Florentina Holzinger: „Sancta“-Choreografin ist einflussreichste Künstlerin des Jahres

Performance-Star Florentina Holzinger.
Jens Büttner/dpa- Florentina Holzinger wurde zur einflussreichsten Künstlerin 2024 gekürt.
- Das Magazin „Monopol“ lobt ihre mutigen und spektakulären Performances.
- Ihre Performance „Sancta“ in Stuttgart löste heftige Reaktionen aus.
- Alle Vorstellungen waren ausverkauft; neue Termine für Herbst 2025 sind geplant.
- „Monopol“ sieht Paris und Yael Bartana auf den Plätzen zwei und drei.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Das Kunstmagazin „Monopol“ hat die österreichische Choreografin Florentina Holzinger zur einflussreichsten Künstlerin des Jahres gekürt. „Ihr Werk hat eine visuelle und emotionale Wucht, die niemanden kaltlässt und die im Kunstbetrieb in ihrer Konsequenz gerade ihresgleichen sucht“, urteilt das Magazin in seiner Dezemberausgabe, die am Freitag (22. November 2024) erscheint.
Holzinger ist bekannt für ihre spektakulären Bühnenstücke und arbeitet mit nackten Frauenensembles. Bei ihrer provokanten Opernperformance „Sancta“ im Opernhaus Stuttgart hatten Besucher über Übelkeit geklagt. In dieser waren unter anderem explizite sexuelle Handlungen, Piercing-Vorgänge und auch echtes Blut zu sehen.
Die „Bild“ hatte die Performance als „Sex-Oper“ bezeichnet, radikale Christen hatten gegen die Aufführungen protestiert. Die positive Seite des Skandals: Alle Vorstellungen waren ausverkauft, die Staatsoper hat bereits neue Termine für Herbst 2025 angekündigt.
„Monopol“ veröffentlicht jährlich eine Rangliste mit den 100 einflussreichsten Persönlichkeiten der Kunstwelt. Holzinger „denkt größer und freier, als es viele im klassischen Kunstbetrieb tun, und zeigt keinerlei Furcht vor Pathos und Spektakel“, begründet das Magazin seine Auswahl. Die Österreicherin hat unter anderem schon mehrfach an der Berliner Volksbühne inszeniert („Ophelia's Got Talent“), auch dort mit großem Erfolg beim Publikum
Auf dem zweiten Platz sieht „Monopol“ die französische Hauptstadt. Paris sei etwa durch private Sammlungen, hochkarätige Museumsausstellungen und die Kunstmesse Art Basel Paris ins Zentrum des Interesses gerückt. „Die Kunstwelt hat eine alte neue europäische Hauptstadt.“
Auf dem dritten Platz landet die israelische Künstlerin Yael Bartana, die in diesem Jahr im Deutschen Pavillon auf der Kunstbiennale in Venedig ausgestellt hat. Sie habe in vielen ihrer großen Filme und Projekte die Fähigkeit bewiesen, politische Fragen ästhetisch zu stellen und sich einfachen Parolen zu entziehen. Aktuell sind Arbeiten von Bartana auch in der Staatsgalerie Stuttgart zu sehen.
