Wie oft an Sommerabenden paddelten auch am Samstag einige Gruppen die Donau bei Untermarchtal hinunter. Der Ort gilt als beliebte Einstiegsstelle in den Fluss. Unterwegs war auch eine Gruppe von neun Erwachsenen, deren Bootsausflug für einen 30 Jahre alten Mann tödlich endete. Um 17.55 Uhr ging in der Leitstelle Ulm ein Notruf ein: Drei Personen werden in der Donau, nahe dem Viadukt bei Untermarchtal, vermisst.

Taucher fanden den vermissten Mann

Eine groß angelegte Rettungsaktion begann. Beim Eintreffen der Rettungskräfte hatten sich zwei Personen schon ans Ufer retten können, eine dritte war noch im Fluss verschollen. Feuerwehren aus Rottenacker und Munderkingen suchten mit ihren Rettungsbooten die Donau von der Brücke in Untermarchtal bis weit hinter dem Viadukt ab. Ein Hubschrauber der Luftrettung und einer der Polizei kreisten über dem Suchgebiet. Dutzende Feuerwehrleute suchten die Uferstreifen ab. An niedrigen Stellen zu Fuß, im tieferen Gewässer suchten Rettungstaucher den teils von Algen und Ästen bewucherten Boden ab. Der Rettungsdienst stand für den Ernstfall bereit. Gegen 20 Uhr wurde dann Gewissheit, was schon befürchtet worden war: Taucher hatten den 30-Jährigen gut 300 Meter stromabwärts in einer Tiefe von mehr als zwei Metern gefunden. Warum der Mann, der offenbar keine Schwimmweste trug, nicht mehr aufgetaucht war, ist bislang nicht geklärt.

Sonnenbrille fiel ins Wasser

Nach Aussagen von Beteiligten der Bootsgruppe seien sie seit dem Vormittag auf der Donau unterwegs gewesen, hätten an mehreren Stationen am Ufer zum Vespern Halt gemacht, wobei einiges an Alkohol konsumiert worden sei. Zu dem Unglück kam es laut dem stellvertretenden Kreisbrandmeister Achim Lang wohl, nachdem der Mann immer wieder seine Sonnenbrille und anderes Utensil im Wasser verloren hatte und die Sachen  daraufhin suchte.