Mit einem Großaufgebot musste die Feuerwehr am Mittwoch (22.07.2020) gegen 22.30 Uhr ausrücken, nachdem es in der Küche einer Gaststätte in Sindelfingen in der Mercedesstraße zu einem Brand gekommen war.

Explosionsartige Stichflamme - 160 Menschen evakuiert

Nach bisherigen Erkenntnissen gab es beim Betrieb eines Grills in der Küche eine explosionsartige Stichflamme welche die Küche in Brand setzte. Da die Stichflamme durch das Abluftrohr zum hinteren Gebäudeteil gelangte, breitete sich auch hier der Brand aus. Da sich die Gaststätte in einem siebenstöckigen Mehrfamilienhaus befindet, mussten neben den 60 Gästen auch die über 100 Hausbewohner evakuiert werden. Für die Evakuierten wurde im Bereich des Busbahnhofes eine Sammelstelle eingerichtet. Eine weitere Sammelstelle für Verletzte hatte der Rettungsdienst in der Mercedesstraße bei der Sparkasse eingerichtet. Hier fanden sich über 30 Personen zur Untersuchung ein.

Feuerwehr mit 18 Fahrzeugen und 70 Einsatzkräften vor Ort

Dabei wurden drei leicht verletzte Personen registriert. Zwei von ihnen wurden vor Ort behandelt und eine weitere Person kam zur Behandlung in ein Krankenhaus. Die Feuerwehr hatte den Brand schnell unter Kontrolle und gegen 23.00 Uhr komplett gelöscht. Nachdem das Gebäude samt den Wohnungen durch die Feuerwehr durchgelüftet war, konnten alle Bewohner um Mitternacht wieder zurück in ihre Wohnungen. Zur Brandbekämpfung und Rettungsmaßnahmen war die Feuerwehr mit insgesamt 18 Fahrzeugen und 70 Einsatzkräften ausgerückt. Sie wurde dabei mit der großen Drehleiter der Daimler-Benz Werksfeuerwehr unterstützt.

Oberbürgermeister Dr. Vöhringer am Brandort

Die Führungsgruppe des Landkreises Böblingen mit Kreisbrandmeister Frech war ebenso wie Oberbürgermeister Dr. Vöhringer am Brandort. Um die Evakuierten und verletzten Personen kümmerte sich der Rettungsdienst mit neun Fahrzeugen und 45 Helfern. Zur Bewältigung der Lage mit Evakuierung, Absperrung, Verkehrsmaßnahmen und Ermittlungen waren vom Polizeipräsidium Ludwigsburg elf Streifenwagenbesatzungen von insgesamt fünf umliegenden Polizeirevieren eingesetzt. Der beim Brand entstandene Sachschaden beläuft sich nach ersten Schätzungen auf rund 100.000 Euro.