Dramatische Szenen spielten sich in der Nacht auf Montag im Donzdorfer Teilort Winzingen ab: Ein Kuhstall stand in hellen Flammen. Zwar gelang es dem Landwirt noch, mit Hilfe eines Frontladers, eine Wandseite und ein Tor zu öffnen, sodass sich der Großteil der Rinder ins Freie retten konnte.Ob alle Tiere überlebt haben, war nach Angaben der Polizei bis Montag Vormittag aber noch unklar.

Am Sonntag gegen 22.50 Uhr ging der Alarm ein, Feuerwehr und Polizei rückten zu dem Brand in der Ramprechtsstraße aus. Dort hatte ein Kuhstall Feuer gefangen. Etwa 50 Rinder konnten sich in Sicherheit bringen. Circa 40 von ihnen wurden bis Montagmorgen wieder eingefangen. Insgesamt sollen 60 Rinder im Stall gewesen sein, was mit den anderen Tieren passierte, ist derzeit noch unklar. Der Sachschaden wird auf 350 000 Euro geschätzt.

Zeugen sahen Unbekannte mit Feuerwerkskörpern hantieren

Zeugen konnten beobachten, wie vier Personen dort vor dem Brand mit Feuerwerkskörper hantierten. Die Unbekannten liefen anschließend in Richtung Feuerwehrhaus davon. Die Kriminalpolizei hat Ermittlungen aufgenommen und sucht Zeugen, die unter Telefon (0731) 188-4711 Angaben zu den vier Personen machen können.

Es war ein Großaufgebot vor Ort: Feuerwehren aus Donzdorf einschließlich Winzingen und Reichenbach sowie die Feuerwehr Süßen mit Drehleiter und Löschfahrzeug, die Feuerwehr Salach mit Führungsgruppe und Wechsellader, die Feuerwehr Eislingen mit Drehleiter und Löschfahrzeug und die Wehr aus Göppingen mit Atemschutz-Gerätewagen. Insgesamt kämpften 70 Einsatzkräfte gegen das Feuer.

Die Feuerwehr konnte ein Übergreifen des Brandes vom 20 mal 25 Meter großen Stallgebäude auf das benachbarte Wohnhaus verhindern. Teile des Stalls stürzten ein. Der Rest des Gebäudes wird kontrolliert abgelöscht und abgerissen, teilt die Polizei mit. Am Montag wurde noch weiter nach freilaufenden Rindern gesucht und diese eingefangen. Menschen wurden bei dem Feuer nicht verletzt. Die Einsatzleitung hatte der Donzdorfer Kommandant Oliver Schmid, er wurde unterstützt durch Kreisbrandmeister Michael Reick.