Wie die Polizei berichtet, war es am Sonntagmittag kurz vor 13 Uhr auf der A8 zwischen den Anschlusstellen Burgau und Günzburg in Fahrtrichtung Stuttgart zu dem schweren Unfall gekommen. An der Massenkarambolage waren demnach zehn Fahrzeuge beteiligt gewesen, später hieß es, es seien sogar elf Fahrzeuge involviert.

Rettungskräfte und Polizei auf der A8 im Großeinsatz

Wie es beim Polizeipräsidium in Kempten am Abend hieß, wurden insgesamt 18 Menschen verletzt. Vorher war von nur zehn Verletzten die Rede gewesen. Der Unfall löste einen Großeinsatz mit 80 bis 100 Kräften aus. Neben den Rettungswagen und Sanitätern sowie mehreren Notärzten waren Hubschrauber im Einsatz. Einer Meldung der Polizei vom Abend zufolge waren ein Rettungshubschrauber und ein Polizeihubschrauber im Einsatz. Vorher hatte es geheißen, dass insgesamt drei Hubschrauber vor Ort gewesen seien. Die Polizei war mit mehreren Streifenwagen angerückt.

Zahlreiche Rettungskräfte waren bei dem Unfall auf der A8 im Einsatz.
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Auto überschlägt sich auf der schneebedeckter A8

Am Abend war auch die Unfallursache geklärt: Laut der Polizei wurde die Massenkarambolage durch einen Unfall zwischen zwei Pkw ausgelöst. Gegen 12:52 Uhr wechselte ein 60-jähriger Autofahrer zwischen der Behelfsumfahrung Limbach und der Anschlussstelle Günzburg von der mittleren auf die linke Fahrspur. Dabei kollidierte er mit einem Auto auf dem linken Fahrstreifen. Die beiden Fahrer hielten auf der Autobahn an. Deshalb musste auch der nachfolgende Verkehr auf der zum Teil schneebedeckten Fahrbahn stark abbremsen. Viele bemerkten das zu spät, insgesamt neun weitere Fahrzeuge krachten in die Unfallstelle. Ein Pkw überschlug sich und kam auf der Fahrbahn zum Stehen. Die 51-jährige Fahrerin wurde schwer verletzt.

Unfall A8: Drei Menschen schwer verletzt

Von den insgesamt 23 am Unfall beteiligten Menschen im Alter von 26 bis 60 Jahren wurden 18 verletzt. Drei davon erlitten schwere Verletzungen, die jedoch nicht lebensbedrohlich waren. Alle Verletzten wurden nach der Erstversorgung in Krankenhäuser gebracht.

Auf der Gegenfahrbahn in Richtung München soll sich auf gleicher Höhe ein weiterer Unfall mit mindestens einem Fahrzeug ereignet haben.

Während des Unglücks schneite es, es herrschte Straßenglätte. Auf Facebook berichteten User, dass dichter Verkehr geherrscht habe. Das Wetter habe sich in dem Bereich überraschend und schnell verschlechtert. Eine schrieb, dass trotz des Wetterumschwungs viele Autofahrer schnell und mit wenig Abstand unterwegs gewesen seien.

Autobahn drei Stunden lang voll gesperrt - 15 Kilometer Stau

Die Bergungs- und Aufräumarbeiten dauerten bis in den Nachmittag hinein.
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Der Einsatzzentrale der Polizei zufolge wurde die A8 drei Stunden lang voll gesperrt. Der Verkehr wurde von der A8 abgeleitet. Der Verkehr staute sich von der Unfallstelle aus auf einer Länge von 15 Kilometern. Auch vor der Ableitung bei Scheppach staute sich der Verkehr und ebenso auf der St2510/Augsburger Straße in Richtung Günzburg. Gegen 17 Uhr floss der Verkehr auf der Autobahn wieder frei.

Unfall zwischen Burgau und Günzburg: Probleme mit der Rettungsgasse

Offenbar gab es wieder einmal Probleme mit der Rettungsgasse. Die Autofahrer wurden aufgefordert, eine Rettungsgasse zu bilden. Dem Sender Donau3FM zufolge gab es Meldungen von Verkehrsteilnehmern, dass die Einsatzkräfte wegen Behinderungen schlecht durchkommen.