
Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) will ans Elterngeld ran - das ist nicht so einfach.
Sebastian Gollnow/dpaViele Milliarden, wenige Kinder
7. Juli 2026
Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser,

Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) will ans Elterngeld ran - das ist nicht so einfach.
Sebastian Gollnow/dpaheute Morgen will ich Sie wieder einmal dazu ermuntern, einen Kommentar meines Kollegen Guido Bohsem zu lesen. Weil er sich traut, der allgemein geäußerten Meinung – dem berühmten Mainstream – zu widersprechen. Familienministerin Karin Prien möchte gerne das Elterngeld kürzen. Weil dies aber in Deutschland eine heilige Kuh ist, wird nur so ein bisschen herumgeschnippelt. Mutig wäre es, zu fragen, was das Elterngeld wirklich bringt. Mein Kollege kennt die Antwort: nichts. Denn die Absicht, die Geburtenrate zu steigern, ist nachweislich misslungen. Ganz im Gegenteil. Es werden immer weniger Kinder geboren, sieben Milliarden Euro im Haushalt sind jedes Jahr trotzdem futsch. Hier wie bei fast allen anderen Subventionen und staatlichen Leistungen gilt: Sie sind schnell beschlossen – aber es braucht Jahre und viel Schweiß, sie wieder abzuschaffen. Auch wenn sie unnütz sind. Im Fall des Elterngeldes sollte man mal die Eltern fragen. Eine bessere Kinderbetreuung wäre der am häufigsten geäußerte Wunsch – und nicht das Elterngeld.
Kommen Sie gut in diesen Mittwoch!
Ihr Ulrich Becker





