Ein Frühjahrsgutachten mit wenig guten Nachrichten: die Wirtschaftsweisen gestern in Berlin.

Ein Frühjahrsgutachten mit wenig guten Nachrichten: die Wirtschaftsweisen gestern in Berlin.

Britta Pedersen/dpa

Es kriselt weiter

27. Mai 2026

Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser,

die Zeit ist wirklich nicht arm an schlechten Nachrichten. Und nun auch noch die Wirtschaftsweisen: Nach der Prognose der Experten wird die deutsche Wirtschaft in diesem Jahr nur noch um winzige 0,5 Prozent wachsen – also knapp an der Rezession vorbei. Ein Grund ist der Krieg im Nahen Osten, aber natürlich auch viel Hausgemachtes. Reformen müssen her, und zwar dringend, mahnen die Weisen. Dazu muss man gar nicht weise sein, aber gut, dass der Sachverständigenrat erneut darauf hinweist. Doch es gibt auch Grund zur Hoffnung – zumindest ein wenig. Die Autoindustrie krabbelt langsam aus der Krise. Dank staatlicher Prämie verkaufen sich E-Autos besser, es gibt mehr kleinere und preiswerte Modelle, im Bereich der Innovationen holt man allmählich – dank Kooperationen mit China – auf. Das Dumme ist nur: Das alles produziert Deutschland zu teuer. Also auch hier: Reformen müssen her, vor allem im Energiebereich. Es gibt also noch viel zu tun.

Kommen Sie gut in diesen Donnerstag!

Ihr Ulrich Becker