Ausstellung im „Met“: Münsterrisse aus Ulm sind wohlbehalten zurück aus New York

Zwei Zeichnungen aus Ulm: ein Fragment des Turmhelms und ein Ausschnitt einer Ölberg-Szene.
Stadtarchiv Ulm- Vier Ulmer Münsterrisse kehrten wohlbehalten aus der Met-Ausstellung in New York zurück.
- Sie waren vier Monate Teil von „Gothic by Design“ im Metropolitan Museum.
- Laut Stadtarchiv sahen mehr als 100.000 Menschen die Schau mit Zeichnungen aus dem 13. bis 16. Jahrhundert.
- Abbau, Transport und Zoll liefen problemlos – eine finale Prüfung bestätigte Unversehrtheit.
- Ulm besitzt den weltweit zweitgrößten Bestand gotischer Architekturzeichnungen, nur Wien hat mehr.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Für vier Monate waren vier der im Stadtarchiv Ulm verwahrten Münsterrisse auf Weltreise. Nun sind sie wieder wohlbehalten zurückgekehrt, nachdem sie im Rahmen der Ausstellung „Gothic by Design. The Dawn of Architectural Draftsmanship“ im Metropolitan Museum („Met“) in New York zu sehen waren. Darüber informierte nun das Stadtarchiv in einer Pressemitteilung.
Die Ausstellung hatte Architekturzeichnungen aus einer Vielzahl verschiedener Sammlungen, Museen und Archive an einem Ort versammelt, wie es bei derart seltenen und wertvollen Kunstwerken nur selten der Fall ist. Die Schau war laut Stadtarchiv ein voller Erfolg: Mehr als 100.000 Besucherinnen und Besucher haben sich die Ausstellung mit den Zeichnungen aus dem 13. bis 16. Jahrhundert angesehen. Positive Besprechungen erschienen sowohl in renommierten Fachzeitschriften als auch im „Wall Street Journal“.
Abbau, Transport, Zollformalitäten
Die Ulmer Münstergemeinde, das Evangelische Archiv Baden und Württemberg und das Stadtarchiv Ulm als Leihgeber sind laut Pressemitteilung froh, dass sie einen Beitrag zu dieser einmaligen Ausstellung leisten konnten. Ebenso froh sind alle Beteiligten aber auch, dass nun auch auf dem Rückweg mit Ausstellungsabbau, Transport und Zollformalitäten alles ohne Probleme funktioniert hat.
Nachdem sich die speziellen Transportkisten im Tresor des Stadtarchivs noch einige Tage akklimatisieren durften, wurden die wertvollen Zeichnungen nun ausgepackt und es konnte im Zuge einer finalen Begutachtung endgültig festgestellt werden, dass alle vier die Reise nach Übersee unbeschadet überstanden haben.
Die sogenannten Münsterrisse aus Ulm bilden den weltweit zweitgrößten Bestand gotischer Architekturzeichnungen, eine größere Sammlung lagert nur noch in Wien. Die handgezeichneten Pläne geben einen Einblick in die Arbeit der Baumeister vom 14. bis zum 16. Jahrhundert – und das nicht nur auf der Münsterbaustelle in Ulm: Durch die Vernetzung der Bauhütten in dieser Zeit kam es vor, dass die Zeichnungen mit den Bauleuten auf Wanderschaft gingen.


