Ratlosigkeit bei den Freiburgern nach dem 3:0 von Aston Villa:  Matthias Ginter  (links) und Lucas Höler.

Ratlosigkeit bei den Freiburgern nach dem 3:0 von Aston Villa:  Matthias Ginter  (links) und Lucas Höler.

Robert Michael/dpa

Schmerzhaft, aber verschmerzbar

21. Mai 2026

Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser,

der Sport ist vielleicht eine der letzten Bastionen der ungeschminkten Wahrheit: The winner takes it all, der Verlierer kann sich für seine Bemühungen nichts kaufen. „Dabeisein ist alles“ klingt wie eine hohle Phrase, wenn man sich mit dem zweiten Platz begnügen muss. Die Spieler des SC Freiburg werden sich nach der klaren und verdienten 0:3-Niederlage gegen Aston Villa im Finale der Europa-League wahrscheinlich genauso fühlen. Aber dazu haben sie überhaupt keinen Grund. Denn das, was der Klub aus Baden in den letzten Jahren geleistet hat, ist unglaublich. Mit Beharrlichkeit und Nachhaltigkeit (ja, auch wenn den Begriff niemand mehr hören kann) haben sich die Kicker aus Freiburg in der deutschen Spitze etabliert und auch in Europa einen Namen gemacht. Der Etat ist überschaubar, gemessen an Aston Villa, die sich auf Platz 4 der englischen Liga tummeln, geradezu lächerlich. Aber der SC hat das wettgemacht. Mit Kampfgeist und einer Idee, wie man modernen Fußball spielt. Gestern Abend in Istanbul hat das alles nicht gereicht. Eine Niederlage? Ach was. Sondern ein weiterer Meilenstein auf einem Weg, der sie weit nach oben geführt hat. Auf ein Neues in der kommenden Saison. Da geht noch was. Hier lesen Sie mehr.

Kommen Sie gut in diesen Donnerstag!

Ihr Ulrich Becker