Messerstecherei in Gaildorf Versuchte Tötung: Fünf Personen in U-Haft

Gaildorf / pol 24.01.2019
Das 21-jährige Opfer des Messerangriffs in Gaildorf ist außer Lebensgefahr. Die Polizei hat fünf Personen verhaftet.

Wie die Staatsanwaltschaft Heilbronn gemeinsam mit der Zweigstelle Schwäbisch Hall und dem Polizeipräsidium Aalen mitteilt, wurde der Polizei am Samstag kurz vor 23 Uhr von Passanten ein schwer verletzter Mann an der B19 in Gaildorf - unterhalb des Freibads - gemeldet. Der Rettungsdienst und die Polizei fanden vor Ort einen 21-jährigen Mann vor, der lebensbedrohliche Stichverletzungen aufwies. Noch in der Nacht übernahm die Kriminalpolizei die Ermittlungen.

Ermittlungsgruppe verbucht schnelle Erfolge

Am Sonntag richtete die Kriminalpolizeidirektion Waiblingen dazu die Ermittlungsgruppe „Kiesel“ mit rund 30 Polizisten in den Räumen des Kriminalkommissariats Schwäbisch Hall ein. Die Ermittlungsgruppe fand sehr schnell heraus, dass sich das Opfer am späten Samstagnachmittag auf einem Supermarktparkplatz in Schwäbisch Hall mit fünf Bekannten getroffen hatte und gemeinsam mit diesen in einem Auto nach Gaildorf gefahren war.

Rache im Drogenmilieu

Beim dortigen Freibad kam es zum Angriff auf den 21-Jährigen. Er wurde mit einem Messer lebensgefährlich im Oberkörperbereich und mit Schnitten im Gesicht verletzt. Danach verließen die fünf Männer im Alter zwischen 20 und 31 Jahren den Tatort mit dem Auto und ließen den 21-Jährigen zurück. Dieser konnte noch selbstständig bis zur B19 laufen, wo er dann von Passanten gefunden wurde.

Nach den ersten Ermittlungen der Kripo Schwäbisch Hall sollte der 21-Jährige offensichtlich bestraft werden. Die Hintergründe hierfür vermutet die Polizei im Drogenmilieu.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Heilbronn, Zweigstelle Schwäbisch Hall, wurden inzwischen insgesamt fünf dringend Tatverdächtige einem Richter vorgeführt. Sie befinden sich nun in Untersuchungshaft.

Das schwer verletzte Opfer befindet sich mittlerweile außer Lebensgefahr. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei Schwäbisch Hall dauern an

Bürger sind schockiert

In den sozialen Medien herrschte nach Bekanntwerden des Vorfalls Fassungslosigkeit. So stellte ein Facebook-Nutzer die traurige rhetorische Frage: „Was soll man dazu noch sagen?“ „Gaildorf eskaliert“, beklagte eine Nutzerin, ein anderer rief zur Vernunft auf: „Gewalt ist keine Lösung. Lieber reden statt schlagen oder stechen.“ Die Anteilnahme für das Opfer war groß. „Ich hoffe, dir geht’s bald wieder besser“, schrieb eine Frau.

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