Bücher auf der Fotobuchmesse Thousandfold in der Staatsbibliothek im Kulturforum. Zu haben ist dort etwa auch der Band „Ute Mahler – Derselbe Himmel“ , und der Fotograf Christian Rothe spricht am 13. September um 13 Uhr mit dem Journalisten Sebastian Hesse-Kastein über das preisgekrönte Buchenwald Buch und die Frage, „ob man das Grauen ästhetisieren darf beziehungsweise über Ethik im Fotobuch“.

„Ironmen“-Finale bei Marko Schacher

Unterschiede waren Trumpf in der Ausstellung „Ironmen“ in der Galerie Marko Schacher in Stuttgart (Blumenstraße 15). An diesem Samstag, 12. September, kommen die Künstler Thomas Putze, Roman Botnari und Francisco Wiborg zum Ausstellungsfinale in die Galerie. Zwischen 14 und 16 Uhr wird das Trio, verspricht Marko Schacher, „bei Kalt- und Warmgetränken heldenhafte Fragen beantworten“. Die nächste Ausstellung? Gilt zum Galerienrundgang Art Alarm den Bildern von Manu Camille. Eröffnung ist am Freitag, 18. September, um 19 Uhr.

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