
Ministerpräsdient Cem Özdemir (links) setzt in Zukunft auf die Unterstützung von Boris Palmer.
Katharina Kausche/dpaStuttgart baut auf Palmers Rat
8. Juli 2026
Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser,

Ministerpräsdient Cem Özdemir (links) setzt in Zukunft auf die Unterstützung von Boris Palmer.
Katharina Kausche/dpalange ist darüber spekuliert worden, jetzt ist es raus: Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer wird doch Teil der Landesregierung. Zumindest am Rand. Als „Rat für Staatsmodernisierung“ soll der bekannteste OB Deutschlands dafür sorgen, dass es mit dem Abbau der Bürokratie endlich vorangeht. Keine Frage: In seiner Heimatstadt hat er es – zumindest teilweise – unter Beweis gestellt. Allerdings stellen sich zwei Fragen: Bekommt er diese Aufgabe mit seinem Amt in Tübingen unter einen Hut? Die Antwort darauf ist ein eindeutiges Ja. Palmer ist ein Aktenfresser und Zeitökonom. Dieses Problem wird er souverän lösen. Die zweite Frage ist dagegen schwieriger zu beantworten: Boris Palmer gilt nicht gerade als geduldiger Mensch. Die Umsetzung seiner Pläne wird in den Mühlen der Landesverwaltung nicht im Eiltempo passieren. Es könnte sein, dass darin eine Menge Konfliktpotenzial liegt. Dennoch ist die Entscheidung richtig und gut. Eine Mehrheit der Menschen im Land hatte sich im Wahlkampf eine solche Rolle für Palmer gewünscht. Nun hat er die Chance zu beweisen, ob er seine knackigen Sprüche aus Talkshows auch in der Politik umsetzen kann. Dem Land wäre zu wünschen, dass der Boris das schafft.
Kommen Sie gut in diesen Donnerstag!
Ihr Ulrich Becker




