
Friedrich Merz bei einer Pressekonferenz am Donnerstag. Es ging um den Iran-Krieg, das Verhältnis zu den USA – und um die Spritpreise in Deutschland.
Michael Kappeler/dpaHilft der Staat den Pendlern?
9. April 2026
Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser,
nach der Verkündung der Feuerpause im Iran-Krieg ist der Ölpreis abgestürzt – doch an den Tankstellen ist davon bisher kaum etwas zu merken. Der Spritpreis ist bisher nur minimal gesunken, laut Experten ist damit zu rechnen, dass das Tanken – wenn überhaupt – nur langsam wieder günstiger wird. Diese Dynamik hat sogar einen Namen: Rakete-und-Feder-Effekt. Es geht blitzartig nach oben und dann im Schneckentempo wieder nach unten. Die Bürgerinnen und Bürger müssen sich also darauf einstellen, dass das Pendeln zur Arbeit vorerst weiter teuer bleibt.
Hilft jetzt der Staat? Bundeskanzler Friedrich Merz hat gestern in einer Pressekonferenz Entlastungen in Aussicht gestellt, gleichzeitig aber die Hoffnung auf schnelle Entscheidungen gedämpft: Schwarz-Rot muss sich erst noch einigen, wie genau man den Bürgern finanziell unter die Arme greifen will, und derzeit liegt man dabei – mal wieder – weit auseinander.
Eine sinnvolle Maßnahme zu finden, ist auch gar nicht so trivial: Sie darf nicht zu viel kosten, das heißt: möglichst nicht mit der Gießkanne auch an diejenigen verteilt werden, die sie gar nicht brauchen. Sie soll keine falschen Anreize schaffen, und sie soll schnell wirken. Tobias Heimbach aus unserer Berliner Redaktion fasst zusammen, was im Gespräch ist.
Ich wünsche Ihnen einen guten Start in den Tag!
Herzliche Grüße aus der Chefredaktion
Ihre Judith Conrady





