Auf der „Mandora Stage“, der kleineren der beiden Openair-Bühnen, steht der Tag im Zeichen des Hip-Hop und seiner Spielarten. „Beginner“-Frontmann Jan Delay setzt am frühen Abend mit seinem Disco-Funk-Soloprojekt ein großes Ausrufezeichen. Auch wenn der Platz vor der Bühne nicht ganz gefüllt ist, schlägt dem Hanseaten die geballte Liebe seiner Fans entgegen. Marteria folgt ihm nach, und zu später Stunde raven Scooter mit dem Publikum durch die Nacht.
Ein gänzlich anderes Bild zeigt sich derweil auf der Hauptbühne, der „Utopia Stage“: Nach den Alternative-Rockern Weezer und den italienischen ESC-Siegern Maneskin gehört der Samstag den Veteranen des Punkrock. The Offspring geben neue Songs und alte Kracher wie Self Esteem zum Besten, die Zuschauer feiern ekstatisch. 28 Jahre ist es her, dass die US-Punkrocker mit dem Album Smash einen Welterfolg landeten. Heute mag die Stimme von Dexter Holland nicht mehr ganz so viel Kraft haben wie seinerzeit, doch 16-jährige Fans singen ebenso mit wie 60-jährige. Ganz ähnlich ist es später beim Headliner Green Day, eine weitere Punk-Institution aus den Staaten.
Rock im Park vereint Generationen an Fans vor den Bühnen und zeigt, dass auch jenseits von Rock und Metal jede Menge Potenzial im Programm steckt. Der Sonntag bildet mit Headliner Muse, Placebo und den Deftones den Abschluss des Festivals. Für den Nachmittag sind Unwetter vorhergesagt, vor denen bereits am Samstag auf den großen Displays im Infield gewarnt wird. Alle Festivalisten hoffen, dass die Gewitterzellen einen Bogen um den Dutzendteich machen.