Eine schwerhörige 79-Jährige hat am Freitagabend in ihrem Bett geschlafen während in ihrer Wohnung ein Feuer ausgebrochen war. Die Frau erlitt eine Rauchgasvergiftung, konnte aber von der Feuerwehr aus der Wohnung gerettet werden.

Die Salacher Wehr wurde gegen 22.15 Uhr zu dem Brand in dem Mehrfamilienhaus an der Salacher Hauptstraße gerufen. Anwohner hatten einen piepsenden Rauchmelder und starken Brandgeruch bemerkt.

Feuerwehr vier Minuten später am Einsatzort

Die Feuerwehr wurde daraufhin mit dem Stichwort „Brand - Personen in Gefahr“ alarmiert, wie Andreas Merath von der Salacher Feuerwehr mitteilt. Die Wehr war nach vier Minuten mit dem Kommandowagen und einem Löschfahrzeug am Ort des Geschehens. Nach weiteren drei Minuten mit dem zweiten Löschfahrzeug und dem Einsatzleitwagen.

Die Meldung bestätigte sich: Im 3. Obergeschoss des großen Mehrfamilienhauses war starker Brandgeruch wahrnehmbar. Daraufhin wurde die Wohnung so schnell wie möglich gewaltsam geöffnet. Das Betreten der Wohnung war nur noch unter Atemschutz möglich.

Alte Frau steht unter Schock

Das Feuer befand sich unmittelbar im Eingangsbereich und konnte schnell gelöscht werden. Währenddessen wurde die Bewohnerin aus der verrauchten Wohnung gerettet und wenige Minuten nach Eintreffen der Feuerwehr dem Rettungsdienst übergeben, der mittlerweile mit drei Rettungswagen und einem Notarzteinsatzfahrzeug angerückt war und die Betreuung der teilweise unter Schock stehenden Bewohner übernommen hatte. Die 79-jährige Bewohnerin der Brandwohnung und eine Nachbarin mussten zur Beobachtung ins Krankenhaus. Die Nachbarin litt unter Herz-Kreislauf-Problemen, wie die Polizei auf Nachfrage mitteilte.

Das Feuer war nach ersten Ermittlungen nach einem technischen Defekt im Badezimmer ausgebrochen. Vermutlich war ein Heizlüfter in Brand geraten. Es entstand ein Schaden in Höhe von 20.000 Euro.

Polizei unterstützt Feuerwehr

Zur Absicherung der Einsatzkräfte und zum Ausleuchtung der Wohnung wurde die Drehleiter der Feuerwehr Eislingen am Gebäude in Stellung gebracht. Während des Einsatzes mussten alle 20 Bewohner das Gebäude verlassen. Die Polizei prüfte parallel, wie viele Personen im Gebäude gemeldet sind.

„Profitiert hat die Salacher Wehr von der mittlerweile bestens eingespielten Kooperation mit den Nachbarwehr aus Eislingen und der Führungsunterstützung der Feuerwehr Süßen, die bei größeren Einsatzstichworten die Einsatzstelle anfährt und den Einsatzleiter durch Informationsbeschaffung und Kommunikation nach außen entlastet“, schreibt Andreas Merath in der Pressemitteilung der Feuerwehr weiter.

Die Feuerwehren Salach, Eislingen und Süßen waren insgesamt mit 32 ehrenamtlichen Feuerwehrkräften im Einsatz.

Rauchmelder verhindert größeren Schaden

„Ohne den Rauchwarnmelder in der Wohnung, der die Bewohner rechtzeitig gewarnt hat, wäre es hier vermutlich zu einem größeren Brand mit erheblichem Schaden gekommen“, zieht Andreas Merath Bilanz nach dem Einsatz.