Fazit der Ulmer Kunstschau
: „Die Ursprungsidee der Triennale bröckelt“

Vor dem Abschlusswochenende der Ausstellung kommen die Beteiligten zu unterschiedlichen Bewertungen. Das Format mit drei Standorten wird kritisiert.
Von
Marcus Golling
Ulm
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Kunstverein Ulm: Pressetermin 24. Triennale Ulmer Kunst - „NEUES IM FLUSS“

Ein Blick in die 24. Triennale Ulmer Kunst: Hier zeigt Künstlerin Barbara Bauer ihre Fantasiewesen in der Künstlergilde.

Matthias Kessler
  • Triennale Ulmer Kunst mit deutlichem Besucherrückgang, drei Standorte werden kritisiert.
  • Rund 2600 Gäste bis vor dem Abschlusswochenende – zuvor waren es mehr als 12.300.
  • Verteilte Schau: Schuhhaussaal 1360 Besucher, Ochsenhäuser Hof 751, Gilde 512.
  • BBK und Gilde bemängeln fehlenden repräsentativen Ort, Ursprungsidee bröckelt.
  • Museum Ulm sieht gestärkte Zusammenarbeit; nächste Triennale ist 2029 geplant.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Es gab schon bessere Zeiten für die Triennale Ulmer Kunst: Nach Angaben des Museums Ulm hatten vor dem finalen Wochenende etwas mehr als 2600 Menschen die Leistungsschau der Ulmer Szene besucht – 2023 waren es noch mehr als 12.300. Allerdings sind die Zahlen schwer zu vergleichen: Die 23. Ausgabe war damals viereinhalb Monate lang in der Kunsthalle Weishaupt zu sehen, die 24. unter dem Motto „Neues im Fluss“ nun nur etwa sieben Wochen im Kunstverein, im BBK-Künstlerhaus und bei der Künstlergilde. Die Triennale Ulmer Kunst endet am 30. August 2026.

Die drei Standorte kamen unterschiedlich gut an: Bis zum Freitag waren es laut Statistik im Schuhhaussaal 1360 Besucherinnen und Besucher, im Ochsenhäuser Hof 751und bei der Gilde 512. Entsprechend unterschiedlich schätzen die Beteiligten das Ergebnis ein. Kunstvereins-Geschäftsführer Udo Eberl freut sich über die lange Verweildauer des Publikums, beklagt aber auch, dass die Hitzewellen sich negativ auf den Zuspruch ausgewirkt hätten. Michael Günzer, der zweite Vorsitzende, findet rückblickend „die große Vielfalt nicht nur der Positionen, sondern auch der Künstlerinnen und Künstler total gut“.

Durchwachsenes Fazit von BBK und Gilde

Raimund Schneider, der Vorsitzende der Künstlergilde, ist grundsätzlich zufrieden: „Insgesamt war es eine erfolgreiche Triennale mit interessanten Werken und spannenden Ideen zum Thema.“ Die verteilte Präsentation hat ihn jedoch nicht überzeugt: „Die Stadt Ulm sollte in der Lage sein, alle drei Jahre einen geeigneten Ausstellungsort zur Verfügung zu stellen.“

Der BBK-Vorsitzende Reiner Schlecker kommt auch zu einem „durchwachsenen Fazit“: Es habe der repräsentative Rahmen eines Museums oder eines anderen attraktiven Ortes gefehlt. „Ohne diesen wird die Triennale immer mehr qualitativ abfallen und letztendlich sich nicht mehr unterscheiden von unserem herkömmlichen Ausstellungsprogramm“, befürchtet er. „Die Ursprungsidee der Triennale bröckelt.“

Stefanie Dathe, die Direktorin des Museums Ulm, erkennt die Probleme der verstreuten Schau an, doch habe das Format die Zusammenarbeit der Verantwortlichen an den beteiligten Ausstellungsorten gestärkt. Inhaltlich zeigt sie sich zufrieden, die Ausstellung habe gezeigt, dass Ulmer Kunst sich „zwischen regionaler Verbundenheit und globaler Erfahrung“ bewege – „sinnbildlich auch entlang der Donau, die Länder und Kulturen verbindet“.

Die nächste Triennale Ulmer Kunst steht 2029 an. Das Museum wird dann noch immer wegen des Umbaus geschlossen sein.

Zum Abschluss gibt es am Samstag, 29. August, 18 Uhr, ein Künstlergespräch mit Robin Rapp und Elif Çelik im Kunstverein und am Sonntag, 30. August, 16 Uhr, die Performance „Flow River Flow“ mit Verena Holscher und Reinhard Köhler in der Künstlergilde.