Immersive Lichtshow: Spektakuläre Bilder – „Genesis“ in der Neu-Ulmer Kirche St. Johann Baptist

Expressionistische Atmosphäre: Die Lichtshow "Genesis" in St. Johann Baptist in Neu-Ulm.
Eric Maier-Rehm- Die immersive Lichtshow „Genesis“ gastiert bis 16. Dezember 2025 in St. Johann Baptist, Neu-Ulm.
- 360-Grad-Projektionen und „Videomapping“ passen die Show an die Architektur der Kirche an.
- Die audiovisuelle Darstellung der sieben Schöpfungstage dauert 30 Minuten.
- Tickets ab 7,90 € sind online erhältlich, Vorstellungen finden fast täglich statt.
- Die Show kombiniert klassische Musik, Beats und visuelle Effekte – ideal für Familien und Instagram.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Im Alten Testament steht es ein bisschen anders, religiöser natürlich: „Im Anfang erschuf Gott Himmel und Erde“. Genesis, Kapitel 1, Vers 1. In der Show, die heißt wie das erste Buch Mose, lautet der erste Satz hingegen: „Am Anfang war das Licht.“ Und um das Licht geht es ja schließlich auch in „Genesis“: Eine halbe Stunde lang soll das Publikum mit 360-Grad-Projektion gefesselt werden, eine ästhetische, immersive, also auf Überwältigung zielende Darbietung. Bis 16. Dezember 2025 ist die Show jetzt zu Gast in der Neu-Ulmer Stadtpfarrkirche St. Johann Baptist.
„Was wir machen, ist visuelle Poesie“, sagt Roman Beranek, Mitgründer und Creative Director des Kunstkollektivs Projektil. Die Schweizer stehen hinter „Genesis“ und ähnlichen Projekten, derzeit tourt auch noch „Enlightenment“ durch die Länder. Rund 3000 Stunden Vorarbeit stecken laut Beranek in „Genesis“. Etwa 15 Leute hätten ein Jahr lang an der Show gearbeitet, Motion- und Grafik-Designer, Musiker, andere kreative Köpfe. „Fertig“ geworden sei sie aber nie. „Wir entwickeln ständig weiter“, sagt der künstlerische Leiter. „Genesis“ heute erinnere nur noch in Teilen an die erste Version, die 2017 Premiere hatte. Nach Angaben des Veranstalters haben inzwischen rund 1,8 Millionen Menschen auf mehreren Kontinenten die Show gesehen.
Die Architektur ist ein Teil der Darbietung
Diese wird an die Spielorte angepasst. Die bewegten Bilder werden nicht einfach an die Wände und Decken gestrahlt, sondern auf die Architektur abgestimmt: „Videomapping“ ist der Fachbegriff. Man konnte das zuletzt auch in der Augsburger Kirche St. Anna sehen, wo „Genesis“ bis Mitte November gezeigt wird: Die Gewölbebögen, Simse, Fenster des Gotteshauses sind Teil der Animation, der bewegte Rahmen für die Schöpfungserzählung. In der Kirche St. Johann Baptist ist es jetzt auch so – und damit ganz anders. Wo in Augsburg Wessobrunner Stuck und Renaissance-Kunst den Raum prägen, regiert in Neu-Ulm expressionistische Kantigkeit. „Megacool“ findet Beranek die Architektur.

Lichtshow in "megacooler" Architektur: "Genesis" in der Kirche St. Johann Baptist in Neu-Ulm.
Eric Maier-RehmDas Kollektiv Projektil hat seinem Creative Director zufolge ein eigenes Team, intern „Chamäleons“ genannt, das sich nur um die Adaption kümmert. Dieses scanne die jeweiligen Veranstaltungsorte und entwickle dann anhand der so gewonnen 3D-Daten die jeweilige „Genesis“-Version. Diese wird dann, je nach Raumgröße und -form, mit mindestens acht Hochleistungsbeamern zum Leben erweckt. Das Grundgerüst bleibt dabei bestehen: eine audiovisuelle Reise durch die sieben Schöpfungstage in 30 Minuten. „Wir haben keinen religiösen Auftrag, sondern einen rein künstlerischen“, stellt Beranek klar. Es gehe um Entschleunigung, darum, sich fallen zu lassen und die Außenwelt zu vergessen. „Das tut jedem gut in der heutigen Zeit.“
In Augsburg, wo viele der Vorführungen ausverkauft sind, funktioniert das aktuell: Die Besucherinnen und Besucher lehnen sich zurück und genießen, sie sehen kosmische Funken und sprießendes Grün, blühende Rosen und tanzende Figuren, es gibt elektronische Sounds, tribalistische Beats, vor allem aber klassische Musik, Haydn, Mahler, als die Unterwasserwelt erwacht, schwimmen Riesenschildkröten, Hammerhaie und am Ende sogar ein Blauwal über das Gewölbe. Ein paar haben trotzdem ihre Handys im Daueranschlag: „Genesis“ ist maximal Instagram-tauglich.

Feuer in der "Genesis": Lichtshow in der Kirche St. Johann Baptist in Neu-Ulm.
Eric Maier-Rehm„Culturetainment“ nennt Roman Berak das, was die Produktionen von Projektil bieten – einem Publikum verschiedener Altersklassen, auch für Familien sei „Genesis“ gut geeignet. Nach Neu-Ulm kam diese übrigens auf Initiative der katholischen Pfarrgemeinde, wie Pfarrer Karl Klein auf Nachfrage bestätigt. Im Rahmen der City-Seelsorge wolle man auf die Menschen zugehen, sie in die Kirche einladen. „Ich hoffe, dass die Besucher auch über ihr eigenes Geschaffensein nachdenken, darüber, wo sie herkommen und wo der Weg hinführen soll.“ Er selbst werde „Genesis“ gleich am ersten Abend besuchen und sei „sehr gespannt“.
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Fast jeden Abend zu sehen
Bis 16. Dezember 2025 ist „Genesis“ in der katholischen Stadtpfarrkirche St. Johann Baptist in der Neu-Ulmer Stadtmitte zu sehen, im November täglich außer Montag und Dienstag, im Dezember nur an Montagen nicht. Es gibt bis zu fünf Vorführungen pro Abend, um 17.30, 18.15, 19, 19.45 und 20.30 Uhr. Tickets gibt es nur online auf eonariumexperiences.com/neu-ulm. Diese kosten für Erwachsene 13,90 Euro (ermäßigt 10,90), für Kinder von fünf bis zwölf Jahren sind 7,90 Euro fällig, jüngere haben freien Eintritt.

