Wenige Tage vor Weihnachtenerlebte Pfarrer Dietrich Crüsemann erneut am Freitag eine böse Überraschung: Die historische Tür der Stadtkirche in Geislingen, die zur Kirchgasse hinführt, war in der Nacht zuvor stark beschädigt worden. Wie die Polizei auf Nachfrage der GZ bestätigt, haben sich Einbrecher Zutritt zur Kirche verschafft und eine Spendenkassen gestohlen, die sich im Opferstock befand. Die Geldbox war mit einem Schloss und einer Kette gesichert, die Sicherungen wurden geknackt. Eine Zeugin hörte zwischen 1.30 Uhr und 2.30 Uhr ein lautes Geräusch, was auf einen Einbruch in dieser Zeit hindeutet. Eine Täterbeschreibung gibt es laut Polizei bislang nicht.

Einbruch in Stadtkirche in Geislingen: 40 Cent Beute

Die Beute sei sehr gering, berichtete Crüsemann gegenüber der GZ: Es fehlten nur 40 Cent. „Wir leeren die Kassen nach jedem Gottesdienst und bringen das Geld zur Bank“, erklärte der Stadtkirchenpfarrer und betonte: „Es gibt kein Geld in der Kirche.“ Die Einbrecher hinterließen jedoch einen hohen Sachschaden an der Holztür.

Vandalismus in Geislingen Stadtkirche wurde erneut beschädigt

Geislingen

Dies war innerhalb kurzer Zeit der zweite Einbruch in der Stadtkirche: Ende September hinterließen Einbrecher einen 6000 Euro hohen Sachschaden an drei Türen der evangelischen Kirche. Zudem wollten Unbekannte im Oktober, die Tür am Turmeingang aufbrechen und beschädigten diese stark. Im Gegensatz zu den vergangenen Fällen gelang es den Einbrechern diesmal, in die Kirche einzudringen.

Gegen Einbrecher: Alarmanlage an Stadtkirche in Geislingen

Die Reihe an Einbrüchen bewegt Dietrich Crüsemann zum Handeln: „Wir wollen auf jeden Fall eine Alarmanlage einrichten“, kündigt der Pfarrer an. Auch eine Überwachungskamera sei geplant. Über derartige Sicherheitsmaßnahmen habe man schon seit längerer Zeit nachgedacht, der aktuelle Vorfall sei nun erst recht ein Anlass. Das Ganze gestaltet sich allerdings nicht so einfach, weil Abstimmungen mit dem Amt für Denkmalschutz nötig sind.