Die Freie Evangelische Schule (FES) Reutlingen stellt sich als „bewusst evangelisch, das heißt vom Evangelium her geführte Schule“ vor. Betrieben wird sie nicht von der Evangelischen Landeskirche, wie Verwaltungsleiterin Margarete Grünenwald betont, sondern von einem Trägerverein.

Ein pädagogischer Grundsatz auf Basis des christlichen Glaubens und „Werte des Menschseins“

Ziel der Privatschule ist es laut ihrer Website, den Schülern ausgehend vom christlichen Glauben „eine klare Orientierung über die grundlegenden Werte des Menschseins“ zu vermitteln. Dies beziehe sich auf Unterricht und Schulleben ebenso wie auf „eine gelingende Erziehungspartnerschaft zwischen Elternhaus und Schule“. Eltern, Lehrer und Schulträger sind dazu „Partner in einer genossenschaftlichen Schulverfassung“. Wichtigstes Organ: der paritätisch  besetzte Verwaltungsrat.

Der Standort Glems als Möglichkeit lokal mehr Kinder zu erreichen

Verwaltungschefin Grünenwald bestätigt auf Nachfrage, die FES sei an einem zusätzlichen Standort in Glems „grundsätzlich interessiert“. Der böte der Schule die Möglichkeit, die zahlreichen Kinder aus dem Ermstal ortsnah zu unterrichten, und mehr Reutlinger Kinder aufzunehmen. „Denn wir verschicken jedes Jahr viele Absagen an Interessenten für die 1. Klasse“, erklärt sie bedauernd. Statt eines sechsten Zugs wäre der zusätzliche Standort eine Alternative. Zumal das Gebäude „mittendrin in Gottes Schöpfung“ stehe. Ob die Räume für je eine Klasse eins bis vier mit Ganztagsbetreuung reichen, werde derzeit zusammen mit der Stadt ausgelotet. Das Schöne: Es gebe keine Zeitdruck. „Wir haben ja noch ein Jahr Zeit.“