Alte Musik in Ulm: Hassler-Consort macht aus dem Stadthaus ein kleines Versailles

Franz Raml hat das Hassler-Consort vor mehr als 30 Jahren gegründet.
Hassler Consort- Das Hassler-Consort spielt am 1. November 2025 ein Konzert im Stadthaus Ulm.
- Dirigent Franz Raml widmet das Programm dem Barockkomponisten François Couperin.
- Werke wie „Le Parnasse ou L’apothéose de Corelli“ und „La Piémontoise“ werden aufgeführt.
- Ein erfahrenes Ensemble, u. a. mit Gunhild Alsvik und Pierre-Yves Cras, sorgt für authentischen Klang.
- Karten sind online auf ulmtickets.de und an der Abendkasse erhältlich.
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So einen Beinamen muss man sich als Komponist erst einmal verdienen. „Le Grand“, also der Große, wird François Couperin (1668-1733) in Frankreich genannt. Er, der wichtigste Vertreter einer ganzen Dynastie von Organisten und Cembalisten, war tätig am Hof von Versailles, wo er nicht nur für die königliche Kapelle komponierte, sondern auch mehrere Kinder und Enkel des Sonnenkönigs Ludwig XIV. am Cembalo unterrichtete. „Musik für Versailles“ heißt auch das Programm, mit dem Franz Raml und sein Hassler-Consort am Samstag, 1. November 2025, 19 Uhr, Couperin im Stadthaus Ulm würdigen wollen.
Auch für Raml ist Couperin, der mit seinem galanten Stil die französische Klassik von Komponisten wie Jean-Baptiste Lully mit dem Rokoko verbindet, ein Großer. Überhaupt schätzt er die Barockmusik aus dem westlichen Nachbarland für ihre elegante Melodik, die ungewöhnliche Harmonik, die vielen Verzierungen. Das Besondere an Couperin: Er komponierte (anders als später die deutschen Kollegen Bach und Händel) nie für große Besetzungen, sondern blieb bei der Kammermusik. In seinen Motetten besteht die Begleitung oft nur aus dem Generalbass, wobei Raml in Ulm mit sich selbst an der Orgel, Gambe und zwei Lauten einen satten Continuo-Klang aufbietet, ergänzt um zwei Barockviolinen.
Ein Kollege wird vergöttlicht
Neben den geistlichen Motetten liegt der Fokus des Programms auf der Trio-Sonate „Le Parnasse ou L‘apothéose de Corelli“. Ein durchaus kurioses Werk: Couperin verbeugt sich mit diesem vor dem italienischen Komponisten Arcangelo Corelli (1653-1713). Die Musen empfangen den Tonsetzer auf dem Götterberg Parnass und stellen ihn am Ende in die Nähe von Apollo. Eine ähnliche Vergöttlichungssonate hat Couperin übrigens auch für Lully geschrieben. Im Stadthaus erklingen jedoch Ausschnitte aus „La Piémontoise“.
Um den Originalklang – inklusive der französischen Intonation der lateinischen Motetten-Texte – nahezukommen, hat Raml für die technisch anspruchsvollen Vokalstücke ein erfahrenes Gesangsensemble verpflichtet: die norwegische Sopranistin Gunhild Alsvik, den französischen Bassbariton Pierre-Yves Cras und die französische Sopranistin Hélène Walter. Sie geben in diesem Programm ihr Debüt beim Hassler-Consort.
Karten für das Konzert gibt es auf ulmtickets.de und an der Abendkasse im Stadthaus.

