Internationales Donaufest 2024: Neun hörenswerte Tipps für das Donaufest in Ulm und Neu-Ulm

Bereits im letzten Jahr lockte das internationale Donaufest die Besucherinnen und Besucher auf die Tanzfläche.
Benjamin Krauss / krauss.mediaZwischen dem 5. und 14. Juli 2024 findet das 13. internationale Donaufest in Ulm und Neu-Ulm statt. Die Künstlerinnen und Künstler sind geladen, das Programm steht. Doch welche Musikerinnen und Musiker lohnen sich besonders? Eine Auswahl:
Gemeinsam innovativ sein, jammen und proben: Im Donau.Pop.Camp ist genau das möglich. Hier können sich Musikerinnen und Musiker aus den Donauländern treffen, um intensiv künstlerisch zu arbeiten. Mit dabei sind in diesem Jahr Dexpleen (A), Rio Soul (D), Armanda Popa (RO), Volt Pop (SRB), Zsüd (HU), ALEGRA (D). Das Ergebnis der kreativen Kooperation ist am Montag, 8. Juli, um 19 Uhr auf der Donaubühne und am Donnerstag, 11. Juli, 19 Uhr auf der Bühne in Neu-Ulm zu sehen.
Eine Fusion aus Soul, Jazz und HipHop-Beats: Das kroatisch-slowenische Musikerduo freekind. bringt am Dienstag, 9. Juli, um 21 Uhr die perfekte Musik für eine laue Sommernacht nach Ulm auf die Donaubühne. Die Sängerin des Duos, Sara Ester Gredelj, rappt und singt in ihren Texten teils sanft und lockend, teils mit sehnsuchtsvoller Kraft von Liebe, Zweifel, Schönheit und Hoffnung in dunklen Stunden. Begleitet wird sie dabei von Nina Korošak-Serčič am Schlagzeug. Gefühlvoll, groovig, macht Lust auf mehr.
Wiener Melange Vol. 5 & Musik wie bei Great Gatsby
Die Wiener Melange – eigentlich eine österreichische Kaffeespezialität – wird in Ulm zum musikalischen Ausflug ins Nachbarland Österreich. Das Programm für die Donaubühne am Mittwoch, 10. Juli, um 20 Uhr kuratierte die Regisseurin und Musikerin Anna Mabo. Sie wird selbst mit ihrem Musikkabarett auf der Bühne stehen. Für weitere musikalische Unterhaltung sorgt das Trio „Turumtay, Zarić, Denk“ mit einer Mischung aus türkischen Liedern, serbischem Gesang und Wiener Melodien mit orientalischem Touch. Damit der Wiener Schmäh in der abendlichen Melange nicht zu kurz kommt, steht der „Bob Dylan vom Praterstern“, besser bekannt als „Der Nino aus Wien“ auf der Bühne.
Eine Fusion aus deutschem und rumänischem Vintage-Jazz und Swing: Beim Donaufest Factory treffen die Kölnerin Alice Francis und das Bukarest Jazz Orchestra aufeinander. Wie sich das anhört? Als dürfte das Publikum an der Ulmer Donaubühne am 11. Juli um 20 Uhr in die großen Hallen des mysteriösen 1920er-Millionärs Jay Gatsby spicken.

Wenn sich eine Wiener Melange und ein Great Gatsby die musikalische Klinke in die Hand geben, dann kann es nur das internationale Donaufest sein: Anna Mabo Trio (links) und Alice Francis samt Bukarest Jazz Orchestra.
Ingo Petramer/Factory/Collage: befunkyWer spielt am Wochenende auf dem Donaufest?
Mitreißend, freudig, guttural, rituell: Die ukrainische Band Yagody greift eine Vielfalt an Melodien, Themen und Rhythmen auf. Ganz nach der Aussage von Mitgründerin Zoryana Dybovska: Zu jedem Moment im Leben eines Menschen passt ein Song. Damit das Repertoire dafür groß genug ist, greift die vierköpfige Band auf Folklore aus der Ukraine und deren Nachbarländern zurück. Welcher Song zum eigenen Leben passen könnte, kann man am Freitag, 12. Juli, um 16 Uhr auf der Bühne in Neu-Ulm herausfinden.
Elektronische und analoge Perkussion, Blechbläser, Frauenstimmen, treibende Klänge und Akkordeon – vereint mit Anklängen mediterraner und ukrainischer Musik: Das ist die World-Beats-Band Luiku aus Kiew. Ein wilder, tanzbarer Klangeintopf aus der Ukraine, der Türkei, Polen, Ungarn, vom Balkan, von Roma. Was eigentlich mal als Musikprojekt für eine Dokumentation begann, lockt mittlerweile europaweit selbst die größten Muffel auf die Tanzfläche. Möglich ist das am Freitag, 12. Juli, um 21 Uhr auf der Neu-Ulmer Bühne.
Flott, freudig und feuchtfröhlich: Die Stuttgarter Band HISS hat schon einige Konzerte auf dem Buckel – 2798, um genau zu sein. Doch in all der Zeit hat die fünfköpfige Band definitiv nicht ihren Spirit verloren. Noch immer erfreuen HISS mit einer Mischung aus Walzer und Blues, Folk, Ska und Polka. Die Musik voller Kraft, die Texte eine Liebeserklärung an Humor und Leben – eine absolute Empfehlung für Samstag, 13. Juli, um 19 Uhr auf der Neu-Ulmer Bühne.
Erfrischend leicht, sommerlich wohlfühlend, musikalisch aufgeschlossen: Die kroatische HipHop-Initiative Elemental gründete sich bereits 1998 in Zagreb. Begonnen hat sie ihre musikalische Karriere in Jugendhäuser, bei Supportjobs und auf Privatpartys. Mittlerweile ist ihr Stellenwert in den Ländern des ehemaligen Jugoslawien mit den deutschen Seeed oder Fanta4 vergleichbar. Am Samstag, 13. Juli, um 21 Uhr wird die siebenköpfige Liveband die Ulmer Donaubühne bespielen.
Treibend, betörend, tiefgehend und vor allem unterhaltsam. Das österreichische Duo „Tanz Baby!“ hat Kultstatus. Ihre Musik funktioniert schunkelnd im Rotlichtbezirk, auf der Galashow mit Rose am Jackett und sicher auch am Sonntag, 14. Juli, um 16 Uhr auf der Ulmer Donaubühne. Sich mit einem Glas glitzernden Schaumwein in der Nachmittagssonne den Klängen der schwingenden Heimorgel hingeben – was könnte man sich da zum Abschluss des internationalen Donaufests mehr wünschen?
Das 13. internationale Donaufest
Seit 1998 steht das internationale Donaufest für Begegnungen zwischen Künstlerinnen und Künstlern und Gästen aus den Ländern des Donauraums. Dadurch soll ein gegenseitiges Verständnis auf kultureller Ebene geschaffen und vertieft werden. Zusammenkommen, lernen, sich austauschen, gemeinsames entwickeln — und Toleranz leben.
Die Donau fließt 2857 Kilometer durch 10 Länder und viele Städte wie Ulm, Wien, Bratislava, Budapest und Novi Sad.

