Kunst in Neu-Ulm
: Die Putte sucht Mieter für ein Wochenende

Das Projekt „Probewohnen“ im Neu-Ulmer Kunstraum thematisiert die Bedingungen des Wohnens. Los geht es mit einer Immobilienbesichtigung.
Von
Marcus Golling
Neu-Ulm
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Zu vermieten: eine Arbeit der in Japan geborenen Künstlerin Imma.

Zu vermieten: eine Arbeit der in Japan geborenen Künstlerin Imma.

Imma
  • Neu-Ulmer Kunstraum Putte plant „Probewohnen“: Kunstwerke werden zu Wohnungen auf Zeit.
  • Termine: 24. bis 26. Juli 2026, Vernissage am Freitag um 18.30 Uhr mit Immobilienbesichtigung.
  • Mieten auf Zeit: Exposé, Druck der Arbeit und Schlüssel bei Entscheidung für eine Arbeit.
  • Öffnungszeiten: Samstag und Sonntag 14 bis 18 Uhr – Eintritt frei.
  • Finale am Sonntag um 18 Uhr: Hausversammlung mit Erfahrungen der temporären Mieterschaft.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Immobilienbesichtigung, Wohnungsübergabe und Hausversammlung. Drei Akte – in drei Tagen. Der Kunstraum Putte in Neu-Ulm interveniert mit einer Kurzausstellung auf dem angespannten Wohnungsmarkt in der Doppelstadt. „Probewohnen“ heißt das Projekt, das von 24. bis 26. Juli 2026 die sozialen und politischen Bedingungen des Wohnens thematisieren und diese auf die Beziehung zwischen Kunstwerk und Mensch übertragen soll.

Die Idee der Gruppenschau: Die gezeigten Arbeiten werden zu Immobilien beziehungsweise zu Wohnungen auf Zeit erklärt. Zur Vernissage am Freitag, 24. Juli, 18.30 Uhr, sind die Besucherinnen und Besucher laut Pressemitteilung eingeladen, an einer Immobilienbesichtigung teilzunehmen. Im Anschluss bestehe die Möglichkeit, eine Wohnung zu beziehen. Entscheide man sich für eine Arbeit, erhalte man als Temporär-Mieter oder -Mieterin ein Exposé, einen Druck der Arbeit sowie einen Schlüssel.

Hausversammlung zum Finale

Wohnungsübergaben sind die ganze Laufzeit über möglich, Samstag und Sonntag ist der Projektraum an der Brückenstraße – bei freiem Eintritt – jeweils von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Zum Abschluss am Sonntag, 18 Uhr, findet eine Hausversammlung statt, auf der die Mieterschaft über ihre „Wohnungen“ sprechen und ihre Erfahrungen mit der temporären Kunst-Bewohnerschaft teilen kann. Da soll es um Fragen gehen wie: Welche Beziehung ist zu einer Arbeit entstanden? Was bedeutet es, ein Kunstwerk für kurze Zeit zu bewohnen? Und wie lange möchte man dort wohnen bleiben?

Sieben junge Künstlerinnen und Künstler aus Deutschland, Italien, China und Japan, teils noch Studierende an der Akademie, sind beteiligt: Changxiao Wang, Tim Cobalt Becker, Elisa Rungger, Imma, Michele Bolzoni, Ferry Kummich und Fabian Lutz. Das Spektrum der Positionen reicht von Malerei über Bildhauerei bis Videokunst. Kuratorin ist Maria Pfrommer, seit Jahresbeginn die künstlerische Leiterin der Putte. Der von der Stadt Neu-Ulm finanzierte Off-Space hat einen Schwerpunkt auf junge Kunst und sucht Verknüpfungen zum öffentlichen Raum.