„Kriminelle nutzen Angst vor dem Coronavirus aus“ – unter dieser Überschrift warnte das Landeskriminalamt Baden-Württemberg (LKA) bereits Anfang der Woche vor Betrügern, die sich die neue Situation und Sorge vieler Bürger zunutze mache. Ein Fall aus Gerstetten zeigt, dass diese Masche auch in der Region angekommen ist – als Variante des „Falschen Polizisten“.

Wegen Corona: Übergabeort statt persönlicher Kontakt

Am Mittwoch, 18. März, gab sich laut Polizeisprecher Holger Fink ein Anrufer gegenüber einer Seniorin in klassischer Manier als Polizist aus und forderte die Frau dazu auf, ihm zum Schutz Geld zu übergeben. Anstatt des persönlichen Kontakts sollte ein Übergabeort vereinbart werden – damit solle eine Corona-Infektion vermieden werden.  Die Anruferin durchschaute die Masche und erstattete Anzeige.

Update für den Enkeltrick: Jetzt mit Coronavirus

Auch der sogenannte Enkeltrick hat laut LKA eine neue Variante: Betrüger geben sich am Telefon als Angehörige aus und behaupten, dass sie mit dem Coronavirus infiziert seien und finanzielle Unterstützung für die Behandlung benötigten. Auch in diesem Fall gilt: Namen erfragen und nicht raten, keine persönlichen Informationen preisgeben, Polizei verständigen.