Gewinnspiel
: Der Ulmer Theaterpreis 2026

Das Publikum kürt die besten Aufführungen der Saison 2025/2026 am Theater Ulm. Stimmen Sie ab! Und wer sind die herausragenden Ensemblemitglieder?
Von
Jürgen Kanold
Ulm
Jetzt in der App anhören
"Giselle": Schön romantisch hat Annett Göhre den Ballett-Klassiker mit der Tanztheater-Compagnie inszeniert. Zart dramatisch spielten live die Philharmoniker unter Panagiotis Papadopoulos.

Die beste Aufführung am Theater Ulm in der Saison 2025/2026? Fürs Tanztheater ist "Giselle" nominiert: Schön romantisch hat Annett Göhre den Ballett-Klassiker mit der Tanztheater-Compagnie inszeniert. Zart dramatisch spielten live die Philharmoniker unter Panagiotis Papadopoulos.

Sylvain Guillot
  • Publikum wählt die beste Aufführung der Saison 2025/2026 am Theater Ulm – Abstimmung läuft online.
  • Gala am 7. Juli, 19.30 Uhr: Vergabe des Ulmer Theaterpreises sowie Ehren- und Nachwuchspreis.
  • Nominierungen Großes Haus: „Im Weißen Rössl“, „Mephisto“, „Die Meistersinger von Nürnberg“.
  • Nominierungen Podium/auswärts: „Taxi nach Drüben“ und „Oleanna“ an der Universität Ulm.
  • Drei Ensemblepreise werden von Jury vergeben, dotiert mit 1000 Euro pro Sparte.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Nein, unter keinen guten Vorzeichen hatte diese Saison 2025/2026 am Theater Ulm begonnen: Der Brand in der Paketposthalle im Juni vergangenen Jahres zerstörte den Fundus und auch Probenbühnen mit katastrophalen Folgen. Aber die Stadt reagierte schnell, die Bürgerschaft half, der Verein der Theaterfreunde startete eine beispiellose Spendenaktion – und das Theater selbst improvisierte nicht nur und trotzte emphatisch den Bedingungen, sondern zeigte ein großes,  künstlerisch vielfältiges Programm. Auch die Zuschauerzahlen sind wieder auf dem Stand von vor der Corona-Pandemie.

Was das Haus leisten kann, überregional weithin beachtet, zeigte zuletzt Kay Metzgers Inszenierung der Wagner-Oper „Die Meistersinger von Nürnberg“. Im Bühnenbild ist die weiße Geometrie des Theaterbaus: „Hier gilt’s der Kunst“ – ein öffentlicher Ort, an dem vorurteilslos Kultur stattfinden kann. Nach acht Jahren verabschiedet sich Metzger als Theaterintendant in den Ruhestand. Aber jetzt geht‘s noch nicht um seine Bilanz, sondern um die Höhepunkte der Saison 2025/2026.

Am 7. Juli (Dienstag), 19.30 Uhr, vergibt das Theater Ulm im Foyer zum sechsten Mal den Ulmer Theaterpreis in Kooperation mit dem Verein der Freunde des Ulmer Theaters und der SÜDWEST PRESSE. Diese Gala ist ein großes Familienfest des Theaters für sein Ensemble, das ganze Haus sowie natürlich für sein Publikum und bietet ein vielfältiges Programm. Erst an diesem Abend werden die Gewinner bekanntgegeben. Zudem werden ein Ehrenpreis sowie ein Nachwuchspreis (dotiert mit 500 Euro, gestiftet von Dr. Winfried Haerer) überreicht.

Aber jetzt zum Prozedere des Ulmer Theaterpreises. Eine Jury, bestehend aus den Theaterfreunden und der SWP-Kulturredaktion, hat eine Vorauswahl getroffen und die verschiedenen Sparten berücksichtigt. Das Publikum wählt „Die beste Aufführung der Saison“: einmal aus vier Nominierungen in der Kategorie „Großes Haus“ und einmal aus zwei Nominierungen in der Kategorie „Podium/ auswärts“. (Das Songdrama „Ewig Jung“ wird nicht berücksichtigt es hat erst am 19. Juni Premiere).

So können Sie online bis 4. Juli 2026 abstimmen:
unter erleben.swp.de/gewinnspiel-theaterpreis

Oder füllen Sie einen Coupon aus, der im Theater Ulm ausliegt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Das Publikum stimmt ab: Die beste Aufführung 2025/26 im Großen Haus

Fröhlich, bunt, klamottig: Das Ulmer Theater zeigt die Operette "Im weißen Rössl".

„Im Weißen Rössl“: Fröhlich, bunt und mit Herz zeigte Benjamin Künzel die Operette der Saison. Ein großer Unterhaltungsspaß unter der musikalischen Leitung von Vincenzo de Lucia.

Jochen Klen
Großes Schauspiel: "Mephisto" am Theater Ulm.

„Mephisto“. Malte Kreutzfeldt brachte Klaus Manns Roman auf die Bühne: drastisch, ernst, existenziell. Ein brisanter politischer Stoff, ein Schauspielereignis.

Jochen Klenk
"Die Meistersinger von Nürnberg". Sechs Stunden Wagner-Oper, ein bewundernswerter Kraftakt des Hauses unter in der Regie von Kay Metzger und mit Felix Bender am Dirigentenpult.

„Die Meistersinger von Nürnberg“. Sechs Stunden Wagner-Oper, ein bewundernswerter Kraftakt des Hauses unter der Regie von Kay Metzger und mit Felix Bender am Dirigentenpult.

Kerstin Schomburg

Das Publikum stimmt ab: Die beste Aufführung 2025/26 im Podium/auswärts

"Taxi nach Drüben": Die unglaubliche, aber wahre Geschichte des Ulmer Doppelagenten fesselt im Podium. Phillipp Löhles ist eine schräge Agentenklamotte, die zum beklemmenden Drama wird.

„Taxi nach Drüben“: Die unglaubliche, aber wahre Geschichte des Ulmer Doppelagenten fesselte im Podium. Phillipp Löhles Stück ist eine schräge Agentenklamotte, die zum beklemmenden Drama wird.

Marc Lontzek
Machtspiele im Hörsaal: Emma Lotta Wegner (Carol) und Markus Hottgenroth (John) in "Oleanna".

„OIeanna“. Machtspiele und Horror im Hörsaal 2: Tjana Thiessenhusen inszenierte mit Emma Lotta Wegner und Markus Hottgenroth das Campus-Stück an der Universität Ulm.

Marc Lontzek

Die Abstimmung läuft von sofort an und bis zum 4. Juli 2026. Wer mitmacht, liebes Publikum, liebe Leserinnen und Leser, kann gewinnen. Den Hauptpreis verlost die SÜDWEST PRESSE: 1 x 2 Karten für eine Aufführung des weltberühmten Stuttgarter Balletts, die Generalprobe des Cranko-Klassikers „Romeo und Julia“ am 12. November im Stuttgarter Opernhaus. Das Theater Ulm verlost zwei Theatergutscheine á 50 Euro, eine Theatercard und eine CD „Le petit pauvre d’assise“; der Verein der Theaterfreunde drei „Schnuppermitgliedschaften“.

Die herausragenden Ensemblemitglieder der Saison

Auch die herausragenden Ensemblemitglieder der drei Sparten am Theater Ulm werden wieder ausgezeichnet: Sängerinnen und Sänger, Schauspielerinnen und Schauspieler, Tänzerinnen und Tänzer. Diese drei Theaterpreise sind mit jeweils 1000 Euro dotiert, gestiftet von den Theaterfreunden (Musiktheater, Tanz) und der SÜDWEST PRESSE (Schauspiel). Es zählt in der Bewertung nicht nur eine einzelne Partie oder Rolle, sondern auch die Saisonleistung. Deshalb hat die Jury keine Gäste nominiert, sondern dezidiert Ensemblemitglieder. Zudem wurden die Titelverteidiger, die Gewinnerinnen und Gewinner des Theaterpreises 2025, ausgelassen. Die Jury selbst kürt die herausragenden Ensemblemitglieder, die Namen werden auf der Gala bekanntgegeben.

Musiktheater

Maria Rosendorfsky. Von der zupackend reschen Rössl-Wirtin zur verstörten Governess in der Horror-Oper "The Turn of the Screw" (Foto). Eine enorme Ausdrucksvielfalt.

Maria Rosendorfsky. Von der zupackend reschen Rössl-Wirtin zur verstörten Governess in der Horror-Oper „The Turn of the Screw“ (Foto). Eine enorme Ausdrucksvielfalt.

Kerstin Schomburg
Joshua Spink. Großartig hat sich der Tenor: Belcanto-Klasse in "Roberto Devereux",  und kraftvoll sang er auch den David in den "Meistersingern".

Joshua Spink. Großartig hat sich der Tenor im Ensemble entwickelt. Belcanto-Klasse in „Roberto Devereux“, und kraftvoll sang er auch den David in den „Meistersingern“.

Jochen Quast
Theater Ulm: NeujahrskonzertMotive: Solistin Maryna Zubko (Sopran), Moderator Benjamin Künzel,

Maryna Zubko. Die omnipräsente Sopranistin, lyrisch bis dramatisch: ob im Neujahrskonzert, als Mimi in „La Bohème“ oder als Eva in den „Meistersingern“.

Volkmar Könneke

Tanztheater

Seit drei Jahren in der Compagnie: Gabriel ­Mathéo Bellucci (25) aus Brasilien.

Die Tänzerinnen und Tänzer des Theaters Ulm - Vorschau auf "Nussknacker"-Premiere

Gabriel ­Mathéo Bellucci. Der Brasilianer gehört seit 2018 zu den viel beschäftigten, beliebten, erstklassigen Akteuren der Compagnie und tanzte etwa den Hilarion in „Giselle“.

Matthias Kessler
Gaëtan Chailly. Eigentlich firmiert der Franzose nur als Tanzpädagoge, aber als Pantomime zeigte er auf der Bühne grandiose Auftritte, in „Mephisto“ und den „Meistersingern“.

Gaëtan Chailly. Eigentlich firmiert der Franzose nur als Tanzpädagoge, aber als Pantomime zeigte er auf der Bühne grandiose Auftritte, in „Mephisto“ und den „Meistersingern“.

Theater Ulm
Maya Mayzel hat viele Jahre lang die Ulmer Ballettkompanie geprägt. Nach Ende dieser Spielzeit beendet sie ihre Tanzkarriere. Was sie dann vorhat.

Maya Mayzel. Sie hat lange Jahr die Compagnie mitgeprägt und beendet nach dieser Saison ihre Karriere. Als Giselle zeigte sie noch einmal ihre große Klasse.

Matthias Kessler

Schauspiel

Vincent Furrer. Als Hans Miklas in "Mephisto". Oder Ottokar in der Kleist-Tragödie „Die Familie Schroffenstein“.

Vincent Furrer. Viele starke Auftritte: als Hans Miklas in „Mephisto“ (Foto), als Ottokar in der Kleist-Tragödie „Die Familie Schroffenstein“ oder aktuell als magersüchtiger Bernhard in „Vater unser“.

Jochen Klenk
Markus Hottgenroth. Extrem körperlich, überragend spielte er den Hendrik Höfgen in "Mephisto".

Markus Hottgenroth. Extrem körperlich, überragend spielte er den Hendrik Höfgen in „Mephisto“. Aber er gab auch laut komödantisch den nörgelnden Giesecke im „Rössl“.

Jochen Klenk
Emma Lotta Wegner

Emma Lotta Wegner. Herzerwärmend als Agnes in „Die Familie Schroffenstein“, aber auch wohlstandsverwahrlost und kompliziert in „Fräulein Julie“ im Zusammenspiel mit Frank Röder.

Marc Lontzek