Kultur auf den Stufen: Die Stadtbibliothek wird zur Freiluftbühne

Den Auftakt gestaltet Wolfgang Schukraft, der auf sein Leben und künstlerisches Schaffen zurückblickt.
Stadt Ulm / Stadtbibliothek- Ulm plant „Kultur auf Stufen“: neun Mittwochabende mit Theater, Literatur und Musik.
- Start am 17. Juni mit Wolfgang Schukraft, eröffnet von Kulturbürgermeisterin Iris Mann.
- Programm bis Mitte August, jeweils 19.30 Uhr an der Glaspyramide – Eintritt frei.
- Highlights: Akrobatik „Gap of 42“, literarisch-musikalischer „Szenenwechsel“, Duo FioRa.
- Weitere Termine: Landestheater Memmingen, Maxjoseph, con:trust, Reclam-Abend und Julia Weber.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Wenn sich die Stufen vor der Glaspyramide wieder in eine Freiluftbühne verwandeln, beginnt für viele Ulmerinnen und Ulmer ein fester Termin im Kulturkalender. Mit „Kultur auf Stufen“ startet am 17. Juni die siebte Saison der Veranstaltungsreihe. Es wird wieder eine Mischung aus Theater, Literatur und Musik mitten in der Innenstadt geben. Bis Mitte August erwartet die Doppelstadt an neun Mittwochabenden ein Programm bei freiem Eintritt. Finanziert wird die Reihe von der Stadt Ulm und der Bibliotheksgesellschaft Ulm mit Spenden.
Den Auftakt gestaltet Wolfgang Schukraft: Der langjährige Leiter der Theaterei Herrlingen blickt im Rahmen der Reihe „Meine Stunde für die Stadtbibliothek“ auf sein Leben und künstlerisches Schaffen zurück. Im Gespräch mit der Moderatorin Marion Weidenfeld erzählt er von Erfahrungen, Begegnungen und Stationen seines Werdegangs. Kulturbürgermeisterin Iris Mann eröffnet den Abend. Auch nach seinem Ausscheiden aus der Leitung der Theaterei im Jahr 2016 bleibt Schukraft kreativ aktiv und entwickelt weiterhin neue Produktionen.
Acht Wochen lang Programm – das ist zu erwarten
Eine Woche später (24. Juni) steht mit „Gap of 42“ eine Akrobatikshow auf dem Programm. Das international bekannte Duo Chris und Iris – Hand-to-hand, nutzt den markanten Größen- und Gewichtsunterschied zwischen den beiden Künstlern als Ausgangspunkt für eine Darbietung, die artistische Präzision mit Humor verbinden soll.
Der Juli (1. Juli) beginnt mit einem literarisch-musikalischen Abend. Unter dem Titel „Szenenwechsel“ präsentieren die Schauspielerin Sibylle Schleicher und der Opernsänger Markus Francke eigene Texte unterschiedlicher Tonlagen – poetisch, satirisch und bisweilen absurd. Am Klavier begleitet sie Alwina Meissner.
Experimenteller wird es am 8. Juli mit dem Duo FioRa. In „Lumière en fleur“ verbinden die beiden Musikerinnen Barockmusik mit zeitgenössischen Klängen. Das Besondere dabei: Das Konzert entsteht improvisierend aus dem Zusammenspiel von Musik, Atmosphäre und Publikum.
Mit dem Ein-Personen-Stück „Finnisch“ gastiert am 15. Juli das Landestheater Memmingen auf den Stufen der Glaspyramide. Im Zentrum steht ein junger Mann, der sich selbst ein Paket schickt, um mit einer von ihm bewunderten Postbotin ins Gespräch zu kommen. Die Inszenierung behandelt Themen wie Einsamkeit, Erwartungen und die Suche nach echter menschlicher Nähe.
Am 22. Juli präsentiert das Münchner Quartett Maxjoseph mit „NAU“ eine Verbindung aus Volksmusik, Klassik und Jazz. Eine Woche später (29. Juli) widmet sich das Akkordeon-Duo con:trust spanischen Komponisten von Isaac Albéniz bis Enrique Granados. Darüber hinaus werden die Werke des Katalanen Jaime Padrós zu hören sein – ab 1956 lebte er in Ulm.
Zum Abschluss rückt die Literatur in den Mittelpunkt. Am 5. August stellt die Reclam-Lektorin Eva Rittershofen drei Schriftstellerinnen des 19. und frühen 20. Jahrhunderts vor, die trotz ihres literarischen Schaffens weitgehend aus dem kulturellen Gedächtnis verschwunden sind: Gabriele Reuter, Franziska zu Reventlow und Fanny Lewald. Ausgewählte Textpassagen liest Emma Lotta Wegner.
Den Schlusspunkt setzt die Zürcher Autorin Julia Weber. In ihrem Roman „Weil ich Ruth bin“ verwandeln sich Menschen zeitweise in Tiere und gewinnen dadurch einen neuen Blick auf ihr Leben. Die Lesung am 12. August beschließt eine Reihe, die auch in ihrem siebten Jahr auf Vielfalt setzt und unterschiedliche Kunstformen miteinander ins Gespräch bringt.
Die Veranstaltungen finden jeweils mittwochs um 19.30 Uhr im Freilichtforum der Glaspyramide statt. Bei Regen wird ins Erdgeschoss der Glaspyramide ausgewichen.
